Lebendiger Austausch
Erfolgreiches Jahr fürs Partnernetzwerk

 Olivia Gerspach mit Partnerschild des Nationalpark | Foto: Daniel Müller/Nationalpark Schwarzwald
  • Olivia Gerspach mit Partnerschild des Nationalpark
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  • hochgeladen von Matthias Kerber

Seebach (st) Das Partnernetzwerk des Nationalparks Schwarzwald wächst weiter und ist in lebendigem Austausch. „Das diesjährige und erste Netzwerktreffen aller Partnerkategorien war ein wichtiger Schritt für den Nationalpark und seine Botschafter, die ein immer dichteres Netz regionaler Beziehungen bilden“, zieht Britta Böhr, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, eine positive Jahresbilanz.

Erstmals konnten sich Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft, Gesellschaft und Ehrenamt kennenlernen und untereinander vernetzen. „Wir sind zum Beispiel eine Verbindung mit dem Schwarzwaldverein eingegangen und haben im Nachgang die Jubiläumsveranstaltung zum 125-jährigen Bestehen des Westwegs unterstützt, der auch durch den Nationalpark führt", erzählt Moritz Glauner, Geschäftsführer der Alpirsbacher Klosterbräu. An diese positive Resonanz will das Nationalparkteam anknüpfen. „Das nächste Netzwerktreffen im März ist fest geplant – diesmal werden wir verschiedene Führungsangebote im und um den Nationalpark in den Fokus stellen“, sagt Olivia Gerspach, die die regionalen Partner koordiniert.

Rege Unterstützung im Tal X

Die Gartenschau im Tal X zwischen Freudenstadt und Baiersbronn wurde ebenfalls zu einer starken Bühne für die regionale Zusammenarbeit. Die Nationalparkregion Schwarzwald beteiligte sich zum Beispiel mit zusätzlichen Ständen und einem Rahmenprogramm am Auftritt des Nationalparks. Ehrenamtliche Ranger und Mitglieder des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald halfen ebenfalls tatkräftig mit und ermöglichten damit ein abwechslungsreiches Programm, das über den gesamten Gartenschau-Zeitraum von Mai bis Oktober angeboten werden konnte.

Auch bei nationalen und internationalen Partnerschaften gab es regen Austausch: Ein Team des Nationalparks Sächsische Schweiz war mit seinem eigenen Partnernetzwerk im Schwarzwald zu Gast. „Themen waren unter anderem touristische Angebote und unsere Koniks auf den Grinden“, erzählt Olivia Gerspach. Natürlich stand auch ein Besuch bei einigen Partnerbetrieben in der Region auf dem Programm. Auch internationale Delegationen aus dem Khao Yai Nationalpark (Thailand), aus Korea und zwei brasilianischen Parks kamen dieses Jahr, um den „national park black forest“ kennenzulernen. Neu in der Partnerrunde sind die beiden brasilianischen Nationalparks Itatiaia im Süden Brasilien und Pico da Neblina im Norden des Landes – Umweltministerin Thekla Walker und Nationalparkleiterin Britta Böhr unterzeichneten die Kooperationen im November auf der UN-Klimakonferenz in Belém in Brasilien.

Ferienwohnung aus Baiersbronn neu bei den regionalen Partnern

Regional stieß die Ferienwohnung „Rußberghaus“ in Baierbronn neu zum Netzwerk dazu. „Ich bin Partner des Nationalparks, weil ich die Idee des Nationalparks, Naturschutz und Natur erlebbar zu machen, voll unterstütze. Gäste des Nationalparks passen hervorragend zu unseren Ferienwohnungen im typischen Schwarzwald-Schindelhaus mit Naturgarten“, sagt Norbert Eder, Vermieter des Rußberghauses in Baiersbronn.

Auch der leitende Ranger Urs Reif konnte sich über Zuwachs in seinem Team freuen. „Wir haben drei neue Ranger in den ehrenamtlichen Naturschutzdienst bestellt – das freut uns natürlich sehr, diese Unterstützung ist für uns unheimlich wichtig, um so vielfältige und umfangreiche Angebote machen zu können“, sagt Urs Reif. Ebenfalls neu dabei: 31 Wanderführer haben in diesem Jahr die „Zusatzqualifikation Nationalpark Schwarzwald“ erhalten oder die Zertifizierung zur Auffrischung genutzt. Insgesamt konnten seit der Parkgründung schon mehr als 360 Wanderführer ausgezeichnet werden.

Sichtbares Zeichen der Vernetzung war auch die Fotoausstellung „Wald.Wandel.Wildnis“, die durch die Region tourte und so ein Kernthema des Nationalparks bekannter machte. „Damit erfahren Gäste und Einheimische bereits vor ihrem Besuch im Nationalpark, was es hier zu entdecken gibt. Die Zusammenarbeit mit den Betrieben und Tourist-Informationen hat sehr gut funktioniert“, sagt Gerspach. Bis zum neuen Jahr sind die Ausstellungen noch beim Hotel Schliffkopf, dem Landratsamt Freudenstadt und der Tourist-Information im Bühlertal zu sehen. Bei einer großen Gästebefragung in der Region erhielt der Park ebenfalls tolle Unterstützung. „Zahlreiche touristische Partner haben die Befragungskarten ausgelegt und zu einer Beteiligung von mehr als 1.000 Gästen sowie Einheimischen in zwölf Monaten beigetragen. Damit lernen wir die Menschen und Gäste der Region noch besser kennen, verstehen was in der Region gut gefällt und wo noch Verbesserungsbedarf ist“, sagt Natalie Schacht, die die touristische Zusammenarbeit betreut. Die Ergebnisse der Befragung werden noch ausgewertet und im kommenden Jahr vorgestellt.

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