Ökologiestation auf dem Langenhard
Spielend die Natur entdecken

Jörg Streib und Antje Kirsch leiten seit über 25 Jahren die Ökologiestation auf dem Langenhard.
  • Jörg Streib und Antje Kirsch leiten seit über 25 Jahren die Ökologiestation auf dem Langenhard.
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Lahr (mam). Lernen mit Kopf, Hand und Herz heißt das Motto der Ökologiestation Lahr auf dem Langenhard. Getragen wird sie vom Jugendwerk-Verein im Ortenaukreis. Neben einem Naturgarten bietet die Station Seminare und Kurse für Jugendliche, junge Erwachsene und Multiplikatoren an. So nehmen Schulen, Kindergärten und andere Institutionen die Bildungs- und Fortbildungsangebote gerne wahr. Alles ist natürlich an einer ganzheitlichen Naturpädagogik orientiert.

Dafür sorgen auf dem Gelände des Freizeithofs Antje Kirsch und Jörg Streib als Leitungsteam. In einem gerade fertig gestelltem Neubau haben sie ihre Büros über einem großen Materiallager bezogen, mit Blick auf Rheinebene, Vogesen und Schwarzwald. Schon seit Anbeginn führen beide die Ökostation, voriges Jahr konnten sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feiern. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Veranstaltung dreitägiger Landschulheimaufenthalte zumeist mit vierten Schulklassen als Naturwerkstatt, rund 27 Mal jährlich. Da wählen Lehrkräfte vorab bestimmte Themen, beispielsweise Wald, Wiese, Hecke, Feuer mit methodischen Schwerpunkten.

Forschen und entdecken

Dazu gehören etwa handwerkliche Arbeiten, Forschen und Entdecken. Für jede Schulklasse wird so ein individuelles Konzept entwickelt, mit Naturerfahrungen und -entdeckungen. Zumeist wandern die jungen Schüler von Lahr herauf, lernen am ersten Tag den Langenhard kennen, samt spielerischer Baum- und Pflanzenkunde, bis zum gemeinsamen Abendessen. Da achtet das pädagogisch versierte Team auch auf gruppendynamische Prozesse und führt an Problemlösungen heran. „Wir sind sehr streng hier“, schmunzelt Kirsch, denn die Kinder sollen nebenher lernen, aufeinander zu achten und sorgsam miteinander umzugehen. Am zweiten Tag kann etwa Holz geschnitzt werden, da sind dann Motorik und Ausdauer gefordert. Auch Mikroskopieren von Bodentieren gehört zum Bildungsangebot, kindgerecht, versteht sich. Abends geht es dann hinaus in die Dunkelheit, jedoch ohne Taschenlampe. Kirsch: „Die Kinder sollen so lernen, dass Dunkelheit etwas Schönes ist, samt vieler Nachtgeräusche.“ Am letzten Tag stehen beispielsweise Kooperationsübungen im Wald an oder es wird ein Holzkugel-Spiel selbst geplant und konstruiert.

Natur als Erlebnis

Ein zweiter Schwerpunkt der Ökostation liegt auf Einzelveranstaltungen an halben oder ganzen Tagen. Auch da helfen freiberufliche Referenten abwechselnd, fünf sind es derzeit, Kindern die Natur als Erlebnis zu vermitteln, sogar am eigenen Kräutergarten. Aber auch für Erwachsene werden Seminare angeboten und gerne genutzt. Jedenfalls ist die Ökostation mit ihren derzeitigen Kapazitäten stets ausgebucht, ganz ohne Werbung, nur per Flüsterpropaganda. Die reicht längst über die Ortenau hinaus, sogar bis nach Freiburg.

Finanziert wird das Ganze vom Ortenauer Jugendwerk, allerdings mit sehr begrenztem Jahresbudget. Deshalb bleibt die Ökostation auf Projektförderung angewiesen, etwa über die baden-württembergische Stiftung Naturschutzfonds. Auch Volksbanken und Sparkassen greifen immer wieder mit Spenden unter die Arme. 

Übrigens warten derzeit noch acht große Holzskulpturen im Freien auf Käufer. Die waren voriges Jahr während eines Holzbildhauersymposiums auf dem Langenhard entstanden, darunter sogar zwei Künstler aus Costa Rica. Dort unterhält Lahr eine Städtepartnerschaft mit Ajaluela, samt kommunaler Klimapartnerschaft. Preise der Skulpturen erfährt man bei der Ökostation auf Anfrage.

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