Rettungshubschrauber
Seit April flog Christoph Ortenau schon 211 Einsätze

Dr. Patrick Sutterer (v. l.), Jan Kury und Christian Nissen | Foto: gro
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  • Dr. Patrick Sutterer (v. l.), Jan Kury und Christian Nissen
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Lahr Seit dem 1. April stehen die Container der Deutschen Luftrettung (DRF) auf dem Lahrer Flugplatz. Seitdem werden von dort die Einsätze von Christoph Ortenau – so der Funkrufname des Rettungshubschraubers – geflogen.
"Wir sind zwölf Notärzte, vier Piloten und drei Notfallsanitäter im Team", erklärt Dr. Patrick Sutterer, Chefarzt des Department Notfallmedizin am Ortenau Klinikum und selbst aktiv in der Luftrettung. Eine Schicht besteht aus drei Personen: ein Pilot, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt. "Eine Schicht dauert 15,5 Stunden", erklärt Jan Kury, Notfallsanitäter und Stationsleiter von der DRF. Während die Notärzte täglich wechseln, leben die Sanitäter und Piloten im Sommer je vier Tage, im Winter je sieben Tage in der Woche in der Station. Deshalb sind die Container wohnlich eingerichtet. Beide sind bei der DRF angestellt, die Notfallmediziner stammen aus der Ortenau.

Gefordert von Beginn an

"Am ersten Tag hatten wir vier Einsätze", erinnert sich Sutterer. Damit habe sich gezeigt, dass die Entscheidung, einen Rettungshubschrauber in der Ortenau zu stationieren, richtig gewesen sei. "Wir sind wichtig für die Versorgung des ländlichen Raums, vor allen Dingen im hinteren Rench- oder Kinzigtal", so Sutterer. Denn während Rettungswagen dort oftmals die vorgegebenen Rettungszeiten nicht einhalten könnten, ist Christoph Ortenau nach längstens neun Minuten am Einsatzort. "Am ersten Tag sind wir sowohl zum Ruhestein geflogen als auch zu einem Einsatz nach Oberharmersbach", sagt der Notarzt.
Alle sind zufrieden, dass das Zusammenspiel sämtlicher Akteure von Beginn an geklappt hat. Damit ist nicht nur die Besetzung des Hubschraubers gemeint. "Wir arbeiten mit den bodengebundenen Rettungsdiensten eng zusammen", erklärt Jan Kury. Und auch die Vernetzung mit der Integrierten Rettungsleitstelle funktioniere reibungslos.
Bis Ende Juni hatte Christoph Ortenau 211 Einsätze. "Das macht durchschnittlich zwei bis drei Einsätze am Tag", so Kury. Geflogen wird nur am Tag: "Im Sommer von 7 bis 22 Uhr, dann übernimmt der 24-Stunden-Hubschrauber in Villingen-Schwenningen", so Kury.
75 Prozent der bisher geflogenen Einsätze fanden in der Ortenau statt. Es ging um Schwerverletzte, aber auch Schlaganfälle oder Herzinfarkte. "60 Transportflüge dienten der Verlegung von Patienten", erklärt Sutterer. Dabei handelt es um besondere Fälle wie Frühchen oder Brandopfer. "Wir haben eine höhere Intensität an schweren Fällen", macht Sutterer einen Unterschied zum Einsatz am Boden deutlich. "Im Rettungshubschrauber müssen wir vorausdenken", beschreibt Jan Kury einen weiteren. "Wir müssen immer vorher bedenken, was auf dem Flug passieren könnte. Denn für die zusätzliche Versorgung eines Patienten müssten wir zwischenlanden." Die Stationierung war für die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung eine sehr gute Entscheidung." Patrick Sutterer
Chefarzt Notfallmedizin

Dr. Patrick Sutterer (v. l.), Jan Kury und Christian Nissen | Foto: gro

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