B28-Umfahrung
Anlieger leiden unter dem Mehrverkehr

In Richtung Oberkirch ist die B28 zur Zeit gesperrt.
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Appenweier/Oberkirch (gro). Seit zwei Wochen wird die B28 zwischen Appenweier und Oberkirch saniert. Dazu ist die wichtige Ost-Westachse für den Verkehr halbseitig in Fahrtrichtung Oberkirch gesperrt. Wer von der B3 aus ins Renchtal fahren möchte, der muss einen Umweg in Kauf nehmen. Die Umleitungsstrecke führt über die B3 durch Appenweier in Richtung Oberkirch-Zusenhofen und wird von dort über Nußbach wieder auf die B28 geleitet.

"Das Verkehrsaufkommen von Süd nach Nord auf der B3 ist um mindestens 10.000 Fahrzeuge täglich, die normalerweise über die B28 abgewickelt werden, gestiegen", stellt der Appenweierer Bürgermeister Manuel Tabor fest. Es seien vermehrt Beschwerden wegen der Sperrung eingegangen. "Bauen im Bestand ist immer schwierig", so Tabor. Deshalb sei es wichtig, dass frühzeitig kommuniziert werde, dass es zu Betroffenheiten in Form von Stau, Lärm und Verkehrsproblemen kommen werde. "Der Verkehrsstrom ist zu den üblichen Zeiten der Pendler, also früh am Morgen und nach Feierabend, am stärksten", erklärt Tabor. Da die Zuständigkeit für die Baustelle allein beim Regierungspräsidium Freiburg liege, könne die Kommune nur wenig selbst entscheiden. "Mittlerweile konnten wir zur Optimierung der Situation aber erreichen, dass die Höchstgeschwindigkeit in der Oberkircher Straße und dem Eckweg auf 30 Stundenkilometer beschränkt wurde", macht Tabor deutlich.

Ähnlich sieht es in Oberkirch aus. "Der Grad der Beeinträchtigung hängt stark von der Tageszeit ab", so Pressesprecher Ulrich Reich. "Während Zeiten des Berufsverkehrs gibt es immer wieder Stauungen an der Abzweigung B28/B3 in Richtung Oberkirch, an der Abzweigung Lindenplatz und in Richtung Nußbach, aber auch in Nußbach selbst." Das sei in der Regel zwischen 6 und 8.30 Uhr, aber ebenfalls in den Abendstunden nach 16.30 Uhr der Fall. Auch ein- und ausfahrender Verkehr bei Gewerbebetrieben entlang der Strecke könne zu Staus führen: "Zu Beginn der Sanierung kam es zu deutlich mehr Behinderungen, jetzt ist den Verkehrsteilnehmern die Umleitungsstrecke bekannt. Die Gewerbebetriebe haben ihre Belieferung angepasst und auf andere, verkehrsärmere Zeiten verlegt." Von Gewerbetreibenden, die aufgrund des angeordneten Halteverbots nur noch schlecht anfahrbar seien, lägen Beschwerden vor.

"Wir sind mit dem Verkehrsfluss auf der Umleitungsstrecke bisher sehr zufrieden, trotz aller Behinderungen, die gerade Berufspendler gegebenenfalls jeden Tag über sich ergehen lassen müssen", so Ulrich Reich. Dies sei aber bei einer solchen umfangreichen Umleitung nicht auszuschließen. Eine Einschätzung, die Gerd Jund, Polizeihauptkommissar, Sachbereich Verkehr beim Führungs- und Einsatzstab des Polizeipräsidiums Offenburg, teilt: "Der Verkehrsfluss ist besser als erwartet. Die getroffenen Maßnahmen des Regierungspräsidiums Freiburg in Abstimmung mit der Polizei und anderen Behörden führen zu einem kontinuierlichen Verkehrsablauf. Verkehrsstockungen zu den Hauptverkehrszeiten sind bei einer Straßenbaumaßnahme in dieser Größenordnung nicht vermeidbar."

In beiden Kommunen weicht der örtliche Verkehr auf Nebenstrecken aus. Während Appenweier durch die Sperrung der Kreisstraße Appenweier-Nesselried und Durbach-Ebersweier sowie die Sperrung der B3 in Renchen nur wenig überregionalen Verkehr auf den Nebenstrecken hat, wurde in Oberkirch der Schwerverkehr aus Richtung Offenburg auch schon in Bottenau gesichtet. "Die Straßen dort sind für ein solches Verkehrsaufkommen nicht ausgebaut", stellt Ulrich Reich fest. Ortskundige würden ebenfalls die asphaltierten Wirtschaftswege befahren, um abzukürzen. "Dies ist ohne entsprechende Berechtigung verboten und wird entsprechend geahndet", warnt Ulrich Reich.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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