Catherine Trautmann besucht Wolfram Britz
Einstieg in die Sacharbeit
- Oberbürgermeister Wolfram Britz (v. l.) begrüßte die Catherine Trautmann, die im März zur Oberbürgermeisterin in Straßburg gewählt wurde, und ihren Beigeordneten für internationale und grenzüberschreitende Beziehungen Hervé Moritz.
- Foto: Stadt Kehl
- hochgeladen von Christina Großheim
Kehl (st) Die vor drei Wochen neu gewählte Straßburger Oberbürgermeisterin und – in Personalunion – Präsidentin der Eurométropole de Strasbourg, Catherine Trautmann, war am späteren Freitagnachmittag, 24. April, zum Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Wolfram Britz im Kehler Rathaus zu Gast. Begleitet wurde sie von ihrem Beigeordneten für internationale und grenzüberschreitende Beziehungen, Hervé Moritz, so die Stadt Kehl in einer Pressemitteilung. „Ich freue mich sehr über diesen Besuch“, sagte der OB, „gerade in diesen Zeiten ist die Partnerschaft mit Straßburg besonders wichtig“. Catherine Trautmann bedankte sich bei Wolfram Britz, dass er ihr am Wahlabend nach der Podiumsdiskussion beim Fernsehsender France 3 persönlich zum Wahlsieg gratuliert hatte.
Zusammenarbeit fortsetzen
Das zweistündige Treffen diente jedoch nicht nur einem ersten Kennenlernen, die beiden Stadtoberhäupter tauschten sich direkt über Themen der rheinübergreifenden Zusammenarbeit aus. Angesprochen wurde dabei das Projekt zur grenzüberschreitenden Nutzung der im Produktionsprozess der Badischen Stahlwerke zwangsläufig entstehenden Abwärme ebenso wie die gemeinsame Partnerschaft Straßburgs und Kehls mit der ukrainischen Stadt Charkiw. Gemeinsam mit gemeinnützigen Organisationen möchten die beiden Städte erneut 40 Jugendlichen aus der stark umkämpften Region eine zweiwöchige Auszeit vom Krieg bieten und womöglich auch weitere Hilfe leisten.
Darüber hinaus ging es um die Mitgliedschaft der Kehler Mediathek im Straßburger Carte Pass’relle-Netzwerk, das es Einwohnern ermöglicht, sich mit dieser Karte Medien auf der jeweils anderen Rheinseite auszuleihen. Sowohl Wolfram Britz als auch Catherine Trautmann betonten die Bedeutung der grenzüberschreitenden Einrichtungen in Kehl, die Einwohner bei Problemen im rheinübergreifenden Alltag unterstützten. Auch die anhaltenden Grenzkontrollen zwischen Straßburg und Kehl, die von beiden Stadtoberhäuptern als störend für das Zusammenleben empfunden werden, waren Thema dieses ersten Austauschs. „Die Verbindung zwischen Straßburg und Kehl ist eine lebendige, konkrete Verbindung, die über die Landesgrenzen hinausgeht. In einer Zeit, in der sich diese Grenzen manchmal schließen, haben wir die Verantwortung, diese Zusammenarbeit im Dienst unserer Einwohner aufrechtzuerhalten und zu stärken. Gemeinsam setzen wir uns auch für Solidarität über unser Territorium hinaus ein“, betonte Catherine Trautmann.





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