Neue Integrierte Leitstelle
Richtfest für neuen Sicherheits-Knotenpunkt
- Der Rohbau der neuen Integrierten Leitstelle in Gengenbach ist weitestgehend abgeschlossen.
- Foto: mak
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Gengenbach Am vergangenen Donnerstag wurde ein weiteres Etappenziel erreicht. Die neue Integrierte Leitstelle (ILS) auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums in Gengenbach feierte Richtfest. "Jeder Kran ist ein Zeichen des Aufschwungs und des Optimismus", sagte Landrat Thorsten Erny in seinem Grußwort. Rund ein Jahrzehnt habe man darum gerungen und nun sei man der Aufgabe gerecht geworden. "Das Richtfest ist der ideale Zeitpunkt, um innezuhalten und auf das zu schauen, was bisher geschafft wurde", so Erny. Der Spatenstich für die Integrierte Leitstelle erfolgte vor rund eineinhalb Jahren. Das Projekt zeige, dass die Verwaltung in Deutschland und der Ortenau funktioniere.
Die Integrierte Leitstelle sei ein zentraler Baustein und entscheidende Schaltzentrale in der Daseinsvorsorge in der Ortenau. „Die Sicherheit der Menschen gehört zu unseren elementaren Aufgaben. Wer in einer Notlage die 112 wählt, muss sich darauf verlassen können, dass Hilfe schnell, verlässlich und gut koordiniert ankommt“, sagte Erny. Und dafür brauche es die richtige Infrastruktur. Denn das Einsatzaufkommen nehme stetig zu. Rund 200.000 Anrufe gingen heute schon in der ILS ein.
Kapazitätsgrenze
Der bisherige Standort in Offenburg komme angesichts steigender Einsatzzahlen und wachsender technischer Anforderungen räumlich und technisch an seine Kapazitätsgrenzen, so Erny weiter. In der neuen Integrierten Leitstelle werden künftig rund um die Uhr Anrufe entgegengenommen und die Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen koordiniert.
Am neuen Standort in Gengenbach werden die ILS und das bisher räumlich getrennte Amt für Brand- und Katastrophenschutz des Ortenaukreises dann unter einem Dach arbeiten. Auch für den Führungsstab des Ortenaukreises entstehen dauerhaft ausgestattete Arbeitsplätze. Bei größeren Schadenslagen, Krisen oder Katastrophen können damit die beteiligten Stellen unmittelbar zusammenarbeiten und Entscheidungen schneller abgestimmt werden. "Mit der neuen Integrierten Leistelle entsteht ein Knotenpunkt für die Sicherheit im Ortenaukreis. Wir haben einen Meilenstein erreicht", betonte der Landrat.
In den kommenden Monaten folgen Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern sowie der Innen- und Technikausbau. Bis Ende 2027 soll das Gebäude so weit fertiggestellt sein, dass das Amt für Brand- und Katastrophenschutz einziehen kann. Anschließend wird die eigentliche Leitstellentechnik eingebaut und in einem umfangreichen Probebetrieb getestet. Nach aktuellem Zeitplan soll die neue Leitstelle Ende Juli 2028 ihren Betrieb aufnehmen.
Den traditionellen Richtspruch sprachen der Auszubildende Simon Rosenberger und Thomas Wahl vom für den Rohbau verantwortlichen Bau-Unternehmen Moser.








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