UNESCO Welttag des Buches
Lesen - eine wahre Superkraft

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, ein weltweiter Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Zum 25. Mal wird dieser Tag auch in Deutschland gefeiert. Vorausgehend startete bereits am 3. März der nationale Lesepakt mit einem bundesweiten Lesegipfel.
Rund um diesen Welttag wird das Welttagsbuch „Ich schenke dir eine Geschichte“ an ca 1 Million Schülerinnen und Schüler verschenkt. In diesem Jahr ist es ein Comicroman „Biber undercover“. Mit diesem Geschenk geht es vor allem darum, Kinder für das Lesen zu begeistern. Lesen und das Gelesene verstehen bildet die Basis für das Lernen in allen Fächern. Doch die Schulschließungen und der Wechselunterricht werfen viele Schüler*innen immer weiter zurück.
Viele Erstklässler lernen gerade überhaupt nicht Lesen, weil das tägliche, angeleitete Training in der Schule fehlt. Viertklässler müssen vor dem Wechsel an die weiterführenden Schulen gut lesen können, denn dort ist es Voraussetzung. Wer nicht richtig lesen kann, kommt im Unterricht nicht mit.“ erläutert Margret Schaaf, 1. Vorsitzende des MENTOR –Die Leselernhelfer Bundesverbands e.V.
Wie drastisch die Situation ist, haben die Lesementor*innen bundesweit erlebt, als sie nach den Sommerferien 2020 ihre Leseförderung in den Grundschulen bis zum Lockdown im Herbst wieder aufnehmen konnten. Viele der Kinder sind nicht nur auf dem alten Niveau stehen geblieben, sondern hatten richtige Rückschritte gemacht.
Die ehrenamtlichen Lesementoren von MENTOR Leselernhelfer Kehl/Hanauerland e.V. bieten ihre 1:1 Zusatzförderung in den Grundschulen von Kehl/Willstätt und Rheinau an. D.h. 1 Kind und 1 Lesementor treffen sich über einen längeren Zeitraum 1x pro Woche in der Schule des Kindes zur Leselernförderung. Aber in Zeiten von Corona war es nicht möglich. Somit nutzen einige jetzt auch das gemeinsame, digitale Lesen per Videoschalte, um die Kinder und Jugendlichen zu erreichen.
MENTOR Kehl/Hanauerland hat in diesem Zusammenhang seine Lesementor*innen befragt nach ihren Lieblingsbüchern, damals als Grundschulkind und was lesen sie heute. Lesen sie lieber ein Papierbuch oder in digitaler Form.
Einhellig wurden die alten Klassiker von Struwwelpeter über Pipi Langstrumpf, die 5 Freunde Bücher, Hanni und Nanni bis hin zu Micky Maus Comis genannt. Später dann Karl May, Huckleberry Finn, Lederstrumpf, Erich Kästner oder alle "Mädchenbücher" die es gab. Heute sind es überwiegend aktuelle Bucherscheinungen von Michelle Obama, Delia Owens, Minka Pradelski, Pascal Mercier oder Elke Heidenreich. Ob ein Papierbuch oder in digitaler Form gelesen wird, da kam überwiedgend das Votum für Papier, man kann besser blättern, der Geruch, das Anfassen. Obwohl das digitale Lesen manchmal praktischer sei, z.B. im Urlaub oder zur Fernausleihe im Moment, da die Bibliotheken geschlossen sind. Ohne Lesen wäre die Corona Zeit noch unerträglicher!
Bildquelle: www.welttag-des-buches.de

Autor:

Gudrun Stapenhorst aus Kehl

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