Mit Blumenkübel-Bepflanzung
Jugendliche gestalten Ettenheims Innenstadt

Momo Epperlein (Mitte), ihre Schwester Josephine (l.) sowie ihrer Freundin Milana Ring bepflanzen den städtischen Blumenkübel.  | Foto: Bauhof Ettenheim
  • Momo Epperlein (Mitte), ihre Schwester Josephine (l.) sowie ihrer Freundin Milana Ring bepflanzen den städtischen Blumenkübel.
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  • hochgeladen von Matthias Kerber

Ettenheim (st) Im vergangenen Jahr hatten Jugendliche der Ettenheimer Schulen im Gemeinderat ihre Ideen und Wünsche vorgestellt. Sie zeigten auf, wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sehen und wie sie sich die Zukunft ihrer Stadt vorstellen. Momo Epperlein von der Montessori-Schule Ettenheimweiler widmete sich in ihrer Präsentation vor dem Gemeinderat mit dem Thema Pflanzenvielfalt und Insektenschutz.

Artenvielfalt fördern

Die 13-Jährige regte an, die Bepflanzung der Blumenkübel in der Innenstadt stärker an die naturnahe Gestaltung anzupassen, die bereits an vielen Stellen in Ettenheim zu finden ist. Ihr Wunsch war es, die Artenvielfalt durch mehr Wildpflanzen und heimische Blühpflanzen zu fördern. In ihrer Präsentation erläuterte sie, dass in vielen öffentlichen Pflanzungen häufig Zierpflanzen wie Geranien oder Oleander verwendet werden. Diese seien für Wildbienen jedoch wenig wertvoll oder teilweise sogar problematisch. Vergangene Woche wurde die Idee der Schülerin gemeinsam in die Tat umgesetzt. Momo Epperlein traf sich mit ihrer elfjährigen Schwester Josephine sowie ihrer Freundin Milana Ring auf dem städtischen Bauhof. Gemeinsam mit Bauhofleiter Markus Ohnemus bepflanzten sie die Blumenkübel neu und wählten dabei Arten aus, die einen höheren ökologischen Nutzen für Wildbienen und andere Insekten bieten. Die Auswahl der Pflanzen wurde zudem mit Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt abgestimmt, damit sich die neue Bepflanzung harmonisch in das bestehende Konzept der naturnahen Gestaltung im Stadtgebiet einfügt.

Bauhofleiter Markus Ohnemus zeigte sich während der Aktion von Momos botanischem Wissen beeindruckt. Die Schülerin widmet sich in ihrer Freizeit intensiv der Botanik und verfügt über außergewöhnliche Fachkenntnisse. So hat sie das „Feldbotanik: BANU-Zertifikat Bronze“ erworben. Für diese Auszeichnung werden Kenntnisse von 200 Pflanzenarten und deren Familienzugehörigkeit an der Universität Freiburg geprüft. Der Bundesweite Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU) ist ein Zusammenschluss von staatlichen Akademien und Bildungseinrichtungen der Länder und des Bundes, die im Bereich Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung tätig sind.

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