Krisenstab des Rathauses seit März aktiv
Reibungslos und ohne viel Aufsehen

„Für Oberkirch“ – unter diesem Motto steht auch der Einsatz des städtischen Krisenstabes. Die Aufnahme zeigt dessen Mitglieder mit Oberbürgermeister Matthias Braun und Bürgermeister Christoph Lipps an der Spitze, von links: Frank Spengler, Ulrich Reich, Mathias Benz, Bürgermeister Christoph Lipps, Peter Bercher, Marcus Kohler, Hermann Brüstle, Nadine Klasen, Roland Maier und Oberbürgermeister Matthias Braun.
  • „Für Oberkirch“ – unter diesem Motto steht auch der Einsatz des städtischen Krisenstabes. Die Aufnahme zeigt dessen Mitglieder mit Oberbürgermeister Matthias Braun und Bürgermeister Christoph Lipps an der Spitze, von links: Frank Spengler, Ulrich Reich, Mathias Benz, Bürgermeister Christoph Lipps, Peter Bercher, Marcus Kohler, Hermann Brüstle, Nadine Klasen, Roland Maier und Oberbürgermeister Matthias Braun.
  • Foto: Denise Burkhart/Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st). Effizient, geräuschlos und professionell – so lässt sich die Arbeit des Krisenstabs im Oberkircher Rathaus beschreiben. Seit März trifft sich dieser zum Teil täglich.

Allen Verantwortlichen war schnell klar, dass die Corona-Epidemie und dann Pandemie ein noch nie vorgekommenes Ereignis für die Stadt Oberkirch und ihre Einwohnerschaft darstellt. Neben der Verwaltungsspitze mit Oberbürgermeister Matthias Braun und Bürgermeister Christoph Lipps zählen zum Krisenstab der Großen Kreisstadt auch die Fachbereichs- beziehungsweise Stabstellenleiter, die Leiter der Bereiche Wirtschaftsförderung sowie Pressestelle und der Feuerwehrkommandant beziehungsweise dessen Stellvertreter. Die sehr dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie bestimmte von Anfang an die inhaltliche Arbeit des Krisenstabs. Lageorientiert erörtert er die aktuellen Themen und legt die sich daraus ergebenden Maßnahmen fest, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Information der Bürger im Fokus

Von Beginn an stand die Information der Bürgerschaft im Fokus der Arbeit des Krisenstabes. Deshalb entstand innerhalb eines Wochenendes mit corona.oberkirch.de eine spezielle Internetseite. Seit Beginn der Krise verschickt die Stadt permanent spezielle E-Mails mit aktuellen Informationen an Unternehmen, Handel und Gastronomie. Bis jetzt wurden über 60 Newsletter verschickt und über 1.000 individuelle Anfragen beantwortet. Elternbriefe informierten zur Situation an den Kindergärten. Knapp 80 Pressemitteilungen gingen im Zusammenhang mit Corona raus, mehrere ganzseitige Anzeigen in den lokalen Medien mit der Bitte um Unterstützung der lokalen Gastronomen und Einzelhändler hat die Stadt veröffentlicht.

Aufbau corona-resistenter Infrastruktur

Drehte sich am Anfang viel um die Absage von Veranstaltungen und Schließung von öffentlichen Einrichtungen, so rückte mehr und mehr die Organisation einer stabilen, corona-resistenten Infrastruktur in den Vordergrund. Für eine auch unter diesen Umständen stabile und arbeitsfähige Verwaltung wurden Homeoffice-Arbeitsplätze eingerichtet. Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Sachgebieten des Oberkircher Rathauses können so von zu Hause auf ihren PC im Rathaus direkt zugreifen und weiterarbeiten. Die Stadtverwaltung entwickelte Arbeitszeitmodelle, damit Mitarbeiter in einer redundanten Struktur arbeiten konnten. Auch die Arbeitsplätze in der Verwaltung wurden entsprechend umgewandelt, damit in Pandemiezeiten ein Arbeiten möglich war. Hygienekonzepte und entsprechende Hinweisschilder entstanden, Spender für Desinfektionsmittel stehen inzwischen wie selbstverständlich an vielen Stellen des Rathauses und eine Grundausstattung an Mund-Nasen-Bedeckungen erhielten Mitarbeiter, Geschäfte und Schulen in Oberkirch von der Stadt.

Effektive Gremienarbeit

Das Herunterfahren der Infrastruktur war noch ein relativ schnell umsetzbarer Weg, trotz der teils sehr kurzfristigen rechtlichen Vorgaben der Landesverwaltung. Die Umsetzung der vom Land beschlossenen Lockerungen auf Ebene der Stadt war die deutlich anspruchsvollere Aufgabe. Gerade bei Schulen und Kindergärten galt es, Notbetreuungen zu organisieren oder Konzepte für einen eingeschränkten Betrieb unter Pandemiebedingungen zu entwickeln. Hierbei haben alle Beteiligten weit außerhalb der üblichen Zeiten gearbeitet, um stets pünktlich zu den vom Land genannten Terminen auch die Angebote bereit zu halten. Im steten und engen Kontakt mit den Leitungen der jeweiligen Einrichtungen gelang auch dies geräuschlos.

Daneben wurde an Ideen für kleine Kulturreihen, den Betrieb des Freibades, der Öffnung der Mediathek und des Jugendzentrums gearbeitet. Für eine handlungsfähige Verwaltung braucht es auch eine effektive Gremienarbeit. Die beschließenden Ausschüsse nahmen Ende April bereits wieder ihre Arbeit auf. Der Pandemie geschuldet treffen sich nun die Stadträte für ihre Sitzungen unter Einhaltung des gebotenen Mindestabstands in der Erwin-Braun-Halle und nicht mehr im Ratssaal. Die Verwaltung öffnete sich auch wieder für die Bürger. So sind seit Anfang Mai auch wieder Rathaus, Bürgerbüro und Ortsverwaltungen geöffnet.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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