Wie geht es weiter mit der Pflege?
Impulsreferat von Peter Weiß in Gengenbach

In der Pflege Tätige schildern die Sorgen, aber auch die schönen Momente des Berufs.
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  • In der Pflege Tätige schildern die Sorgen, aber auch die schönen Momente des Berufs.
  • Foto: CDU Gengenbach
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Gengenbach (ps). Woher soll das Personal kommen? Wie ist es um die Vergütung bestellt? Wie sollen wir mit der Bürokratie umgehen? – mit diesen und vielen weiteren Fragen setzte sich die CDU Gengenbach zusammen mit Peter Weiß, MdB, Bürgermeister Thorsten Erny, vielen Praktikern und zahlreichen Betroffenen unter dem Motto „Pflege geht jeden an“ im Exerzitiensaal des Klosters Gengenbachs auseinander.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den CDU Vorsitzenden Michael Schüle, in der er die Bedeutung der Pflege für die immer älter werdenden Gesellschaft und insbesondere in Gengenbach hervorhob, übernahm Thorsten Erny die Einführung in die Gengenbacher Pflegestruktur.

Ist-Situation in Genbach

Dabei hob er hervor, dass bei aktuell 540 Pflegeplätzen und 610 Mitarbeiter die Pflege in Gengenbach sich zum Hauptarbeitgeber entwickelt habe. In Gengenbach habe man das große Glück, dass es eine Kombination von vielerlei Angeboten gäbe: zum einen auf der Seite der Anbieter mit kommunalen, privaten und kirchlichen Trägern, zum anderen auf der Seite des Angebots, welches von der ambulanten Versorgung über die Tagespflege beziehungsweise Betreuung bis hin zur vollstationären, intensivmedizinischen Heilbehandlung reiche. Gleichzeitig stehe die Pflege vor großen Herausforderungen: So werde die Anzahl der Pflegebedürftigen immer weiter steigen, gleichzeitig gibt es schon heute enorme Probleme entsprechende Fachkräfte zu finden, so Erny

Im folgenden Impulsreferat ging Peter Weiß, MdB, zunächst auf die „Konstatierte Aktion Pflege“ ein, die zu einer Stärkung der Pflege geführt habe. Doch natürlich reiche dies nicht aus. Vielmehr müsse mit Blick auf das Berufsbild der Beruf insgesamt attraktiver werden. Doch müsse es auch Menschen geben, die den Beruf ausüben möchten. Unabdingbar sei hier die Zuwanderung, da nur so das hohe deutsche Niveau gehalten werden könne.

In Bezug auf das Angebot betonte Weiß, dass dies flexibler werden müsse. Die derzeitigen Modelle der Tages-, Kurzzeit- und der stationären Pflege sowie die Wohngemeinschaften müssten besser kombinierbar werden, um ein individuelles Angebot für jeden Pflegebedürftigen zur Verfügung stellen zu können.

Pflege in der Diskussion
In der folgenden Diskussion wurde von Teilnehmern die Zusammenlegung der bisher getrennten Ausbildungen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege kritisiert. Weiß rechtfertigte dies mit einer deutlich gestiegenen Attraktivität der Ausbildung. Für die Absolventen werde auch die Flexibilität erhöht. Außerdem könne durch eine einheitliche Ausbildung die aktuelle Lohndifferenz zwischen Alten- und Krankenpflege ausgeräumt werden.

Von Vertretern der Pflegedienste wurde eine überbordende Bürokratie kritisiert. Zwar sei in der Vergangenheit schon einiges an der Entbürokratisierung gearbeitet worden, doch sei dies nicht genug. Weiß bekräftigte, dass auch dies einer der Schwerpunkte der „Konstatierten Aktion Pflege“ sei und aktuell eine Reduktion der formalen Anforderungen geprüft werde. In Bezug auf den Zuzug von Fachkräften versprach Weiß sich dafür einzusetzen, dass Visa von Nicht-EU Bürgern schneller erteilt werden. Die derzeitige Jahresfrist sei viel zulange. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass EU-Ausländer jederzeit zum Arbeiten nach Deutschland kommen könnten.

„Ich danke allen Menschen, die in der Pflege arbeiten. Sie sind eine elementare Stütze unserer Gesellschaft“, schloss Weiß zusammen mit dem CDU Vorsitzenden Michael Schüle die Veranstaltung.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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