Für Obdachlose und Flüchtlinge
Neue Unterkunft ist nun fertiggestellt

Bei der Übergabe der neuen Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft im Waldweg 10 machten sich die Beteiligten vor Ort ein Bild vom fertiggestellten Gebäude (v.l.n.r.): Sachgebietsleiter Dirk Kapp, Fachbereichsleiter Bauen und Planen Peter Bercher, Oberbürgermeister Gregor Bühler, Geschäftsführer Thomas Maier (Städtische Baugesellschaft), Heimleiter Kay Herrmann, Bautechniker Herbert Treyer (Städtische Baugesellschaft), Hausmeister Peter Heunisch, Fachbereichsleiterin Bürgerservice und Ordnung Clarissa Isele sowie Pamela Steinost (Landratsamt Ortenaukreis).  | Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch
  • Bei der Übergabe der neuen Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft im Waldweg 10 machten sich die Beteiligten vor Ort ein Bild vom fertiggestellten Gebäude (v.l.n.r.): Sachgebietsleiter Dirk Kapp, Fachbereichsleiter Bauen und Planen Peter Bercher, Oberbürgermeister Gregor Bühler, Geschäftsführer Thomas Maier (Städtische Baugesellschaft), Heimleiter Kay Herrmann, Bautechniker Herbert Treyer (Städtische Baugesellschaft), Hausmeister Peter Heunisch, Fachbereichsleiterin Bürgerservice und Ordnung Clarissa Isele sowie Pamela Steinost (Landratsamt Ortenaukreis).
  • Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st) Die neue Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkunft im Waldweg 10 ist fertiggestellt und von der Städtischen Baugesellschaft Oberkirch an die Stadt Oberkirch übergeben worden. Mit dem Neubau stehen 54 Wohnplätze für Menschen zur Verfügung, die auf eine sichere und verlässliche Unterbringung angewiesen sind. Die ersten fünf Personen sind bereits eingezogen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Oberkirch.

Der Neubau umfasst 1.131 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche und bietet Einzelzimmer, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie Wohnappartements für Familien und Menschen in akuten Notsituationen. Bei der Planung war Heimleiter Kay Herrmann eng eingebunden, damit die Räume möglichst praxisnah auf die Anforderungen der Unterbringung abgestimmt werden konnten.

Auf den Bedarf der Stadt abgestimmt

„Das Gebäude bietet sehr gute Voraussetzungen für eine verlässliche und bedarfsgerechte Unterbringung“, betont Sachgebietsleiter Dirk Kapp bei der gemeinsamen Begehung. Einzelne Zimmer werden für Notbelegungen vorgehalten. Andere Bereiche werden entsprechend der Zuweisungen durch das Landratsamt belegt. Außerdem ist der Neubau barrierefrei gebaut und ermöglicht somit auch die Unterbringung von Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

In unmittelbarer Nähe zur bestehenden Unterkunft im Waldweg 12 ist zudem ein zusammenhängender Standort entstanden, der kurze Wege für Heimleitung, Hausmeisterdienst und Betreuung ermöglicht. „Die räumliche Nähe erleichtert die Arbeit im Alltag deutlich. Heimleitung und Hausmeister können flexibel zwischen den Gebäuden wechseln und schnell reagieren“, erläutert Kapp.

Robust, wirtschaftlich und nachhaltig gebaut

Nach Angaben der Städtischen Baugesellschaft wurde das Projekt im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich nach bisheriger Planung auf rund 2,84 Millionen Euro. Bereits beim Richtfest war mitgeteilt worden, dass das Gebäude in Massivbauweise errichtet wird, dem KfW-55-Standard entspricht, an die Fernwärme der Stadtwerke Oberkirch angeschlossen wird und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Speicher zur direkten Stromnutzung erhält.

„Baukosten, Bauqualität und Bauzeit wurden bei diesem Projekt sehr gut erfüllt“, sagt Thomas Maier, Geschäftsführer der Städtischen Baugesellschaft. Besonders wichtig sei gewesen, Materialien zu verwenden, die der intensiven Nutzung und wechselnden Belegung langfristig standhalten. „Wir haben robust gebaut, damit Instandsetzungen nicht schon nach kurzer Zeit nötig werden. Das ist wirtschaftlich, nachhaltig und sorgt zugleich für eine verlässliche Nutzung des Gebäudes“, so Maier.

Die Stadt mietet die Unterkunft langfristig von der Städtischen Baugesellschaft. Damit setzt Oberkirch auf eine dauerhafte Lösung statt auf provisorische Unterbringungsformen. Die bisherige Containeranlage an der Hesselbacher Straße wurde inzwischen aufgelöst.

Oberbürgermeister Gregor Bühler dankt allen Beteiligten für die reibungslose Umsetzung des Projekts. „Die neue Unterkunft im Waldweg ist ein wichtiger Baustein, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen angemessen unterzubringen. Mein Dank gilt der Städtischen Baugesellschaft, den beteiligten Planern und Handwerksbetrieben sowie den Mitarbeitern der Stadt, die dieses Projekt eng begleitet haben“, so Bühler.

Die Entwicklung der Flüchtlingssituation bleibe schwer vorhersehbar. Umso wichtiger sei es, dass die Stadt über geeignete und flexibel nutzbare Unterbringungsmöglichkeiten verfüge. „Wir wissen nicht, wie sich die Flüchtlingssituation weiterentwickeln wird. Mit dem Neubau schaffen wir eine belastbare Grundlage, um unserer Verantwortung auch künftig gerecht zu werden“, betont Bühler.

Durch die enge Abstimmung zwischen Stadt, Städtischer Baugesellschaft und den Verantwortlichen vor Ort sei ein Gebäude entstanden, das sich an den tatsächlichen Anforderungen der täglichen Arbeit orientiere.

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