700 Jahre Stadtrechte
Großer Festakt mit Uraufführung in Oberkirch

Von links: Dr. Irmgard Schwanke, Guido Rennert, Gabriele Schindler, Zeno Peters, OB Gregor Bühler | Foto: ag
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  • Von links: Dr. Irmgard Schwanke, Guido Rennert, Gabriele Schindler, Zeno Peters, OB Gregor Bühler
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Oberkirch (ag) Die Vorstellung eines bemerkenswerten Buches, eine Neukomposition, grandioser Musikgenuss und interessante Gespräche - so könnte man den Festakt "700 Jahre Stadtrechte" in der Erwin-Braun-Halle in aller Kürze zusammenfassen.
Oberbürgermeister Gregor Bühler erinnerte in seiner Rede an das Jahr 1326. Damals verlieh König Friedrich der Schöne von Habsburg Oberkirch als Anerkennung für die Dienste des Straßburger Bischofs die Stadtrechte. "Mit den Stadtrechten änderte sich vieles grundlegend", so der OB. Denn die Bürger waren dadurch keine Leibeigenen mehr, sondern freie Menschen. Weiter erhielt Oberkirch das Recht zur Selbstverwaltung, zur eigenen Gerichtsbarkeit, zur Befestigung mit einer Stadtmauer und zur Abhaltung von Märkten. 

Buchpräsentation

"Seit nunmehr 700 Jahre entwickelt sich Oberkirch - und diese Entwicklung war alles andere als geradlinig. Es gab Zeiten des Aufschwungs, aber auch Zeiten großer Herausforderungen", betonte Gregor Bühler. Ein besonderes Kapitel waren die Jahre 1848 und 1849. Viele Oberkircher schlossen sich der Revolution an, die niedergeschlagen wurde. Doch ihre Ideen überlebten und fanden später Eingang in unser Grundgesetz. Übrigens waren laut dem OB zwei Oberkircher Mitglied im ersten gesamtdeutschen Parlament in der Paulskirche, die Anwälte Friedrich Frech und Max Werner.
Aus den Anfängen vor 700 Jahren ist Oberkirch zu einem modernen Wirtschaftsstandort geworden: "Aber all das wäre nichts ohne die Menschen, die hier leben. Denn Oberkirch ist vor allem eines: eine lebendige Stadt." Der OB bezeichnete die Renchtalmetropole als eine Stadt, in der man nicht nur wohnt und arbeitet, sondern aktiv gestaltet: "Oder, um es mit dem Claim unserer neuen Stadtmarke zu sagen: 'Wo Gutes entsteht'."
Visualisiert wird das in dem neuen Buch "Oberkirch. Geschichte erzählt in vergleichenden Ansichten". Bei der Buchvorstellung nahm Dr. Irmgard Schwanke, Leiterin Archiv/Museum, die Besucher mit auf einen 15-minütigen Streifzug durch die Stadtgeschichte. Eine Zeitreise, die mit der Ansammlung weniger Häuser begann.

Heimatsinfonie

Bevor die Stadtkapelle unter der Leitung von Zeno Peters das eigens für diesen Anlass komponierte Werk "Am Fuße des Schwarzwalds - eine Heimatsinfonie" präsentierte, führte Guido Rennert in sein Werk ein. Die Anregung, die Auftragsarbeit dem Stabsfeldwebel des Musikkorps der Bundeswehr anzuvertrauen, kam von Zeno Peters. Bei einem Besuch lernte der Klarinettist, Komponist und Arrangeur die Stadt kennen und sagte über seine Eindrücke: "Eigentlich hätte ich drei Sinfonien schreiben können." Er musste sich jedoch auf eine beschränken und mit der Uraufführung dieser erntete die Stadtkapelle tosenden Applaus sowie stehende Ovationen. 
Nach dem Schlusswort und Dank von OB Bühler an Dr. Irmgard Schwanke, Guido Rennert, Zeno Peters sowie auch Gabriele Schindler, Leiterin der Geschäftsstelle Heimattage 2026, beendete die Stadtkapelle den offiziellen Teil beeindruckend mit ihrer Präsentation von "The Amazing Sound of Ireland". Im Anschluss bestand beim Umtrunk noch die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen - beispielsweise über den "Baden-Württemberg Tag" am Samstag und Sonntag, 16. bis 17. Mai, in Oberkirch.

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