Gedankenaustausch in Achern
Minister Guido Wolf zu Gast

Oberbürgermeister Klaus Muttach (v. l.), Karin Kindle, Leiterin Tourist-Info, Minister Guido Wolf, Amtsgerichtsdirektor Peter Rolofs, Landtagsabgeordneter Willi Stächele
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Achern (st). „Es geht in Achern absolut in die richtige Richtung“, sprach Landtagsabgeordneter Willi Stächele von einer „Vorzeigestadt“ bei einem spontanen Besuch von Minister Guido Wolf. Dieser hat der Bitte von Oberbürgermeister Klaus Muttach, Anliegen in der Stadt vortragen zu dürfen, kurzfristig entsprochen und sich im Gespräch mit Oberbürgermeister, der Leiterin der Tourist-Info, Karin Kindle, und Amtsgerichtsdirektor Peter Rolofs zwei Stunden Zeit zum intensiven Gedankenaustausch genommen. Zu Beginn präsentierte der Minister der Justiz und für Europa schmunzelnd eine „Weltneuheit“: Vom Oberbürgermeister sei er nach Achern eingeladen worden, habe der Gesprächsbitte sofort entsprochen und als Schwabe sogar etwas mitgebracht: Eine Neujahrsbrezel.

OB fordert Öffnungsperspektive

Die Leiterin der Tourist- Info Karin Kindle stellte das neue Konzept für die „Marke Achertal“ vor. Der Tourismus soll von Achern bis Seebach als gemeinsame Region wahrgenommen und gestärkt werden. In wenigen Wochen werde man das neue Konzept und auch ein neues Magazin öffentlich vorstellen, kündigte Karin Kindle an und gab dem Minister vorab einen Einblick. Achern könne als Einkaufsstadt mit schönen Restaurants zur Attraktivität der Region wesentlich beitragen. Gerade durch den Lock-Down im Zusammenhang mit der Coronakrise sei diese Struktur aber gefährdet, forderte das Stadtoberhaupt eine Öffnungsperspektive für diesen Bereich.

Einzelhandel und Gastronomie seien an der Coronakrise völlig schuldlos, hätten mit vorbildlichen Hygienekonzept ihre Betriebe in der Pandemie geführt und wurden jetzt trotzdem vielfach zur Schließung gezwungen. „Die Online-Händler grasen den Markt ab, wir müssen aufpassen, dass die aktuelle Entwicklung nicht die Zukunft der Innenstädte gefährdet“, machte sich Guido Wolf für Einzelhandel und Gastronomie stark. Ein wichtiger erster Schritt sei, dass seit dieser Woche für den Einzelhandel Abholangebote erlaubt wären. Er unterstützte die Forderung, dass, sobald dies die Infektionszahlen ermöglichen würden, Einzelhandel und Gastronomie Wiedereröffnungen mit Hygienekonzepten erlaubt werden sollten. „Für Achern mit seinem attraktiven Angebot im Einzelhandel und der Gastronomie ist diese Perspektive unverzichtbar“, unterstützte Landtagsabgeordneter Willi Stächele diese Haltung.

Minister will sich für Personalausstattung einsetzen

Mit der Zentralisierung der Stadtverwaltung in der Illenau stand das ehemalige Rathaus II plötzlich für eine andere Nutzung zur Verfügung. Das von Landtagsabgeordnetem Willi Stächele damals nach Achern gelotste, beim Amtsgericht angesiedelte neue zentrale Grundbuchamt hat die Hornisgrindestadt zum Sitz eines der drei für Südbaden zuständigen zentralen Grundbuchämter werden lassen, berichtete Oberbürgermeister Klaus Muttach. Amtsgerichtsdirektor Peter Rolofs führte aus, dass das Amtsgericht aktuell 76 Beschäftigte zähle, über 60 seien im Grundbuchamt beschäftigt. Nachdem alle bisher kommunalen Grundbuchämter in den Jahren 2012 bis 2017 in das zentrale Grundbuchamt übergeführt worden seien und diese große Herausforderung abgeschlossen war, habe es aus unterschiedlichen personellen Gründen 2019 einige personelle Ausfälle gegeben, die sich in langen Bearbeitungszeiten auswirkten. Er dankte Minister Wolf, dass zusätzlich sechs neue Rechtspfleger Ende 2019 nach Achern kamen und aus dem Zentralen Sachbearbeiter-Pool weitere Beschäftigte das Grundbuchamt in Achern unterstützten. Dadurch konnte die Zahl der offenen Anträge innerhalb eines Jahres um ein Drittel abgebaut werden. „Es geht in die absolut richtige Richtung“, so Rolofs.

Guido Wolf zeigte sich über die Situation des Grundbuchamtes in Achern bestens informiert. Das Land habe durch die Schaffung eines zweiten Studienstandortes in Ulm die Rechtspflegerausbildung ausgebaut, dies werde auch Achern zugutekommen. Er sicherte dem Amtsgerichtsdirektor zu, sich für eine weiterhin angemessene Personalausstattung des Grundbuchamts einzusetzen. Nach weiteren konkreten Anliegen mit dem Ausbau der Telearbeit auch für Servicekräfte verabschiedete sich der Justizminister sichtlich beeindruckt vom Ambiente der Illenau.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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