Jahresprognose erhöht
PWO meldet erfreuliches Auftaktquartal 2021

Oberkirch (st). "Die vorläufigen Zahlen von PWO für das erste Quartal 2021 liegen über unseren Erwartungen. Insbesondere die Standorte in Mexiko und China konnten eine deutliche Steigerung bei Umsatzerlösen und EBIT vor Währungseffekten erzielen", so das Progress-Werk Oberkirch in einer Pressemitteilung.

Auch der tschechische Standort trug mit höheren Umsatzerlösen zur positiven Entwicklung des Konzerns bei. Trotz Aufwendungen für den Standortausbau blieb das EBIT vor Währungseffekten auf hohem Niveau. Am deutschen und kanadischen Standort fielen, in Relation zum Vorjahr, Umsatzerlöse und EBIT vor Währungseffekten im ersten Quartal geringer aus. "In Deutschland setzen wir unsere Maßnahmen zur Anpassung des Produktionsstandorts mit Nachdruck fort. In Kanada haben sich kundenseitig die geplanten Serienanläufe einiger Folge- und Neuprojekte etwas verschoben. Eine Verbesserung der aktuellen Situation ist bereits konkret absehbar", so das Unternehmen weiter.

Eigenkapitalquote verbessert

Insgesamt realisierte der Konzern im ersten Quartal 2021 Umsatzerlöse von 110,2 Millionen Euro (i. Vj. 108,8 Millionen Euro) und ein EBIT inklusive Währungseffekten von 5,9 Millionen Euro (i. Vj. 6,1 Millionen Euro). Das EBIT vor Währungseffekten betrug 5,7 Millionen Euro (i. Vj. 6,8 Millionen Euro). Das erste Quartal des Vorjahres war noch kaum von der Corona-Pandemie tangiert. Die Bilanzqualität ist weiterhin stabil: Verglichen mit dem Ende des Geschäftsjahres 2020 mit einer Nettoverschuldung von 102,5 Millionen Euro blieb diese mit 102,7 Millionen Euro auf dem selben Niveau. Die Eigenkapitalquote hat sich von 28,7 Prozent auf 29,1 Prozent verbessert.

Auch beim Neugeschäft war PWO im ersten Quartal erfolgreich und hat damit erneut seine herausragende Lösungskompetenz in den Trendbereichen Elektrifizierung, Sicherheit & Komfort für die Mobilität der Zukunft unterstrichen. Das Lifetime-Volumen des Neugeschäfts inklusive damit verbundener Werkzeugvolumina erreichte rund 135 Millionen Euro. 

Größere Aufträge betreffen Komponenten für die Luftfederung von Oberklasse-Fahrzeugen sowie Instrumententafelträger - unter anderem für die rein elektrisch angetriebene Reiselimousine eines renommierten Herstellers, der derzeit noch nicht mit Instrumententafelträgern beliefert wird.

Der Vorstand hat die erfreulichen Zahlen des ersten Quartals sowie den aktualisierten Ausblick auf die weitere Entwicklung in diesem Jahr zum Anlass genommen, die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 zu überprüfen. "Wir erwarten jetzt ein Umsatzwachstum auf 400 bis 410 Millionen Euro (bisher: rund 380 Millionen Euro; i. Vj. 371,2 Millionen Euro) und ein EBIT vor Währungseffekten von 15 bis 18 Millionen Euro (bisher: positiv im gerade zweistelligen Millionen-Euro-Bereich; i. Vj. -8,1 Millionen Euro). Hinsichtlich des Neugeschäfts haben wir mit dem hohen Niveau des ersten Quartals eine gute Basis gelegt, unsere Prognose eines Anstiegs des Volumens in Richtung 500 Millionen Euro zu erreichen."

Prognosen stehen unter Vorbehalt

Das Unternehmen schließt allerdings weiterhin nicht aus, dass die Corona-Pandemie die Absatzzahlen in ihrer Industrie, insbesondere in Europa, weiter belasten kann. Zudem bestehen unverändert Versorgungsrisiken bei den Kunden bei Computerchips und für die Industrie insgesamt bei Stahl. Die neue Prognose steht deshalb unter dem Vorbehalt, dass die Pandemie zu keinen neuen Lockdowns führen wird und sich aus Versorgungsproblemen keine weiteren Unterbrechungen der Lieferketten in der Industrie ergeben werden.

Die Mitteilung zum 1. Quartal 2021 mit dem vollständigen Quartalsabschluss wird am 10. Mai 2021 veröffentlicht. Das EBIT vor Währungseffekten ist keine Kenngröße gemäß IFRS. Informationen über die Herleitung dieser Größe finden sich im Geschäftsbericht 2020 auf Seite 44. Er ist abrufbar auf der Website.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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