Abschied nach 26 Jahren
Hospizdienst hat Claudia Braun viel zu verdanken

Claudia Braun (2. v. r.) wurde vom Team der hauptamtlichen Koordinatoren des ökumenischen Hospizdienstes Acher-Renchtal in die Rente verabschiedet. Das Bild zeigt sie mit Manfred Scheurer, Stephanie Schattner, Silke Bohnert und Judith Wiegert (von links). | Foto: Hospizdienst Acher Renchtal
2Bilder
  • Claudia Braun (2. v. r.) wurde vom Team der hauptamtlichen Koordinatoren des ökumenischen Hospizdienstes Acher-Renchtal in die Rente verabschiedet. Das Bild zeigt sie mit Manfred Scheurer, Stephanie Schattner, Silke Bohnert und Judith Wiegert (von links).
  • Foto: Hospizdienst Acher Renchtal
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st) Auf ihren bayerischen Humor und ihr herzhaftes Lachen muss der Hospizdienst Oberkirch jetzt verzichten. Claudia Braun, die den Dienst mit aufgebaut und viele Jahre geleitet hat, ist am 1. Dezember Rentnerin. Bei einer Feier im Gemeindehaus St. Michael Oberkirch wurde ihr größtenteils ehrenamtlich geleisteter Einsatz gewürdigt.

Die Kirchengemeinde in Oberkirch sei durch das Wirken von Claudia Braun gesegnet worden, sagte Dekan Georg Schmitt aus Kappelrodeck. Als Hospizbegleiterin und Koordinatorin habe sie 26 Jahre lang wertvolle Arbeit geleistet und dabei selbst segensreiche Momente erlebt, „trotz der Schwere und Ernsthaftigkeit mancher bedrückender Situationen im Angesicht des Sterbens und des Todes.“ In der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen vollziehe sich Segen.

Die vergangenen fünf Jahre seit 2018 seien besonders herausfordernd gewesen, sagte die Leiterin des seit Februar bestehenden ökumenischen Hospizdienstes Acher-Renchtal, Silke Bohnert. Man habe wertschätzend und konstruktiv zusammengearbeitet, um den Hospizdienst in der Region auf neue Beine zu stellen. Claudia Braun habe dabei Mut bewiesen und eine Kooperation und später die Fusion angestrebt.

Seit 1995 in Oberkirch

Die 63-Jährige stammt aus Dillingen an der Donau und arbeitete im Allgäu als Krankenschwester, bevor sie 1995 in Oberkirch heiratete und für die Sozialstation St. Elisabeth tätig wurde. Sie war 1997 an der Gründung eines ehrenamtlich getragenen Hospizdienstes für Oberkirch beteiligt und leitete ihn von 2001 bis 2019 ehrenamtlich. Die vergangenen viereinhalb Jahre war ihre Koordinatoren-Tätigkeit für die Einsätze von bis zu 20 ehrenamtlichen Hospizbegleiter eine Teilzeitstelle bei der katholischen Kirchengemeinde Oberkirch.

Ihre Tätigkeit wird fortgeführt von den hauptamtlichen Koordinatoren des 2023 gegründeten Hospizdienstes Acher-Renchtal. Er hat seinen Hauptsitz in der Martinstraße in Achern. Ab 2024 wird er mit einem neuen Büro im ehemaligen Oberkircher Krankenhaus vertreten sein.

Claudia Braun (2. v. r.) wurde vom Team der hauptamtlichen Koordinatoren des ökumenischen Hospizdienstes Acher-Renchtal in die Rente verabschiedet. Das Bild zeigt sie mit Manfred Scheurer, Stephanie Schattner, Silke Bohnert und Judith Wiegert (von links). | Foto: Hospizdienst Acher Renchtal
Claudia Braun baute die Hospizarbeit in Oberkirch auf, setzte sich für neue Organisationsstrukturen ein und geht jetzt in Rente. | Foto: Hospizdienst Acher Renchtal

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.