Bürgermeisterwahl in Mahlberg
Nicolé Ritter will Rathauschefin werden
- Nicolé Ritter
- Foto: Privat
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Mahlberg (st) Auch Nicolé Ritter wirft ihren Hut um das Bürgermeisteramt in Mahlberg in den Ring. Am Freitag, 4. September, um 11 Uhr hat sie ihre Bewerbungsunterlagen im Rathaus abgegeben.
"Die Idee, für das Amt der Bürgermeisterin zu kandidieren, entstand bereits vor einigen Jahren im Zusammenhang mit der Bürgermeisterwahl in Kenzingen und ist seither in mir gereift. Ich habe diesen Schritt lange und sorgfältig abgewogen", schreibt die 52-Jährige in einem Statement zu ihrer Bewerbung.
Mahlberg und Orschweier seien für sie eine eine Herzensangelegenheit. Deshalb sei es für sie selbstverständlich, dass sie im Falle eines Wahlerfolgs auch nach Mahlberg oder Orschweier ziehen werde. "Ich möchte dort leben, wo ich Verantwortung trage, und für die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar ansprechbar sein", so Ritter.
Das Amt der Bürgermeisterin sei für sie nicht einfach ein Titel. Es bedeute, Verantwortung für die Menschen, die Stadt und ihre Zukunft zu übernehmen. "Ich möchte für die Bürgerinnen und Bürger ebenso da sein wie für die Beschäftigten der Verwaltung und gemeinsam mit dem Gemeinderat ein starkes Team bilden. Dabei verstehe ich mich als Führungskraft und Moderatorin zugleich: klar in meinen Entscheidungen, offen im Austausch und stets respektvoll im Umgang miteinander. Wenn Verwaltung, Gemeinderat sowie Bürgerinnen und Bürger vertrauensvoll zusammenarbeiten, kann daraus ein starkes, beinahe familiäres Miteinander entstehen, ohne dabei die notwendige professionelle Distanz und den gegenseitigen Respekt aus den Augen zu verlieren", ist Ritter überzeugt.
Für das Amt als Bürgermeisterin in Mahlberg sei ihr wichtig, dass bei "all dem, was wir planen und entscheiden, werden wir darauf achten, dass Beschlüsse umsetzbar und realistisch sind. Die gesunde finanzielle Basis einer Kommune ist das A und O. Leere Versprechungen bringen uns nicht weiter. Oft kann man auch mit kleinem Aufwand Großes bewirken, wenn man alle Kräfte zusammenzieht und jeder zu kleinen Kompromissen bereit ist.“
In den vergangenen Jahren habe sie auch mit verschiedenen Landes- und Bundespolitikern darüber gesprochen, wohin ihr eigener politischer Weg führen könne: in die Kommunalpolitik, in den Landtag oder vielleicht sogar nach Berlin. Jeder dieser Wege habe seinen Reiz. "Für mich ist inzwischen jedoch klar: Wenn man mit ganzem Herzen und voller Leidenschaft etwas bewirken möchte, dann ist die kommunale Ebene genau der richtige Ort. Hier bin ich unmittelbar bei den Menschen, erlebe ihre Anliegen und kann konkrete Veränderungen anstoßen. Deshalb möchte ich meine Erfahrung, mein Netzwerk und meine ganze Kraft für Mahlberg und Orschweier einsetzen", so Ritter.
Kommunalpolitisch ist die vierfache Mutter als Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Kappel-Grafenhausen engagiert und verfügt laut eigener Aussage über ein gewachsenes politisches Netzwerk, das sie bereits bei konkreten Anliegen, etwa der Schulbusproblematik im Rahmen ihrer Elternbeiratsarbeit, gewinnbringend habe einsetzen können. "Als Bürgermeisterin werde ich dennoch unabhängig und über Parteigrenzen hinweg für alle Bürgerinnen und Bürger handeln", betont sie.
Darüber hinaus engagiert sie sich aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Mahlberg. Beim Förderkreis des Oberrheinischen Tabakmuseums ist sie Vorsitzende. Hierbei habe sie in den vergangenen drei Jahren große Erfolge feiern können. Das Museumsfest sei in Kürze ausverkauft gewesen. In der St. Landolin Schule ist sie Vorsitzende des Elternbeirats. Aktuell engagiere sie sich dort, um sicherzustellen, dass alle Schüler aus dem Landkreis Emmendingen direkt mit dem Bus zu allen Schulen nach Ettenheim kommen.
Ihr beruflicher Werdegang habe im Einzelhandel begonnen. Später habe sie ein Studium im Bereich Immobilienverwaltung absolviert und den IHK-Abschluss als geprüfte Hausverwalterin erworben. "Gegenwärtig organisiere und koordiniere ich für ein Unternehmen die Teilnahme an Großveranstaltungen und Festivals. Projekte zu planen, mich mit Beteiligten, unter anderem mit Behörden, eng abzustimmen und alles zielgenau umzusetzen, das bin ich gewohnt", so Ritter.
Neben Nicolé Ritter bewerben sich auch Stefan Waldinger, Stephan Klotz und Alexander Schröder um die Nachfolge von Dietmar Benz, der nach 32 Jahren im Amt nicht wieder antritt.







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