Neues Angebote als Ergänzung
Virtuelles Rathaus startet in Oberkirch

Zum Start des Virtuellen Rathauses in Oberkirch stellen Bürgerbüromitarbeiterin Alexandra Speck (v. l.), Digitalisierungsbeauftragter Nicolai Anbarestani und Oberbürgermeister Gregor Bühler das neue digitale Angebot der Stadt vor. | Foto: Denise Burkart/Stadt Oberkirch
  • Zum Start des Virtuellen Rathauses in Oberkirch stellen Bürgerbüromitarbeiterin Alexandra Speck (v. l.), Digitalisierungsbeauftragter Nicolai Anbarestani und Oberbürgermeister Gregor Bühler das neue digitale Angebot der Stadt vor.
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Oberkirch (st) Die Stadt Oberkirch erweitert ihren Bürgerservice: Mit dem „Virtuellen Rathaus“ steht Bürgern ab sofort ein zusätzliches digitales Angebot zur Verfügung. Erste Verwaltungsleistungen können damit ortsunabhängig erledigt werden, ohne auf den persönlichen Kontakt zur Verwaltung zu verzichten. Das Virtuelle Rathaus ergänzt die bestehenden Dienstleistungen im Bürgerbüro. Alle klassischen Angebote und Termine bleiben weiterhin bestehen. Die Nutzung des Virtuellen Rathauses ist freiwillig und bietet eine zusätzliche Möglichkeit, Anliegen flexibel zu erledigen.

Seit dieser Woche können verschiedene Behördentermine in Oberkirch auch digital wahrgenommen werden. Dazu zählen unter anderem An-, Um- und Abmeldungen von Gewerbe, die Beantragung einer Meldebescheinigung, die Einrichtung einer Übermittlungssperre bei Alters- und Ehejubiläen sowie ausgewählte Anliegen aus dem Meldewesen. „Wir starten mit einer ersten Auswahl an Leistungen, die aktuell digital verfügbar sind“, betont Digitalisierungsbeauftragter Nicolai Anbarestani. „In den kommenden Monaten erweitern wir das Angebot schrittweise, mit dem klaren Anspruch, alle rechtlich möglichen Leistungen digital zugänglich zu machen und die internen Abläufe so zu gestalten, dass digitale Anträge auch digital weiterbearbeitet werden.“

Vorteile für Bürger

Mit dem Virtuellen Rathaus lassen sich Behördengänge ab sofort bequem von zu Hause aus oder unterwegs erledigen – ganz ohne Anfahrtswege und lange Wartezeiten. Dabei bleibt der persönliche Kontakt zu den Verwaltungsmitarbeitern erhalten: Im Videogespräch können Unterlagen dank paralleler Ansicht gemeinsam in Echtzeit bearbeitet und offene Fragen direkt geklärt werden. Auch rechtssichere Online-Signaturen auf Dokumenten sowie die Bezahlung gebührenpflichtiger Anliegen sind direkt im Termin möglich, sodass viele Bürgeranliegen innerhalb eines Termins vollständig abgeschlossen werden können.

Das Virtuelle Rathaus macht die Verwaltung insgesamt zugänglicher: Bürger können selbst entscheiden, ob sie ihr Anliegen digital oder vor Ort im Rathaus erledigen möchten. Für alle, die weniger digital erfahren sind, stehen die Mitarbeiter der Stadt weiterhin persönlich im Rathaus beratend zur Seite.

Oberbürgermeister Gregor Bühler erklärt: „Das Virtuelle Rathaus ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer modernen und zugänglichen Verwaltung. Wir schaffen einen echten Mehrwert für unsere Bürger, indem wir Verwaltungsleistungen einfacher, flexibler und zeitgemäßer verfügbar machen.“

Wie funktioniert das Virtuelle Rathaus?

Bürger gelangen über die Website der Stadt oberkirch.de/virtuellesrathaus zu der Plattform, auf der Termine für digitale Angebote gebucht werden können.

Nach der Buchung wird per E-Mail ein Link versendet, über den der Videotermin aufgerufen wird. Die Verbindung wird direkt über den Webbrowser hergestellt. Zusätzliche Software muss nicht installiert werden. Im direkten Gespräch mit einem Sachbearbeiter werden die Anliegen gemeinsam bearbeitet.

Für offene Fragen oder Hilfestellungen stehen die geschulten Mitarbeiter während des Termins zur Verfügung. Die Plattform ermöglicht zudem den sicheren Austausch von Dateien, um beispielsweise Bescheinigungen digital einzureichen. Im gesamten Prozess werden hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards eingehalten. Digitale Vorgänge und Dokumente sind dabei rechtlich verbindlich und entsprechen den gesetzlichen Vorgaben.

Auch die Stadt profitiert vom neuen Angebot

Mit der Einführung des Virtuellen Rathauses werden Verwaltungsprozesse digital unterstützt und effizienter gestaltet. Dadurch können Arbeitsabläufe optimiert sowie Papier-, Druck- und Portokosten reduziert werden. Gleichzeitig leistet das Angebot einen Beitrag zum Klimaschutz, da zahlreiche Fahrtwege entfallen und damit CO₂-Emissionen verringert werden.

Reibungslose und planmäßige Einführung

Im Oktober vergangenen Jahres startete die Stadt das Projekt „Virtuelles Rathaus“. Für die Umsetzung nutzt Oberkirch eine bewährte Lösung des deutschen Softwareherstellers SYNCPILOT. Neben der Bereitstellung der in Deutschland gehosteten Software umfasst das Leistungsspektrum auch die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit digitalen Verfahren.

Weitere Informationen zum neuen Angebot, zu den aktuell verfügbaren Leistungen sowie Antworten auf häufige Fragen finden sich unter oberkirch.de/virtuellesrathaus-faq.

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