Inka Lamprecht im Porträt
Karriere mit Klarheit, Mut und Leidenschaft

Halbe Sachen sind nicht ihre Sache: Als Jugendliche war Inka Lamprecht leidenschaftliche und ehrgeizige Turnerin. Aber auch beruflich gibt sie als Teil der Geschäftsleitung der Hodapp GmbH & Co. KG Vollgas und beweist, dass Frauen führen können. | Foto: Michael Bode
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  • Halbe Sachen sind nicht ihre Sache: Als Jugendliche war Inka Lamprecht leidenschaftliche und ehrgeizige Turnerin. Aber auch beruflich gibt sie als Teil der Geschäftsleitung der Hodapp GmbH & Co. KG Vollgas und beweist, dass Frauen führen können.
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Bühl (gro) Eigentlich stammt sie aus dem hohen Norden. "Ich wurde in Rendsburg in Schleswig-Holstein geboren", erzählt Inka Lamprecht. Die 53-Jährige lebt aber schon seit vielen Jahren in Südbaden, genauer gesagt in Bühl. "Ich hatte mich bei einer Firma in Baden-Baden nach dem Studium beworben", so Lamprecht. "Ich habe die Umgebung sofort geliebt." Seit bald fünf Jahren gehört sie zur Geschäftsleitung der Hodapp GmbH & Co. KG in Großweier und ist für den Bereich Markt und Kunde verantwortlich. "Ich liebe es, durch die Produktion zu gehen und unsere Produkte zu sehen. Die sind einfach spektakulär, wir machen keinen Standard." Doch sie muss nicht nur hinter den Produkten stehen: "Insbesondere das Menschliche muss passen, das ist mir wichtig."

Klare Schwerpunkte in ihrem Leben gesetzt

Ihr Berufsweg verlief nicht geradlinig. Als Mädchen und Jugendliche war sie begeisterte Turnerin. "Das hat meinen Werdegang beeinflusst", ist sich Inka Lamprecht sicher. Sie entschied sich für den sportlichen Erfolg und das Training und gegen eine weiterführende Schule. Deshalb machte sie eine Ausbildung als Bauzeichnerin: "Es war klar, dass meine Ausbildung nicht das Ende für mich sein wird." Denn auf die Frage ihres Ausbilders, was sie werden wolle, antwortete sie: Bauingenieurin. Dass sie kein Abitur hatte, hielt sie nicht auf. "In Deutschland hat man so viele Möglichkeiten, was das Thema Schule angeht", findet sie. Sie holte ihren Realschulabschluss nach, erwarb die Fachhochschulreife und schrieb sich für ein Studium in Eckernförde ein.
Später, als sie längst arbeitete, studierte sie berufsbegleitend strategisches Marketing in St. Gallen: "Das war damals international ein wichtiges Thema. Ich fand es toll, aber auch sehr anstrengend." Da ihr damaliger Arbeitgeber ihr die Chance bot, sich beruflich weiterzuentwickeln, blieb sie 18 Jahre dort. Doch: "Als mein Mann mich eines Abends fragte, ob ich noch einmal so lange dabei bleiben wolle, sagte ich spontan nein und war selbst überrascht", erinnert sie sich. "Es war der richtige Zeitpunkt zu gehen." Sie wechselte zur Kerntechnischen Entsorgung nach Eggenstein-Leopoldshafen. "Das war spannend, aber ich war täglich zwei Stunden auf dem Weg von und zur Arbeit", denkt die Mutter einer 16-jährigen Tochter zurück.

Aktiv gestalten und nicht nur reagieren

Über sich selbst sagt sie: "Ich bin eher eine Strategin. Ich denke voraus. Ich will agieren und nicht reagieren." Deshalb entschied sie sich zu einem weiteren beruflichen Wechsel. Nun passt für sie alles: "Das, was ich mache, muss ich mögen. Dann bin ich kreativ und habe viele Ideen."
Sportlich ist sie noch immer. Sie ist am liebsten mit ihrer Labradorhündin in der Natur unterwegs und hat Tennis für sich entdeckt. "Mein schwierigster Gegner bin ich selbst", stellt sie fest. "Ich bin ehrgeizig und will mich immer verbessern. Wenn ich auf den Platz gehe, dann will ich gewinnen."
Eine Sache liegt ihr besonders am Herzen – die Entwicklung junger Menschen. "Ich stelle immer wieder fest, dass viele nicht wissen, was sie einmal machen sollen. Den Jugendlichen stehen so viele Möglichkeiten offen, dass sie überfordert sind", erklärt Inka Lamprecht. Mit Blick auf ihren eigenen Werdegang rät sie: "Sprecht nicht nur mit euren Eltern, sondern auch mit Fremden, um andere Perspektiven zu bekommen. Folgt euren Interessen und Stärken, dann werdet ihr richtig gut sein in eurem Job."

Inka Lamprechts persönliche Tipps

Lieblingsbücher

  • "Seven Habits" von Stephen R. Covey
  • "Das Café am Rande der Welt" von John Strelecky
  • "Speed of Trust" von Stephen R. Corvey

Lieblingsgerichte

  • Steak
  • Schnittchenteller
  • Suppen
Halbe Sachen sind nicht ihre Sache: Als Jugendliche war Inka Lamprecht leidenschaftliche und ehrgeizige Turnerin. Aber auch beruflich gibt sie als Teil der Geschäftsleitung der Hodapp GmbH & Co. KG Vollgas und beweist, dass Frauen führen können. | Foto: Michael Bode
Inka Lamprecht liebt es die Produktion zu besuchen. | Foto: Michael Bode

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