Trinationales Treffen bei der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt
Projekt MARGE: Von Erfahrungen der Nachbarn profitieren

Die Teilnehmer informierten sich beim trinationalen Treffen über Projekte im Kehler Quartier Kreuzmatt.
  • Die Teilnehmer informierten sich beim trinationalen Treffen über Projekte im Kehler Quartier Kreuzmatt.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Wie lassen sich Bewohner am besten erreichen und in die Gemeinwesenarbeit einbeziehen? Mit welchen Projekten sind Quartiere in anderen Ländern erfolgreich? Um Antworten auf solche Fragen zu finden, ist Ende 2016 das trinationale INTERREG-Projekt „MARGE“ ins Leben gerufen worden, an dem auch die Stadt Kehl mit der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt beteiligt ist. Bei einem Treffen am vergangenen Donnerstag in der "Villa RiWa" in Kehl wurden der Forschungsgruppe mit Teilnehmern aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz Projekte in der Kreuzmatt vorgestellt.

Die Kooperation zwischen Kommunen und Institutionen aus den drei Ländern hat das Ziel, Ideen und Projektansätze der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit genauer zu untersuchen, Erfahrungen untereinander auszutauschen und zu prüfen, inwieweit erfolgreiche Projekte auf andere Gemeinden übertragen werden können. Bei dem Treffen am Donnerstag waren Vertreter aus Quartieren der französischen Städte Saverne und Straßburg, aus Basel, den Schweizer Gemeinden Pratteln und Suhr, aus Freiburg sowie von der katholischen Hochschule Freiburg und der École supérieur en travail educatif et social de Strasbourg (ESTES) in die "Villa RiWa" in der Kreuzmatt eingeladen worden. Es handelte sich um den ersten Besuch der trinationalen Forschungsgruppe in einem der an MARGE beteiligten Quartiere.

„Die Grenzlage führt bei uns zu unterschiedlichen Phänomenen“, führte Nanine Delmas, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Soziales und Kultur, ein. Hierzu gehöre besonders die Interkulturalität und Zweisprachigkeit. Gerade deutsch-französische Familien profitierten von der direkten Nachbarschaft Kehls zu Straßburg: „Viele gemischte Paare ziehen her, weil hier beide in ihrer Muttersprache arbeiten können.“ In Kehl seien deutsch-französische Kooperationen ein wichtiger Aspekt im Bereich der sozialen Arbeit; in allen Kehler Kindertageseinrichtungen kämen die Jungen und Mädchen bereits mit der Sprache der Nachbarn in Kontakt.

Im Bereich der Integration interessierten sich die Gäste besonders für den Kehler Dolmetscher-Pool, bei dem mehrsprachige Ehrenamtliche beispielsweise bei Behördengängen für Menschen dolmetschen, welche die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. Ebenso informierten sich die Gäste laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung über die Bürgerbeteiligung in der Kreuzmatt. „Dabei haben wir auch festgestellt, dass viele Bewohner des Viertels das bestehende Angebot der Gemeinwesenarbeit gar nicht kannten“, erklärte Claudia Mündel, Leiterin der Gemeinwesenarbeit. „Wir haben daher noch intensiver versucht, niederschwellige Angebote zu schaffen, um mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen. Seitdem sind wir regelmäßig mit dem Fahrradcafé im Viertel unterwegs und veranstalten das Kreuzmattgrillen.“

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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