Umrüstung auf LED
Straßenbeleuchtung

Lothar Baier, E-Werk Mittelbaden; Philipp Banholzer und Udo Lau, Stadt Lahr, Abteilung Tiefbau (v. l.)
  • Lothar Baier, E-Werk Mittelbaden; Philipp Banholzer und Udo Lau, Stadt Lahr, Abteilung Tiefbau (v. l.)
  • Foto: Stadt Lahr
  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr (st). Immer mehr Straßen leuchten bei gleichzeitig sinkendem Stromverbrauch. Das ist kurzgefasst das Ergebnis, seitdem die Stadt Lahr bei der Straßenbeleuchtung die bisherigen Quecksilberdampflampen auf energieeffiziente LED-Leuchtmittel umrüstet. Die Umrüstung wird mit rund 25 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Voraussetzung für die Förderung zur Umrüstung auf LED-Leuchtmittel ist eine Einsparung von mindestens 70 Prozent des klimawirksamen CO2-Treibhausgases.

Weniger Treibhausgas, weniger Strom

Und es gibt noch einen weiteren positiven Effekt: Neben der Verminderung des Treibhausgasausstoß sinkt auch der Stromverbrauch. Deutlich wird das Einsparpotenzial von LED-Leuchten bei einem Mehrjahresvergleich der Anzahl der Leuchten und des Stromverbrauchs. Trotz eines Anstiegs der Leuchten in Lahr vom Jahr 2001 zum Jahr 2018 von 4-372 auf 6.179 Leuchten, fällt der Stromverbrauch im gleichen Zeitraum, durch die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel, um etwa 29 Prozent. Im Vergleich zu der mittlerweile in der Produktion verbotenen Quecksilberdampfhochdrucklampe lässt sich durch die LED-Technologie 80 Prozent des Energieverbrauchs einsparen. Durch einen Beschluss des Gemeinderats sollen in den Jahren 2019 bis 2021 weitere 1,36 Millionen Euro für die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel zur Verfügung stehen. Diese Summe entspricht in etwa der Umrüstung von 1.700 Leuchten.

Durch die beachtlichen Stromkosteneinsparungen von bisher durchschnittlich 80 Prozent pro sanierter Leuchte, amortisieren sich die Nettoinvestitionen der Stadt Lahr in diesem Bereich bereits nach rund sechs Jahren. Bislang sind etwa 43 Prozent aller Lahrer Straßenleuchten mit LED-Leuchtmittel ausgerüstet.

Wohlfühlen bei 3.000 Kelvin

Bei den LED-Leuchten gibt es eine weitere Neuerung. Zu Beginn der Umrüstung wurden zur Beleuchtung im öffentlichen Raum LED-Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von 5.000 Kelvin eingesetzt. 5.000 Kelvin entspricht einem hohen Blaulichtanteil, der von vielen als grell empfunden wird. Anschließend standen LED-Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von 4.000 Kelvin zur Verfügung. Seit dem letzten Quartal des Jahres 2018 kommen in Lahr zur Straßenbeleuchtung LED-Leuchtmittel zum Einsatz, die einer Farbtemperatur von 3.000 Kelvin entsprechen und bereits als warmes Licht bezeichnet werden. LED-Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur im Bereich von 3.000 Kelvin besitzen gegenüber LED-Leuchtmitteln mit 4.000 Kelvin zwar eine etwas geringere Lichtausbeute, sie sind im Hinblick auf den „Wohlfühlfaktor“ jedoch klar im Vorteil. Beim Stromverbrauch selbst gibt es hingegen keinen Unterschied.

Seit 2008 fördert das Bundesumweltministerium, initiiert von der Nationalen Klimaschutzinitiative, zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Die Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

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