Für möglichen Schulbetrieb
Achern: Vorbereitungen sind getroffen

Achern (st). In einer gemeinsamen Besprechung von Oberbürgermeister Klaus Muttach, Fachbereichsleiter Hans-Peter Vollet, der Leiterin der Fachgruppe Hochbau, allen Schulleitern sowie den Gesamtelternbeiratsvorsitzenden hat die Stadt Achern die Regelungen für den weiteren Schulbetrieb festgelegt. Weiterhin wird an den Schulen die Notbetreuung angeboten, in welche die Kinder während der üblichen Unterrichtszeiten und soweit auch entsprechend zuvor angemeldet für darüberhinausgehende Betreuungszeiten wie Schulkindbetreuung, betreut werden. Hierfür bedarf es lediglich einer Anmeldung. Aktuell werden an den Acherner Schulen 44 Kinder notbetreut.

Schulen sind vorbereitet

Vorbereitet sind die Schulen, wenn wie angekündigt ab dem 18. Januar die Grundschulen, die Achertalschule und die weiterführenden Schulen für die Abschlussklassen wieder geöffnet werden dürfen. Gut ausgestattet sehen sich die Schulen für ergänzende Angebote zum Präsenzunterricht. Kinder ohne entsprechende Ausstattung mit einem digitalen Endgerät werden durch die Schulen ausgestattet. Oberbürgermeister Klaus Muttach kündigte an, dass die Stadtverwaltung dem Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung die Besetzung einer weiteren Stelle für die IT-Unterstützung an den städtischen Schulen vorschlagen wird. Damit soll der sinnvolle Gebrauch der vorgenommenen Investitionen bei der Digitalausstattung unterstützt werden. Die Stadt wird hierfür die vom Land für zwei Jahre zur Verfügung gestellten Fördermittel in Anspruch nehmen. Dies wurde von den Schulleitungen einhellig begrüßt. Die digitale Kompetenz ihrer Schulen wollen die Schulleiter weiter ausbauen. Von den Schulleitern werden hierfür aktuell sinnvolle Ergänzungen erarbeitet und mit der Stadtverwaltung abgestimmt. Mit Aufnahme des regulären Schulbetriebs soll eine Mensaversorgung möglichst wieder angeboten werden. Aktuell sind die Mensen durch die Corona-Verordnung noch geschlossen. Die Schülerbeförderung soll dann auch wieder zu den Grundschulförderklassensoll und der Achertalschule aufgenommen werden.

CO2-Ampeln sollen beschafft werden

Zum Hygienekonzept verweist Oberbürgermeister Klaus Muttach auf das neue Förderprogramm des Landes. Danach sollen die Schulleitungen zusammen mit dem Kollegium ihrer Schulen einen Vorschlag erarbeiten, der mit dem Schulträger abzustimmen ist. Schlussendlich entscheidet nach dieser Vorschrift die Stadt über Beschaffungen.

Nach den Empfehlungen der kommunalen Spitzenverbänden und auch wissenschaftlichen Erkenntnissen bleibt das regelmäßige Querlüften der geeignetste Weg für eine gute Lufthygiene. Oberbürgermeister Muttach informierte, dass die Stadt über eine Befragung bei allen Schulleitern die Belüftungssituation für alle 237 Klassenräume und Fachräume erfragt habe. Um effektives Querlüften zu unterstützen, haben sich Stadtverwaltung und Schulleitern darauf verständigt für jedes Klassenzimmer zentral über die Stadtverwaltung CO2 Ampeln zu beschaffen. Zum Beginn des Präsenzunterricht sollen die Klassenzimmer bereits ausgestattet sein. Damit wird der Schutz von Lehrer und Kindern zum Neustart des Schulbetriebs weiter verbessert.

Bezüglich der Lüftungsgeräte gebe es in Fachkreisen Zweifel, ob dadurch eine verlässliche Reduzierung der SARS-Covid-Viren erreicht werden kann. Da eine Reduzierung der Virenlast fraglich ist, laufe hierzu ein Pilotversuch in Stuttgart. Bei einem Fehlgebrauch oder nicht ordnungsgemäßer Wartung könne durch diese Geräte sogar eine konkrete Gesundheitsgefahr bestehen. Auch werde eine Scheinsicherheit vermittelt und dadurch effektive Maßnahmen wie das Lüften möglicherweise vernachlässigt. Noch kritischer wird der Einsatz von Flächendesinfektionsgeräten durch UV-Strahlung gesehen. Ausdrücklich wurde über den Städtetag informiert, dass eine Raumdesinfektion durch UV-Strahlung, Ozonbehandlung oder andere Technologien nicht empfohlen wird. In diesem Zusammenhang wurde vom Oberbürgermeister nochmals mitgeteilt, dass die Stadt die Haftung nur für die Geräte übernimmt, welche durch die Stadtverwaltung selbst angeschafft werden. Vom Einsatz fremder Lüftungsgeräte werde abgeraten, ordnungsgemäßer Betrieb und Haftung obliege für diesen Fall den Schulleitern. Muttach verwies in diesem Zusammenhang auf die Regelungen der Stadt Stuttgart, welche den Einsatz von in Eigeninitiative beschafften oder zur Verfügung gestellten Luftreinigungsgeräten aus betreiberrechtlichen Gründen ausdrücklich untersagt hat.

Stadt vorbereitet für Kitaöffnung

Parallel zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist die Stadt vorbereitet, den vollen Betrieb der Kindertageseinrichtungen wieder aufzunehmen, sobald die Landesregierung dies zulässt. Auch mit dem Essenslieferanten ist diesbezüglich bereits die konkrete Vorbereitung abgeschlossen. Aktuell seien 147 Kinder in den Kindertageseinrichtungen, teilte Oberbürgermeister Muttach in eine Pressemitteilung mit.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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