Katrin Merkel besucht Hafen Kehl
Niedrigwasser am Rhein im Fokus
- Alex Bertschinger, technischer Leiter Hafen Kehl (v. l.), Dr. Katrin Merkel MdL, Staatssekretär Raimund Haser MdL, Volker Molz, Hafendirektor, Kirsa Küllenberg, Referatsleiterin im Verkehrsministerium
- Foto: Hafen Kehl/ Markus Dietze
- hochgeladen von Christina Großheim
Kehl (st) Die Auswirkungen des Niedrigwassers am Rhein und die Bedeutung einer leistungsfähigen Wasserstraßeninfrastruktur für die regionale Wirtschaft standen im Mittelpunkt eines Vor-Ort-Termins von Dr. Katrin Merkel, CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Kehl, und Verkehrsstaatssekretär Raimund Haser MdL im Hafen Kehl. Hafendirektor Volker Molz informierte über die Herausforderungen für die Binnenschifffahrt und die Bedeutung des Hafens für den Wirtschaftsstandort.
„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige und verlässliche Rheinschifffahrt für unsere Industrie ist. Wir brauchen einen konkreten Fahrplan für die weitere Umsetzung der geplanten Fahrrinnenvertiefung des Mittelrheins. Das Vorhaben wird seit vielen Jahren diskutiert. Unabhängig von der aktuellen Wasserstandsentwicklung dürfen wir das Thema jetzt nicht wieder aus dem Blick verlieren und notwendige Entscheidungen aufschieben. Jeder zusätzliche Zentimeter Fahrrinnentiefe verbessert die Transportmöglichkeiten und stärkt die Versorgungssicherheit unserer Industrie,“ betont Merkel.
Zentrale Bedeutung
Auch Staatssekretär Haser unterstrich die Bedeutung einer leistungsfähigen Wasserstraßeninfrastruktur: „Das Niedrigwasser hat gezeigt, welche zentrale Bedeutung der Rhein, Neckar und die Häfen für unsere Wirtschaft und die Versorgungssicherheit haben. Wir müssen deshalb jetzt die richtigen Voraussetzungen schaffen, um das System widerstandsfähiger zu machen. Das ist keine Aufgabe, die an Landesgrenzen endet. Gerade bei den Wasserstraßen und den Häfen ist deshalb auch der Bund gefordert.“
Positiv bewertet Merkel, dass die Verkehrsminister der vier deutschen Rhein-Anrainerländer in einem gemeinsamen Positionspapier mehr Unterstützung des Bundes für die Wasserstraßeninfrastruktur einfordern. „Das ist ein wichtiges Signal. Der Rhein ist eine zentrale Verkehrs- und Wirtschaftsachse. Seine Leistungsfähigkeit zu sichern, ist deshalb auch eine nationale Verantwortung.“
„Wenn das Wasser wieder steigt, darf auch der politische Handlungsdruck nicht sinken. Wir müssen die Zeit jetzt nutzen, um die notwendigen Maßnahmen voranzubringen“, so Merkel abschließend.





Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.