Bürgermeister Philipp Saar
Das steht an in Haslach

Haslachs Bürgermeister Philipp Saar

Haslach (ag). "Die Umfahrung ist sicher das dickste Brett", so Philipp Saar gleich zu Beginn auf die Frage: "Was steht an, Herr Bürgermeister?" Aber natürlich gibt es weitere Projekte in Haslach, wie das Stadtoberhaupt beim Besuch des Stadtanzeigers im Rathaus erklärt.

Umfahrung

"Die Ist-Situation kann keinesfalls so bleiben", stellt Philipp Saar in Sachen Umfahrung klar. "Es geht mir vor allem um die Stauzeiten. Rechnen Sie mal betriebswirtschaftlich aus, was das ein Unternehmen kostet." Wer glaube, die Umfahrung sei nur ein Thema, das die Stadt und ihre Einwohner betrifft, der verkenne den Ernst der Situation. Philipp Saar ist deshalb froh, dass die Rahmenbedingungen mit dem RP abgestimmt sind und stehen. Die finalen Unterlagen werden nun Anfang des neuen Jahres dem Gemeinderat vorgestellt. Ganz grob skizziert soll die Umfahrung parallel zur Schwarzwaldstraße an der Kinzig entlang zum Gewerbekanal mit avisierter Unterführung in Richtung Hausach verlaufen. Dabei macht der Bürgermeister deutlich: "Ein Tunnel ist wirtschaftlich nicht abbildbar. Das wird niemand bezahlen." Als nächster Schritt nach der Vorstellung müsse sich der Gemeinderat positionieren: "Es wird keine Umfahrung gegen den Gemeinderat geben." Saar hofft aber, dass die Entscheidung zugunsten der Straße fallen wird. Bis wann dann darauf das erste Auto fahren könnte, darauf will sich der Rathauschef nicht festlegen. "Im besten Fall zwölf Jahre, das hängt aber auch von möglichen Einsprüchen ab."

Heinrich-Hansjakob-Bildungszentrum

Ein anderes Thema ist die digitale Transformation. Gerade bei den Schulen wurde hier schon einiges auf den Weg gebracht. Das geht im städtischen Haushalt laut Saar ins Geld. Im Rahmen des Digitalpakts gibt es aber auch Bundesmittel. Nun wird mit dem Heinrich-Hansjakob-Bildungszentrum ein Medienentwicklungsplan ausgearbeitet. Ein solcher wurde gerade für die Verwaltung fertiggestellt. Geplant ist ein digitales Ratsinfosystem und die Gemeinderäte werden mit Tablets arbeiten, um nur zwei Bereiche zu nennen. Was den Bürgerservice anbelangt, hapert es noch etwas an den Möglichkeiten des Rechenzentrums, die Stadt ist laut Saar aber dran.

Sanierung Abwasserkanäle

Was Haslach die nächsten 20 bis 30 Jahre beschäftigen wird, sind die Abwasserkanäle. Hier gibt es einen Sanierungsstau. "Wir wussten, dass der Tag kommen wird und der ist jetzt", so der Bürgermeister. Er macht keinen Hehl daraus, dass Tiefbau teuer und mit Behinderungen verbunden ist. Um ein sinnvolles Vorgehen zu gewährleisten, wird derzeit analysiert, was in Sachen Wasser, Glasfaser, Elektrik und Straßenbau ansteht. "Nächstes Jahr sind die Untersuchungen abgeschlossen und es wird eine Handlungskarte erstellt", erklärt Saar. Aber schon jetzt ist klar, dass es spätestens im Herbst zwischen Schwimmbad und Sportstätte losgehen wird. Denn Haslach soll auch ein neues Stadion bekommen.

Neues Stadion

"Damit geht ein Wunsch der sporttreibenden Vereine in Erfüllung", sagt Saar. Vorab hatten sich alle Beteiligten am runden Tisch ausgetauscht. Das Ergebnis liegt weitgehend vor und wird Anfang kommenden Jahres dem Gemeinderat vorgestellt. Spätestens Ende 2021 soll das Stadion fertig sein. Möglichst bald gebaut werden soll auch im Neubaugebiet Brühl III. Der Aufstellungsbeschluss steht, jetzt geht es um den Grunderwerb und an die Planung. Neben kleineren Projekten soll außerdem mit Kooperationspartnern ein Mehrgenerationenweg realisiert werden. "Dabei handelt es sich um einen inklusiven Erlebnis- und Bewegungsparcour für jedes Alter", so Saar.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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