Vereinsarbeit unter Pandemiebedingungen
Austausch mit OB Muttach

Achern (st). Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach appelliert mit Blick auf die wachsende Zahl von Covid 19-Patienten in den Krankenhäusern an das Verantwortungsbewusstsein aller, sich und die Mitmenschen vor Infektionsgefahren zu schützen und Infektionsketten durch regelmäßiges Testen frühestmöglich zu brechen. Gleichzeitig arbeite die Stadt an Öffnungsperspektiven für das öffentliche Leben, Einzelhandel, Restaurants, aber auch die Vereinsarbeit.

Hierfür habe Muttach nach Abstimmung mit den Ortsvorstehern eine Gruppe von zehn Vereinsvertretern - in Abstimmung mit den Ortsvorstehern nach dem Zufallsprinzip einen je Stadtteil sowie den Sportausschussvorsitzenden – zum Gedankenaustausch eingeladen. Es sei deutlich geworden, dass die Vereine mit kreativen Alternativangeboten einen kleinen Ausgleich zum Lock-Down geschafft hätten: Markus Ell berichtete über die "Wooschter Fastnachtsgugg", Gaby Engster vom LBV über Training in Kleingruppen und die Vertreter von Chören und Musikvereinen über die Proben im Freien oder auch Online-Proben. Gleichzeitig sei aber bei allen Berichten deutlich geworden, dass dadurch das „wahre Vereinsleben" ebenso wenig ersetzt werden könne wie die üblichen Vereinsbeiträge zum Dorfgeschehen. Als Problem wurde gesehen, dass keine verlässlichen Planungen aufgrund des dynamischen Pandemiegeschehens möglich seien.

Schwieriger Neustart

Thematisiert wurde, dass der Re-Start schwierig werden könnte, weil sich manche an die Bequemlichkeit ohne Engagement im Verein gewöhnt hätten. Als zentrale Aufgabe hätten mehrere Vereinsvertreter formuliert, vor allem Kinder und Jugendliche wieder zum Verein zu bekommen. Neben der eigentlichen Vereinsaktivität vermissten vor allem Ältere das Gesellige um Proben und Training.

Für einen Re-Start des Vereinslebens gelte es, die Erfahrungen der Vereinsarbeit im vergangenen Jahr auszuwerten. So seien bei zwei Vereinen jeweils Corona-Positiv-Getestete noch in Proben gewesen, ohne dass es zu Infektionen gekommen sei. Dies zeige, dass die Hygienekonzepte der Vereine funktionierten. „Vereinsaktivitäten mit Mindestabstand, intensiven Hygienebedingungen und verlässlichen Tests sind möglich“ so Klaus Mutttach. Positiv sei von den Vereinsvertretern festgehalten worden, dass sowohl die Spendenbereitschaft der Bürger wie auch die Unterstützung durch die Sponsoren ungebrochen sei. Die Landesregierung müsse Rahmenbedingungen benennen, mit denen Proben und Training wieder aufgenommen werden könnten. Gern sei man in Achern bereit, auch Blaupausen zu erarbeiten, die generell für die Arbeit aller Vereine verwendet werden könnten. Das Leben in den Vereinen müsse zurückkehren, so die Gruppe der Vereinsvertreter und Oberbürgermeister Klaus Muttach unisono.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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