Beim Europäischen Wettbewerb
Gymnasium Achern besonders erfolgreich

Justus Allgeier mit seinem Werk | Foto: Gymnasium Achern
  • Justus Allgeier mit seinem Werk
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Achern (st) Der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands lädt Schüler dazu ein, sich kreativ mit aktuellen gesellschaftlichen und europäischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Schuljahr die Arbeit von Schüler Justus Allgeier aus Klassenstufe 7, der von der Bundesjury mit der Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Bild geehrt wurde.

Seine detailreiche Buntstiftzeichnung beschäftigt sich mit der Frage, wie ein gerechtes und friedliches Zusammenleben in Europa gelingen kann. Im Rahmen des Wettbewerbsthemas „Lebendige Menschenrechte in Europa“ entwarf der zwölfjährige Schüler eine Spielkarte für ein Kartendeck, auf der das dargestellte Recht symbolisch zum Trumpf wird. Auf einer Ass-Karte greift er den ersten Artikel „Freiheit, Gleichheit und Solidarität“ auf.

Unterschiedliche Bildebenen

Die Besonderheit des Werks erschließt sich erst beim Blick durch die beigefügte Rot-Blau-Brille in Form einer Friedenstaube: Je nach Farbfilter werden unterschiedliche Bildebenen sichtbar. Durch den Blaufilter erscheint eine unruhige Gruppe von Menschen, die mit Plakaten und Megafonen für ihre Rechte eintritt. Dem gegenüber steht Justitia als Sinnbild der Gerechtigkeit. Beim Blick durch den zweiten Farbfilter tritt sie mit Schwert, Waage und Augenbinde deutlich hervor und verkörpert die verwirklichte Idee von Frieden, Gleichheit und Solidarität.

Die Idee kam Justus bei einem Besuch in einer Ausstellung im Zentrum für Moderne Kunst Karlsruhe, bei der ebenfalls mit den verschiedenen Farbfiltern gearbeitet wurde. Dieses Prinzip übertrug er auf seine Zeichnung: Die Menschenmenge in kräftigen Rottönen wird durch die rote Folie nahezu unsichtbar und macht so den Wechsel zwischen den Bedeutungsebenen des Bildes erfahrbar.

Mit dieser differenzierten und künstlerisch anspruchsvollen Auseinandersetzung überzeugte Justus nicht nur die Jury: Die Zeichnung wurde in Berlin in der Klax Kinderkunstgalerie ausgestellt und der Schüler erhielt die Gelegenheit, zur Vernissage zu reisen und mit den Gästen über seine Arbeit ins Gespräch zu kommen.

„Wir gratulieren Justus herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung und freuen uns über diesen schönen Erfolg für unsere Schulgemeinschaft“, so Schulleiter Fabian Sauter-Servaes. Eine besondere Anerkennung seiner Arbeit zeigte sich schließlich darin, dass die Zeichnung im Rahmen der Ausstellung von einer Besucherin aus Paris erworben wurde.

Mit insgesamt 37 ausgezeichneten Schülern darf die Schulgemeinschaft auf zahlreiche bemerkenswerte Leistungen blicken. Neben 37 Ortspreisen wurde ein Landespreis an Vanessa Kunert und darüber hinaus sieben Bundespreise an Anna Uschmann, Justus Allgeier, Johanna Pfisterer, Leah Berger, Sofia Neumann, Mila Ganter und Shqiponja Ramadani vergeben.

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