Ihr Begleiter durch die Woche
Sind Sie gestern auch hereingefallen?

Wurden Sie am 1. April hinters Licht geführt? Sind Sie jemandem auf den Leim gegangen?
Es gibt Menschen, denen bereitet es offenbar diebische Freude, mich an der Nase herumzuführen. Sei es drum und ihnen gegönnt. Denn ich lache gerne mit. Ich glaube und lebe danach: Wenn es mir gelingt, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, dann habe ich die Welt für diesen einen Augenblick ein wenig verbessert. Ich bin deshalb dankbar für die Gabe, Menschen zum Lachen bringen und auch über mich selbst lachen zu können.
Obwohl – da ist ja immer auch noch ein anderes Ich in uns.
Der von Heinz Rühmann besungene und immer freundlich anzuschauende Clown, der sich selbst aber nicht ins Herz blicken lässt. Diesen zu betrachten, wirft die Frage auf: Wann und wo weint der Clown?
Gut, wer echte Freunde und enge Familienbande hat, die einen auffangen und halten. Aber was, wenn man sein Leben alleine meistern muss oder einem etwas auf dem Herzen liegt, das man nicht teilen kann? Was, wenn man Angst hat, einen Schmerz nicht verwindet, Trauer einem den Ausblick auf Hoffnung vernebelt, wenn man glaubt, alles um einen herum droht auf einen einzustürzen? Wohin dann?
Meine Erfahrung und meine Hilfe ist die: Packen Sie es in ein Gebet.
Jesus hat es getan im Garten Gethsemane: „Herr, so es möglich ist: Lass diesen Kelch an mir vorübergehen.“
Vertrauen Sie darauf, dass das, was Ihnen wichtig ist, in einem Gebet auszusprechen, Gott auch wichtig ist, zu hören. Dann spitzen Sie die Ohren, öffnen Ihre Augen und Sinne und staunen Sie, woher Ihnen Hilfe zu Teil wird. Meine Erfahrung ist die: Nur selten kommt sie direkt auf uns zu und meistens von dort, von wo wir sie am wenigsten erwartet hätten.
Ein Weiteres ist mir wichtig anzunehmen: Das Gebet Jesu ging ja weiter. Er betete: „Aber nicht, was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“
Das ist zugegeben, oft nur schwer zu ertragen. Denn nur selten bekommen wir, was wir wollen, stattdessen aber immer das, was wir gerade brauchen. Dies fordert uns, im Schlechten auch einmal das Gute zu erkennen zu versuchen. Das gelingt, wenn überhaupt meistens erst, wenn man zurückblickt.
Wer das aber erkennen und erfahren durfte, wer erleben durfte, dass durchlittenes Leid und Not auch stärken kann, dass Verlust auch Dankbarkeit zurücklässt, dem fällt es vielleicht auch nicht mehr schwer, mit den anderen mitzulachen – auch über sich selbst.

Dieter Fettel
Prädikant
Evang. Landeskirche Baden
Kirchenbezirk Lahr

Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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