Ortenau Klinikum erste Anlaufstelle für 67.000 Menschen
Darum ist Standort Wolfach so wichtig

Das Ortenau Klinikum in Wolfach bleibt erhalten. Foto: Ortenau Klinikum
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  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Wolfach (cao). Die Würfel sind in der Debatte um die Krankenhausstandorte in der Ortenau bekanntlich gefallen, demnach wird der Betrieb im Wolfacher Krankenhaus weiter fortgeführt (wir berichteten). Es wird schnell deutlich, warum der Standort Wolfach für die Region wichtig ist. "Das wurde auch im Strukturgutachten so gesehen", so die Verwaltungsdirektorin Kornelia Buntru. Denn für etwa 60.000 bis 67.000 Einwohner ist das Ortenau Klinikum Wolfach die erste Anlaufstelle, wenn es gilt, in 30 Minuten das nächstgelegene Krankenhaus zu erreichen. Und das Einzugsgebiet ist groß. "Es reicht im Osten von Schramberg und Bad Rippoldsau, Alpirsbach bis nach Sankt Georgen, Triberg und Schonach im Süden. Talabwärts umfasst das Einzugsgebiet das Kinzigtal bis etwa Biberach sowie das Harmersbachtal mit Zell am Harmersbach, Nordrach und Oberharmersbach", zählt die Verwaltungsdirektorin auf.

Notfallversorgung

Rund um die Uhr findet eine ambulante Notfallversorgung statt, ebenso die ambulante Behandlung von Arbeitsunfällen. "Zudem ist Wolfach auch Standort für die Notfallpraxis der kassenärztlichen Vereinigung an Wochenenden und Feiertagen", betont sie. Stationär gibt es 92 Betten, rund 200 Mitarbeiter sind im Ortenau Klinikum Wolfach beschäftigt.

Das Leistungssprektrum im Wolfacher Krankenhaus ist vielfältig. Es gibt die Fachbereiche Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie. "Sowohl die Innere Medizin als auch die Chirurgie haben umfassende Ermächtigungen, ambulante Patienten zu versorgen. Die Zuweisung erfolgt durch Haus- oder Fachärzte mittels Überweisungsschein", erklärt Kornelia Buntru. Der Ausbau der ambulanten Gastroenterologie, also Magen- und Darmspiegelungen, ist für das kommende Jahr in Planung. Ebenso verfügt das Haus über einen modernen Computertomographen mit telemedizinischer Anbindung rund um die Uhr für die Notfalldiagnostik. Im Bereich der Orthopädie werden zudem minimalinvasive Methoden angeboten.

100-jähriges Bestehen

2017 feierte das Wolfacher Krankenhaus sein 100-jähriges Bestehen, gleichzeitig wurde die Sanierung des geschichtsträchtigen Hauses mit Kosten in Höhe von rund 16 Millionen Euro abgeschlossen. Das Land Baden-Württemberg übernahm acht Millionen Euro, der Landkreis Ortenau trug die restlichen Kosten. "Die grundsätzlichen Voraussetzungen für einen neuzeitlichen und modernen Standard bei der Unterbringung im Patientenzimmer wurden mit der Sanierung geschaffen", so Buntru. Es gibt fast ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer, alle mit Naßzelle. Flächendeckend ist nun Internetnutzung in den Patientenzimmern möglich. Die Verbesserung in den Arbeitsabläufen der Station wurde unterstützt und alle technischen Anlagen sind inzwischen runderneuert. "Für die Mitarbeiter wurden so gute Büro- und Arbeitsbedingungen geschaffen", bestätigt die Verwaltungsdirektorin.

Eine sehr wichtige Institution für das Krankenhaus ist der Förderverein. Durch die dem Förderverein zugehenden Spenden können Sonderwünsche, insbesondere im Patienten- und im Aufenthaltsbereich, unterstützt werden.

Hohe Zufriedenheit

Das Klinikum Wolfach zeichnet sich laut Buntru durch eine familiäre Atmosphäre aus. "Wir erhalten regelmäßig hohe Zufriedenheitswerte bei den Patienten. Das Krankenhaus ist in der Gesamtorganisation gut durchdacht umgebaut und saniert worden. Die Ärzteschaft in der Inneren und Chirurgie ist fachlich in den Bereichen Kardiologie, Gastroenterologie, Allgemein-/Viszeralchirurgie sowie Unfallchirurgie/Orthopädie breit vertreten", unterstreicht Kornelia Buntru.

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