Nachgefragt bei Ilse Teipelke
Viele Unikate ausgestellt
- Ilse Teipelke
- Foto: privat
- hochgeladen von Matthias Kerber
Heute eröffnet die Ausstellung von Ilse Teipelke "Japan und ich" in der Städtischen Galerie Oberkirch. Worum es geht, verrät die Künstlerin im Interview.
Auf was für Kunstwerke dürfen sich die Besucher freuen?
Zwei Drittel der Arbeiten sind nach meinem zehntägigen Japanaufenthalt im Oktober 2025 entstanden: Handdrucke im Hochdruckverfahren – alles Unikate. Wichtig ist das Pop-up-Buch mit zehn Tableaus, das Japan in dreidimensionalen gedruckten, gezeichneten und fotografierten Ansichten zeigt.
Wie ist das Interesse an Japan entstanden?
Durch das überraschende Geschenk eines befreundeten Japanologen, der 70 japanische Gedichte (Haikus) über eine Palme für mich übersetzt hat. Diese große Palme – japanischer Sagopalmfarn – steht bei mir im Atelier und kommt in Japan heute noch wild vor und wird dort wegen ihrer Schönheit verehrt. Ich lebe mit "meiner" Pflanze schon 30 Jahre zusammen. Außerdem hatte ich schon immer eine große Bewunderung für das hochentwickelte dortige Kunsthandwerk.
Welche Inspiration haben Sie aus Japan mitgenommen?
Die hautnahe Begegnung mit einer so anderen unterschiedlichen Kultur, ihren Werten, ihrer Ästhetik, den Sitten und daraus resultierenden Verhaltensweisen, der Betonung der Gemeinschaft, den strengen Regeln für das Individuum waren für mich umwerfend und haben mich seither tiefgreifend bewegt in meinem hohen Alter von fast 80 Jahren.




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