Für Verdienste gewürdigt
Hochschule Kehl beruft drei Ehrensenatoren

Die neu berufenen Ehrensenatoren der Hochschule Kehl: Klaus Brodbeck (v. l.), Professor Paul Witt und Gerhard Kiechle
  • Die neu berufenen Ehrensenatoren der Hochschule Kehl: Klaus Brodbeck (v. l.), Professor Paul Witt und Gerhard Kiechle
  • Foto: Hochschule Kehl
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Kehl (st). Klaus Brodbeck, Gerhard Kiechle und Professor Paul Witt sind zu Ehrensenatoren der Hochschule Kehl ernannt worden. Diesen Ehrentitel verleiht die Hochschule solchen Persönlichkeiten, die sich um die Hochschule in besonderem Maße verdient gemacht, oder deren Leistungen in besonderem Maße beeinflusst sowie die die Entwicklung der Hochschule wiederholt oder anhaltend in besonderer Weise gefördert haben und erwarten lassen, sich auch zukünftig für die Entwicklung der Hochschule einzusetzen.

Klaus Brodbeck

Der frühere Landrat des Ortenaukreises und frühere Bürgermeister der Stadt Renchen Klaus Brodbeck hat im Jahre 1977 an der Hochschule Kehl seinen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) erworben. Zwischen 1977 und 1985 war Brodbeck in verschiedenen Funktionen bei der Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg tätig. Von 1985 bis 2000 war er Bürgermeister der Stadt Renchen und vom Jahr 2000 bis 2008 Landrat des Ortenaukreises. Seit 1984 war Brodbeck Dozent (Organisation von Seminaren und Vorträgen) bei der Verwaltungsschule des Gemeindetags Baden-Württemberg und bei der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl. Seit 2008 ist Klaus Brodbeck in verschiedenen Funktionen regelmäßiger Lehrbeauftragter der Hochschule Kehl.

Sein langjähriges Engagement in der Lehre wird ergänzt durch seine persönliche, langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Verein der Freunde der Hochschule Kehl, dessen Vorsitzender Klaus Brodbeck während 30 Jahren war. In dieser Zeit hat Brodbeck maßgeblich dazu beigetragen, das hohe Renommee der Hochschule Kehl insbesondere im Bereich der kommunalwissenschaftlichen Praxis, Beratung und angewandten Forschung weit über die Landesgrenzen hinaus nicht nur zu begründen, sondern auch persönlich zu entwickeln. So konnte Herr Brodbeck maßgeblich dazu beitragen, dass der Verein der Freunde der Hochschule Kehl sich zu einem effektiven fachlichen Alumni-Netzwerk weiterentwickelt hat. Zahlreiche Aktivitäten an der Hochschule Kehl wurden während seinem Vorsitz durch den Verein aktiv unterstützt, so beispielsweise die Durchführung der Bachelorabschlussfeiern, die Finanzierung zahlreicher Publikationen (Festschriften einzelner Persönlichkeiten der Hochschule Kehl sowie Jubiläums-Festschriften der Hochschule selbst) sowie insbesondere die Redaktion und Gestaltung des Hochschulmagazins Klartext. In seiner aktiven Zeit als Bürgermeister und Landrat hat Klaus Brodbeck zudem maßgeblich an der Entwicklung der Hochschule Kehl mitgewirkt und auch in kritischen Phasen zur Sicherung des Standortes (Ausbau der Hochschulinfrastruktur) beigetragen.

Gerhard Kiechle

Der Diplom-Verwaltungswirt (FH) hat seine berufliche Karriere im Regierungspräsidium Freiburg begonnen und war 24 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl. Bundesweit ist der spätere Lehrbeauftragte für Kommunalrecht der Hochschule Kehl als Vertreter des bürgerschaftlichen Engagements bekannt. Ein besonderer Leuchtturm sei sein Engagement bei der Wohnungsgenossenschaft Bauverein-Breisgau e. G. in Freiburg mit den Schwerpunkten Quartiersarbeit und Kooperation mit Kommunen. Hier ist Kiechle seit den 90er Jahren Vorstandsmitglied.

Paul Witt

Im Jahr 1978 hat Professor Witt sein Studium an der damaligen Fachhochschule Kehl mit dem Abschluss Diplomverwaltungswirt (FH) erfolgreich abgeschlossen. Nach beruflichen Stationen bei der Stadt Kenzingen, dem Landratsamt Emmendingen und dem Regierungspräsidium Freiburg wurde er im Jahre 1992 zum Professor für Gemeindewirtschaftsrecht und Abgabenrecht an die damalige Fachhochschule Kehl berufen. 1999 begann sein Engagement in der Hochschulleitung mit der Ernennung zum Prorektor, 2007 wurde Professor Witt zum Rektor der Hochschule Kehl gewählt. Dieses Amt hatte er in zwei Wahlperioden bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2019 inne. Seit Juni 2019 ist Professor Witt Lehrbeauftragter an der Hochschule Kehl, unter anderem im Vertiefungsstudium „Kommunalpolitik“ und im Masterstudiengang „Public Management“. Daneben leitet er verschiedene Seminare und Fachprojekte zu kommunalrechtlichen und kommunalpolitischen Themen, insbesondere die Seminare für Bürgermeisterkandidaten und neu gewählte Bürgermeister sind hierbei zu nennen.

Professor Witt wurde im September 2021 bei der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde der Hochschule Kehl zu dessen Vorsitzenden gewählt und hat es sich zum Ziel gesetzt, den Verein zu aktivieren und insbesondere bei den Studierenden und späteren Absolventen, aber auch in der Verwaltungsöffentlichkeit bekannter zu machen.

„Seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn hat sich Professor Witt sehr stark insbesondere für die Ausbildung zum allgemeinen gehobenen Verwaltungsdienst im Land Baden-Württemberg verdient gemacht. Daneben war und ist er immer auch forschend und beratend in seinen Kernthemen tätig gewesen und hat sich über die Jahre hinweg bundesweit einen hervorragenden Ruf als viel gefragter Kommunalexperte erworben“, sagte Professor Dr. Joachim Beck, Rektor der Hochschule Kehl.

Professor Witt hat durch sein langjähriges fachliches wie hochschulpolitisches Wirken nicht zuletzt auch auf der Ebene der Rektorenkonferenz der Hochschulen für den öffentlichen Dienst, deren Präsident er über mehrere Jahre war, das Ansehen sowie das fachliche Profil der Hochschule Kehl maßgeblich geprägt. Schlagworte wie „Bürgermeisterschmiede“, oder „Kompetenzzentrum für Kommunalverwaltung“ sind eng mit seinem Wirken verbunden. Auf vielen verschiedenen Ebenen hat sich Witt in seiner aktiven Zeit für die Belange der Hochschule Kehl bei den Spitzenverbänden, den Ministerien sowie in der breiteren Fachöffentlichkeit aktiv und selbstlos eingesetzt.

In die Zeit seines Rektorats fielen wichtige Entwicklungsphasen der Hochschule Kehl. Neben der Umsetzung des Bolognaprozesses und der Umstellung des ehemaligen Abschlusses „Diplomverwaltungswirt“ zum „Bachelor auf Arts Public Management“ umfasste dies insbesondere auch den für eine interne Hochschule für öffentliche Verwaltung seinerzeit völlig innovativen Ansatz zur Einführung eines eigenen Masterprogramms „Master of European Public Administration (MEPA)“. Auch die Einrichtung des berufsbegleitenden Masterprogramms „Public Management“ sowie des Masters „Management von Clustern“ in Kooperation mit der Universität Strasbourg sind maßgeblich auf sein Wirken als Rektor zurückzuführen.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen