Kriminalstatistik für das Polizeirevier Kehl
Mehr Körperverletzungen, weniger Raubdelikte

Revierleiter Felix Neulinger
  • Revierleiter Felix Neulinger
  • Foto: Polizeipräsidium Offenburg
  • hochgeladen von Daniela Santo

Kehl (ds). Die Kriminalstatistik 2019 für den Bereich des Polizeireviers Kehl liegt vor. Revierleiter Felix Neulinger erläutert im Gespräch die Zahlen.

Wie lässt sich die Sicherheitslage im Bereich des Polizeireviers Kehl beschreiben?
Wir sind geprägt von der Grenznähe zu Frankreich. Mit über 15.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner verzeichnen wir eine der höchsten Häufigkeitsziffern im Ortenaukreis. Wenn wir aber auf Rohheits- und Gewaltdelikte runterzoomen, unterscheidet sich Kehl nicht von anderen Städten vergleichbarer Größe. Das subjektive Sicherheitsbefinden der Bevölkerung kann als relativ gut bezeichnet werden.

Wo lagen die Kriminalitätsschwerpunkte im vergangenen Jahr?
Schwerpunktmäßig hatten wir es mit Ladendiebstählen, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Körperverletzungsdelikten zu tun. Der Großteil der Beschuldigten, über 80 Prozent, ist nicht deutsch, sondern stammt aus Frankreich.

In welchen Bereichen gab es Verbesserungen, wo eine Zunahme der Delikte?
Erfreulich ist der Rückgang bei den Raubdelikten von 42 auf 14 Fälle in Kehl. Allerdings haben wir eine Zunahme bei Körperverletzungen und schweren Körperverletzungen zu verzeichnen. Das muss man vor allem im Zusammenhang mit den vielen Shisha-Bars, Spielotheken und Diskotheken sehen, die nahezu zu 100 Prozent von Franzosen besucht werden.

Worauf legen Sie Ihr Hauptaugenmerk in diesem Jahr?
Wir setzen auf die sogenannte proaktive Präsenz. Vor allem werden wir verstärkt Kontrollen im Zusammenhang mit dem Nachtleben durchführen. Außerdem werden wir bestimmte Bereiche fokussiert betrachten, etwa die Tramhaltestellen, das Schwimmbad und die Königsberger Straße. Eben überall dort, wo es zu Auseinandersetzungen kommt. Dabei werden wir konzeptionell vorgehen, unter Beteiligung aller Behörden.

Noch ein Wort zur personellen Situation in Kehl?
Fest steht, dass wir die Einsatzlage bewältigt bekommen. Was die Kriminalitätslage betrifft, sind wir allerdings als Vorort von Straßburg zu sehen. Mit mehr Personal könnte ich noch mehr Schwerpunkte im Revierbreich setzen und dadurch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erhöhen.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen