Am Bienenbuckel
Sorge um Kulturlandschaft und Rebflächen bei Winzern

Willi Stächele (3. v. r.)  bei seiner Besprechung mit den Winzern am Bienenbuckel in Oberachern | Foto: Wahlkreisbüro Willi Stächele
  • Willi Stächele (3. v. r.) bei seiner Besprechung mit den Winzern am Bienenbuckel in Oberachern
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Achern-Oberachern (st) „Am Bienenbuckel zeigt sich, dass sich die Gesellschaft entscheiden muss: Entweder die bisherige Kulturlandschaft bleibt erhalten oder es gibt vermehrt Brachflächen. Ohne öffentliche Unterstützung geht es nicht mehr“, so Willi Stächele bei einem Gespräch mit besorgten Winzern in den Rebanlagen des Oberacherner Bienenbuckels.

Im Nachgang zum Steillagenkolloquium vom 17. Juli traf sich Willi Stächele zu einem Gespräch mit besorgten Winzern, welche die Rebanlagen am Oberacherner Bienenbuckel bewirtschaften. Die Sorge bei den Winzern ist groß, dass in wenigen Jahren immer mehr Rebflächen aufgegeben werden, da die Bewirtschaftung aufgrund verschiedener Faktoren nicht mehr wirtschaftlich darstellbar ist. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die kommenden Winzergeneration, die nicht mehr bereit sind ohne eine auskömmliche Honorierung die Kulturlandschaft zu pflegen. Schon jetzt zeigt sich, dass bei der Verpachtung frei werdender Rebflächen keine Anfragen mehr kommen.

Angesprochen auf die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI), zu denen zum Beispiel der Cabernet Blanc, Solaris zählen, machten die Winzer deutlich, dass diese Rebsorte zwar Pflanzenschutz einspart, die Arbeit jedoch gleichbleibt. Auch die angesprochenen Vollerntemaschinen für Steillagen sind nicht überall möglich. Der Bau einer Terrassenlage ist auf der einen Seite sehr teuer und die Bewirtschaftung ist auch bei einer Terrassenlage aufwändiger als bei Flachlagen.

Man stelle vermehrt fest, dass es keine Wertschätzung mehr für die Arbeit der Winzer gebe, die diese wertvolle Kulturlandschaft erhalten. So werden zunehmend Beleidigungen auf die Trockenmauern und auf die Straße geschrieben. Diese auf die Straße geschriebenen Giftvorwürfe gegenüber den Winzern bezeichnet dann Willi Stächele auch als dümmlich-missionarischen Irrsinn.
Ein weiteres Problem der Winzer stellen die, aus ihrer Sicht unübersichtlichen Förderprogramme dar, die teilweise auch nicht bekannt sind. So wird gefordert, dass nicht nur Brachflächen gefördert werden, sondern die Förderung auch auf die Bewirtschaftung der Kulturlandschaft ausgeweitet wird.

Auch eine Förderung von Maschinen für gefahrloses Bewirtschaftung und eine neue Form der Förderung von Brachflächen und Rebflächen wird hierbei angemahnt.

Willi Stächele sagte den Winzern zu, dass ihm dieses Gespräch vor Ort sehr wichtig sei und er diesen Ortstermin mit den zuständigen Vertretern des Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg wiederholen werde. Dabei sollen dann vor Ort auch schon neue Möglichkeiten einer Förderung diskutiert werden.

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