Guido Kühn und Thomas Straub stellen Kriminalitäts- und Unfallzahlen vor
"Es lässt sich hier gut und sicher leben"

Guido Kühn, Leiter des Polizeireviers (l.) und sein Stellvertreter Thomas Straub
  • Guido Kühn, Leiter des Polizeireviers (l.) und sein Stellvertreter Thomas Straub
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Achern/Oberkirch (jtk) „Im Vergleich mit 2016 stellt die Kriminalitätslage und Unfallbilanz 2017 keine signifikant negative Veränderung dar“, mit dieser Aussage fasst Polizeioberrat Guido Kühn, Leiter des Polizeireviers Achern/Oberkirch, die Statistik zum vergangenen Jahr zusammen. Er und sein Stellvertreter Thomas Straub, Erster Polizeihauptkommissar und Leiter der Führungsgruppe, stellten die Statistik mit den Schwerpunkten Kriminalität und Verkehrsunfälle vor.

In der von Guido Kühn erläuterten Kriminalstatistik zeigen sich folgenden Ergebnisse: Die Anzahl der Straftaten ging im Vergleich zum Vorjahr um fast 9,4 Prozent zurück. Dies bedeutete den zweitniedrigsten Wert in den vergangenen 15 Jahren, die Gewaltkriminalität erreichte ihren niedrigsten Stand seit Zusammenlegung der Polizeireviere. Die Aufklärungsquote lag bei knapp 58 Prozent. Auffällig war lediglich die gestiegene Anzahl von Straftaten in Kappelrodeck, Lautenbach und Renchen. Begründet durch die Zahl der Einwohner lagen die Zahlen der Strafdelikte in Achern und Oberkirch entsprechend höher. Im Vergleich mit den anderen Bezirken bildet Achern/Oberkirch erfreulicherweise das Schlusslicht. „Es lässt sich hier gut leben“, stellt Guido Kühn dazu fest.

Prägend bei den Delikten war die Diebstahlskriminalität, die mit 35 Prozent bei 1.219 registrierten Fällen zu Buche schlug. Ein deutlicher Rückgang um fast 22 Prozent wurde bei den 866 Vermögens- und Fälschungsdelikten festgestellt. Der Rückgang dieser Fallzahlen beruhte im Wesentlichen auf dem Abschluss eines großen Internetbetrugsprozesses in Oberkirch.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche verzeichnete einen leichten Rückgang und war auch im Acher- und Renchtal ein zentrales Sicherheitsthema. Vor allen Dingen überörtlich agierende Gruppen und Täter sorgten für die niedrige Aufklärungsquote von lediglich 15 Prozent. Mit 59 Fällen von Gewaltkriminalität gab es so wenig Delikte wie noch nie, wobei gefährliche Körperverletzungen den Hauptanteil bildeten. Auch bei Gewalt gegen die Polizei schnitt das Revier mit lediglich acht Vorfällen gut ab. Die bekannten Feste und Veranstaltungen verliefen ebenfalls relativ ruhig. Gründe dafür sieht Guido Kühn in der erhöhten Polizeipräsenz und den Ordnerschulungen für Feste. Die Bevölkerung trug dazu erheblich bei durch weniger Aggression und gute Arbeit in den Vereinen mit ihrem stimmigen Umfeld.

Die Zahl der Fahrraddiebstähle war ebenfalls rückläufig. Dabei haben Diebe weniger Pedelecs und hochwertige Räder im Blick als ältere mit wenig Sicherung.

Im gesamten Bezirk ist die Anzahl der Rauschgiftdelikte auf gleichem Niveau geblieben. Erwähnenswert sind die gesunkenen Delikte in Bad Peterstal-Griesbach, Kappelrodeck, Oberkirch, Sasbach und Seebach. Auffällig ist die erheblich gestiegene Zahl in Lauf und Renchen.
Thomas Straub wies auf eine ebenfalls positive Entwicklung der Verkehrsunfallstatistik hin. Die 1.854 Verkehrsunfälle entsprechen einer Zunahme um 3,1 Prozent. 365 verunglückte Personen waren die Bilanz der 302 Unfälle mit Personenschaden. Die 95 Schwerverletzten bedeuteten eine Zunahme von 20, die Zahl der Leichtverletzten ging um 31 auf 267 Personen zurück. Die Zahl der tödlich verlaufenen Unfälle war mit drei gleich geblieben. Eine deutliche Steigerung der Unfallzahlen war in Achern, Kappelrodeck, Sasbachwalden und Ottenhöfen zu beobachten, eine deutliche Verringerung dagegen in Bad Peterstal-Griesbach, Oberkirch und Renchen. Die häufigsten Unfälle passierten entsprechend der höheren Einwohnerzahl in Achern und Oberkirch.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern ging von 24 auf 17, die Zahl mit motorisierten Zweirädern von 90 auf 75 zurück. Die Motorradunfälle waren auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Als Unfallschwerpunkte in Achern erwiesen sich weiterhin die Kreisel "Wilder Mann", bei der Autobahnabfahrt sowie am südlichen Stadteingang und die Kreuzung Großweier/Sasbachried.

Eine erhebliche Steigerung lag bei Unfällen mit Radfahrern von 81 auf 122 und bei Schulwegunfällen von zehn auf 19 vor. Spitzenreiter waren dabei Achern (von 36 auf 65) und Sasbachwalden (von null auf sechs) mit den Schwerpunktzeiten um 7 Uhr und zwischen 14 und 16 Uhr. Bei den 19 Schulwegunfällen waren insgesamt 22 Fahrräder beteiligt, wobei das Tragen von Helmen schwere Verletzungen oft verhinderten. Die Altersgruppe zwischen zehn und 18 Jahren war am häufigsten an den Unfällen beteiligt.

Als wesentliche Handlungsschwerpunkte ihrer aktuellen und kommenden Aufgaben nannten die verantwortlichen Leiter des Polizeireviers die Schaffung eines sicheren Umfeldes in den Bereichen Wohnungseinbruch, Schulweg und sowohl für Fahrrad- als auch Motorradfahrer.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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