BHKW für das Rathaus Gengenbach
Heizungsanlage wurde optimiert

Bürgermeister Thorsten Erny (links) und der Leiter der Technischen Dienste Gas, Wasser, Wärme der Stadtwerke, Meinrad Huber, im modernisierten Heizungskeller
  • Bürgermeister Thorsten Erny (links) und der Leiter der Technischen Dienste Gas, Wasser, Wärme der Stadtwerke, Meinrad Huber, im modernisierten Heizungskeller
  • Foto: Stadt Gengenbach
  • hochgeladen von Christina Großheim

Gengenbach (st). Die Stadtwerke Gengenbach nehmen das zehnte Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb. Im Gengenbacher Rathaus haben die Stadtwerke ein modernes Gas-BHKW als Dienstleister aufgebaut und werden dieses auch betreiben. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten in der Innenstadt fiel die Entscheidung zur bestmöglichen Ausnutzung der Gegebenheiten auf die Installation eines BHKW mit hohem Wirkungsgrad.

Die Projektierung übernahmen die Stadtwerke, die technische Herausforderung der Gebäudesanierung wurde mit großer Unterstützung des Baubetriebshofes und in Abstimmung mit dem Hochbauamt umgesetzt. Die Wände und Decke des alten Gewölbekellers mussten gereinigt und mit einer atmungsaktiven Farbe gestrichen werden. Die Technischen Dienste Strom mussten die komplette Elektro- und Steuerungstechnik austauschen.

Ersatz der alten Heizungsverteilung

Die alte Heizungsverteilung aus dem Jahr 1964 und die beiden Heizkessel aus dem Jahr 1991 wurden durch einen Spitzenlastkessel mit 300 kW und ein BHKW mit 50 kW elektrischer Leistung ersetzt.

Zur Gewährleistung der wirtschaftlichen Laufzeit des BHKWs wurde ein fünf Kubikmeter großer Pufferspeicher in den Heizraum eingebaut. Das war eine logistische Herausforderung, denn der Zugang zum Heizraum erfolgt über eine kleine Tür mit den Maßen 1,85 mal 0,85 Meter. Da die Fassade des Rathaushintergebäudes unter Denkmalschutz steht, war eine bauliche Veränderung des Zugangs nicht möglich. Der Pufferspeicher wurde in 14 Einzelteilen über die Treppe in den Keller gebracht und vor Ort wieder zusammengeschweißt. Auch das BHKW mit 3,3 Tonnen wurde zerlegt angeliefert und auch aufwändig im Heizungsraum zusammengebaut.

Durch die Komplettsanierung des Gewölbekellers mit neuem BHKW und Spitzenlastkessel ist nun die Wärmezufuhr für das Rathaus inklusive Hintergebäude und die Hochschule in den Räumen der ehemaligen Vorbeck-Schule auf dem neuesten Stand.
 

Erzeugung von Strom und Wärme

Pro Jahr werden voraussichtlich 200.000 kWh Strom und 400.000 kWh Wärme produziert. Die CO2-Einsparung liegt bei etwa 43 Tonnen pro Jahr. Dieser vergleichsweise hohe Wert ergibt sich aus der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme sowie der neuen und effizienteren Heizungsumwälzpumpen.

Das Projekt erhält im Zuge der Rathaussanierung eine Förderung aus dem Sanierungsprogramm Klosterstraße/Stadtmitte in Höhe von rund 51 Prozent.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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