Rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz
Großbrand bei Koehler Paper

Foto: Annette Lipowsky/Stadt Kehl
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Kehl (st) Großer Feuerwehreinsatz auf dem Gelände der Papierfabrik Koehler: In der Förderanlage zwischen den beiden Silos des kleineren der beiden Biomasseheizkraftwerke ist in der Nacht zum Freitag, 3. Juli, ein Brand ausgebrochen. Knapp 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Kehl. 

Bereits am Donnerstag, 2. Juli, um 19.20 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, weil es in der Förderanlage brannte. Nachdem die Lage unter Kontrolle schien, übernahm die Werkfeuerwehr der Firma Koehler die Brandwache. Gegen 0.45 Uhr setzte jedoch eine starke Rauchentwicklung ein, die Feuerwehr wurde erneut alarmiert.

2.500 Liter Wasser

Mit 2.500 Liter Wasser versuchten die Einsatzkräfte den Brand in der Förderanlage zwischen den 27 Meter hohen Silos zu löschen - jedoch ohne jeglichen Effekt. „Dass Wasser gar keinen Erfolg bringt, das habe ich so noch nicht erlebt“, beschreibt Viktor Liehr die Komplexität der Einsatzlage. Die Feuerwehr setzte in der Folge fluorfreies Schaummittel ein, um das Feuer am schwer zugänglichen Brandherd zu bekämpfen.

Gleich zu Beginn des Einsatzes wurde das Schuttermühlkanalpumpwerk abgeschaltet, um zu verhindern, dass Löschwasser ins Hafenbecken gelangt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde das Erkundungsfahrzeug aus Lahr angefordert: Umfangreiche Messungen hätten gezeigt, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe, erklärte Viktor Liehr. Wegen der Geruchsintensität ist dennoch eine Warnung über die NINA-App erfolgt.

Neben der Werksfeuerwehr der Firma Koehler sind sämtliche Ausrückbereiche der Feuerwehr Kehl im Einsatz; der Ausrückbereich Bodersweier/Zierolshofen/Querbach besetzt die Feuerwache, um die Grundsicherung der Stadt sicherzustellen. Die Führungsgruppe mit der Feuerwehr Willstätt, Atemschutzträger der Feuerwehr Willstätt und die Spezialeinheit Drohne aus Oppenau/Bad Peterstal-Griesbach leisten ebenfalls Unterstützung. Zudem ist der Abrollbehälter Atemschutz aus Offenburg auf dem Firmengelände. Auch Kreisbrandmeister Bernhard Frei ist vor Ort. In der ersten Phase waren die Johanniter im Einsatz, die dann vom Deutschen Roten Kreuz abgelöst wurden. Auch die Polizei war am Brandort.

Die Produktion der Firma Koehler war durch den Brand nicht beeinträchtigt.

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