Willi Stächele zu Gast in Oberkirch
Gedankenaustausch mit OB Braun

Die Aufnahme entstand in einem der neuen Gruppenräume für Einjährige im Kindergarten „Schwester Giovanna“. Von links zu sehen sind: Kindergartenleiterin Sandra Hoferer-Keller, Landtagsabgeordneter Willi Stächele und Oberbürgermeister Matthias Braun.
  • Die Aufnahme entstand in einem der neuen Gruppenräume für Einjährige im Kindergarten „Schwester Giovanna“. Von links zu sehen sind: Kindergartenleiterin Sandra Hoferer-Keller, Landtagsabgeordneter Willi Stächele und Oberbürgermeister Matthias Braun.
  • Foto: Nicole Trayer/Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st). Willi Stächele, Abgeordneter für den Wahlkreis Kehl im Landtag, besuchte Oberbürgermeister Matthias Braun im Rathaus der Großen Kreisstadt. Neben einem allgemeinen Austausch über landespolitische Themen mit Bezug zu den Städten und Gemeinden lag ein Schwerpunkt des Gesprächs auf dem Ausbau der Ganztagesbetreuung und auf Maßnahmen des Klimaschutzes.

Ganz konkret ging es dabei um den Ausbau der Betreuungsplätze in den Kindergärten. Hierbei hat die Stadt Oberkirch in den vergangenen drei Jahren 117 neue Plätze geschaffen. Die Erweiterung des Kindergartens „Schwester Giovanna“ von vier auf sieben Gruppen befindet sich auf der Zielgeraden. In wenigen Wochen können in dieser Einrichtung 125 Kinder über drei Jahren betreut werden, außerdem wird es künftig 30 Ganztagesplätze geben, davon zehn für Einjährige. In Kürze erfolgt auch der Baubeginn für den Neubau des Kindergartens „St. Josef“ Nußbach, der künftig sechs Gruppen haben wird. Mit Maßnahmen im Kindergarten „Käthe Luther“, einer Modulbaulösung beim Kindergarten „Maria Goretti“ Haslach-Tiergarten sowie der Einrichtung einer Waldgruppe im Kindergarten „St. Wendel“ Bottenau werden weitere Kapazitäten geschaffen.

Ganztagsbetreuung

Willi Stächele unterstrich in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Ganztagesbetreuung, durch deren Betriebskosten die Kommunen jedoch stark belastet seien. Oberbürgermeister Braun verwies dabei auf die Einhaltung des Konnexitätsprinzips. Hierbei sollte sich der Bund stärker in die Finanzierung einbringen, getreu dem Motto "wer bestellt, bezahlt". Der Abgeordnete sprach sich ebenfalls dafür aus, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Bedingt durch die stabile Wirtschaftskraft habe man die Corona-Zeit gemeinsam meistern können. Nun gelte es, sich in der mittelfristigen Finanzplanung gemeinsam neu aufzustellen. „Land und Bund müssen mit den Kommunen in einem Boot sein“, betonte der CDU-Abgeordnete.

Nach dem Gespräch im Oberkircher Rathaus stand noch ein Ortstermin an. Beim Besuch des kurz vor der Inbetriebnahme stehenden Erweiterungsbaus des Kindergartens „Schwester Giovanna“ wurden Braun und Stächele von der Leiterin, Sandra Hoferer-Keller, durch das neue Gebäude geführt. Insbesondere die neuen Räume für die Betreuung der Einjährigen überzeugten den Gast.

Klimaschutz

Weiteren Raum in den Gesprächen nahm das Thema Klimaschutz ein. Oberbürgermeister Braun konnte hierbei über die neue Renchtal Bürgerenergie berichten. „Seit dem 14. September ist es den Bürgern möglich, Teil der Renchtal Bürgerenergie zu werden“, erläuterte das Stadtoberhaupt die Details. Die Stadtwerke Oberkirch haben mit der Renchtal Bürgerenergie GmbH ein Tochterunternehmen geschaffen, das die Energiewende im Renchtal voranbringt. Insgesamt stehen zum Start 1,2 Megawatt Dachflächenpotentiale im Renchtal bereit, um mit Photovoltaikanlagen ausgestattet zu werden. Diese regionale Ökoenergie deckt den Strombedarf für circa 400 Haushalte. Finanziert werden die PV-Anlagen über Darlehen der Bürger. Interessierte Anleger können als Darlehensgeber zwischen 1.000 und 25.000 Euro in die Renchtal Bürgerenergie einbringen. Die Bürger dürfen dabei ein Prozent Rendite erwarten. Stromkunden der Stadtwerke erhalten 1,5 Prozent. Ein Bonus von bis zu einem Prozent kommt bei gutem Energieertrag hinzu und der Ökostrombezug ist über die Stadtwerke direkt möglich. Von dieser Einrichtung verspricht sich das Stadtoberhaupt eine hohe Akzeptanz, da diese neben dem Umweltgedanken auch durch das Renditeversprechen attraktiv sei. Diese Maßnahme sei jedoch nur ein Teil der Oberkircher Klimaschutz-Offensive, welche im Herbst dieses Jahres Gegenstand der Beratungen im Gemeinderat sein wird.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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