Freibadsaison Auenheim geht weiter
Zufrieden mit Besucherzahlen

Oberbürgermeister Wolfram Britz an einem der Handscanner im Freibad Auenheim | Foto: Stadt Kehl
  • Oberbürgermeister Wolfram Britz an einem der Handscanner im Freibad Auenheim
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Kehl (st) Das Freibad in Auenheim bleibt bis Ende September weiterhin geöffnet, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Kehl. Dies gilt für den Fall, dass die Temperaturen es erlauben. Die Öffnungszeiten werden ab Donnerstag, 21. September, auf 11 bis 18 Uhr eingeschränkt. Insgesamt 65.272 Badegäste registrierten die Technischen Dienste Kehl (TDK), die das Bad betreiben, seit der Eröffnung. Oberbürgermeister Wolfram Britz, Bäderchef Claude Woitschitzky und TDK-Leiter Bodo Kopp blicken zurück auf eine gelungene Badesaison.

Weil mit den Temperaturen auch die Besucherzahlen sinken, ist der Weiterbetrieb des Bades auch eine Kostenfrage. Insbesondere die Verdoppelung des Strompreises schlägt erheblich zu Buche. Pro Badbesucher kalkulieren die Technischen Dienste Kehl (TDK) mit einem Kostenzuschuss von 12,50 Euro. „Das hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun, dass wir das Bad nicht nur für einen ganz kleinen Personenkreis offenhalten, obwohl wir jeden einzelnen Badegast schätzen“, sagt Oberbürgermeister Wolfram Britz. Die technischen Voraussetzungen im Bad begrenzen die Möglichkeiten zur Energieeinsparung, da sie nicht zulassen, dass nur ein Becken beheizt wird. Die Warmwasserduschen im Umkleidebereich werden mit Gas betrieben. Wenn in der Nacht die Temperaturen in den unteren zweistelligen Bereich sinken und es zusätzlich windet, kühlt die Wasseroberfläche stark ab. „An einem einzigen kalten Tag können Energiekosten anfallen, die so hoch sind wie bei einem Einfamilienhaus in einem ganzen Jahr“, rechnet Bäderchef Claude Woitschitzky vor.

Insgesamt registrierten die Mitarbeitenden der TDK in diesem Sommer 65.272 Badegäste. Nach der Eröffnung am 4. Juni kamen zunächst sehr viele Badbesucher nach Auenheim, bevor ab Mitte Juli für mehrere Wochen Flaute herrschte. Der Grund dafür: Die Schlechtwetterphase, die sich bis in den August zog. „Gerade diese Zeit ist sonst die besucherstärkste“, sagt Claude Woitschitzky. Ab Mitte August stiegen die Besucherzahlen wieder deutlich an. Der 20. August war der stärkste Tag der Saison mit 2.135 Badegästen. TDK-Leiter Bodo Kopp freut sich besonders über die 1.222 verkauften Saisonkarten.

Kassensystem verkürzt Wartezeiten

Viele Vorteile bringe das neue Eintrittssystem. „Durch den neuen Kassenautomaten müssen die Leute nicht mehr so lange anstehen und kommen deutlich schneller rein“, sagt Claude Woitschitzky. Außerdem benötigen die Badegäste keine Chipkarten mehr, sondern können einen der drei Handscanner nutzen. „Das ist besonders praktisch für Familien – insbesondere Mütter – die bisher meist für alle Karten verantwortlich waren“, meint er. Das neue System erlaubt es zudem, genau zu sehen, wie viele Gäste sich im Bad aufhalten. Ab der nächsten Saison können Besucher jederzeit online überprüfen, wie viele Plätze noch frei sind und ihren Besuch entsprechend planen. Bekanntlich ist die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig im Freibad aufhalten dürfen, auf 1.800 begrenzt. Der Erwerb von Eintrittskarten ist von der kommenden Saison an im Onlineshop möglich. Eine weitere Neuerung wird die biometrische Gesichtserkennung sein, mit der die Gäste ganz ohne Ticket ins Bad kommen können, wenn sie eine Saisonkarte erworben haben.

Badesaison ohne Zwischenfälle

Claude Woitschitzky freut sich über eine ruhige und friedliche Badesaison. Es habe keine Diebstähle, Polizei- oder Feuerwehreinsätze gegeben. Nur einmal mussten die Mitarbeitenden den Rettungsdienst rufen, weil ein Kind unter akuten Kreislaufproblemen litt. Ansonsten verteilte das Bäderpersonal lediglich einige Pflaster und Kühlpacks gegen Wespenstiche. Die Badeordnung wird von den Gästen in aller Regel eingehalten. Verweise wie in anderen Bädern mussten nicht ausgesprochen werden. Begeistert zeigt sich Claude Woitschitzky von der Sauberkeit im Bad. „Man merkt, dass das Bad den Besucherinnen und Besuchern am Herzen liegt.“ Oberbürgermeister Wolfram Britz ist ebenfalls zufrieden und lobt die TDK für ihre kontinuierlichen Verbesserungen im Laufe der Saison.

Trotz längerer Anfahrtswege haben viele Schulklassen das Angebot zum Schulschwimmen während der gesamten Öffnungszeit genutzt. „Vielleicht finden in Auenheim bald auch wieder Schulmeisterschaften statt“, hofft Bodo Kopp. Der TDK-Leiter kündigt für Herbst und Winter kleinere Sanierungen und routinemäßige Reparaturen an, einschließlich der Erneuerung einiger beschädigter Beckenfliesen.

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