SPD-Generalsekretär Sascha Binder in Gengenbach
Gespräche mit der heimischen Wirtschaft

Bürgermeister Thorsten Erny (v. l.), Landtagsabgeordneter Sascha Binder, SPD-Landtagsabgeordneter und Generalsekretär Baden-Württemberg und Andrea Ahlemeyer-Stubbe, SPD Gengenbach
  • Bürgermeister Thorsten Erny (v. l.), Landtagsabgeordneter Sascha Binder, SPD-Landtagsabgeordneter und Generalsekretär Baden-Württemberg und Andrea Ahlemeyer-Stubbe, SPD Gengenbach
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Gengenbach (st). Die städtische und touristische Entwicklung sowie das allgemein gestiegene Umweltbewusstsein erfordern in der Reichstadt mehr Elektrotankstellen und besondere Regelungen, zum Beispiel hinsichtlich der Parkmöglichkeiten von E-Fahrzeugen. Die Investitionen stärken die regionale Wirtschaft. Diese Auffassung vertritt auch Sascha Binder, SPD-Landtagsabgeordnete und SPD-Generalsekretär für Baden-Württemberg, teilt der SPD-Ortsverein Gengenbach mit.

Die Themenliste, die der SPD-Politiker am Montag, 10. August, auf seiner Sommertour in Gengenbach hörte, ist lang. Nach seinem Besuch im Rathaus sprach er, zusammen mit Andrea Ahlemeyer-Stubbe, Vorsitzende der SPD Ortsgruppe, dem Vorstand des Handwerker und Gewerbevereins und weiteren Vertretern der heimischen Wirtschaft über konjunkturelle und wirtschaftliche Trends im Vorderen Kinzigtal, über mögliche Entwicklungen und Chancen der Einflussnahme. Dabei wurden eventuelle Corona-Szenarien nicht außer Acht gelassen.

Detailliert ging der Expertenkreis, der gemäß Ahlemeyer-Stubbe coronabedingt leider kleingehalten werden musste, auf die Probleme der Autoindustrie, deren Neuausrichtung hinsichtlich Elektroauto, Veränderungen der Arbeitsplätze, einschließlich mögliche Entlassungen, und die Auswirkungen auf die Region ein. Binder ist überzeugt, dass Städte wie Gengenbach hier einen Turnaround schaffen können und müssen. Angesichts der zunehmenden E-Mobilität gelte es die Infrastruktur und das Stromnetz so auszulegen, dass viele elektrobetriebene Autos gleichzeitig geladen werden können. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Ladestationen das historische Stadtbild nicht beeinträchtigen.

Darüber hinaus wurde über die Attraktivität der Gengenbacher Innenstadt für Einzelhändler gesprochen. Deren Spielraum beschränkten kleinteilige Ladenflächen, Denkmalschutzauflagen, hohe Mieten und inzwischen auch Corona-Bestimmungen. Nicht selten mit dem Ergebnis, dass Geschäfte geschlossen werden müssten. Denn die Einzelhändler verfügten nicht über die Querfinanzierungsmöglichkeit großer Ketten. Alle Gesprächspartner waren sich einig, Ladenschließungen müssen verhindert werden, denn sie beeinträchtigen die Attraktivität der Innenstadt wesentlich.

Gemäß SPD-Politiker Binder könnten Städte hier an zwei Stellschrauben drehen. Immobilen im städtischen Besitz so zu vermieten, dass Belange des Einkaufserlebnisses und des Stadtbilds und nicht Renditeaussichten das Maß der Dinge sind. Die Infrastruktur so zu verbessern, dass mehr Kunden in die Stadt kommen, dabei ist heute auch der Fahrradverkehr und ÖPNV ein wichtiger Baustein. Bezogen auf die Infrastruktur schloss Binder den Kreis wieder, indem er wiederholt mehr Investitionen für Ladestationen für E-Autos und E-Bikes ansprach.

Das Gespräch hätten Christoph Jauch, Hotel Sonne, Jörg Kaminsiki, Bäckerei Konditorei Cafe Honig, und Hans Helmut Hügel, Vorsitzender Handwerker und Gewerbeverein, als sehr konstruktiv bewertet und die die Sicht und Ideen des Landespolitikers von außen auf Gengenbach begrüßt. Man merke, dass Binder in Baden-Württemberg viel herumkomme und das ihm als Gemeinde- und Kreisrat die Probleme von kleinen und mittelgroßen Städten ihm nicht fremd sind.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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