Auf Tour durch die Stadt
"Andres" bei Burda auf Stippvisite

Der Medienpark ist für den „Andres“ nur eine mehrmonatige Stippvisite.
  • Der Medienpark ist für den „Andres“ nur eine mehrmonatige Stippvisite.
  • Foto: Hubert Burda Media
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Offenburg (st). Hubert Burdas Großvater, Franz Burda I., legte einst als begnadeter närrischer Unterhalter in der Bütt und großer Fasents-Freund die Wurzeln für die närrische Tradition im Unternehmen Burda. Er war Anfang des vorigen Jahrhunderts Mitglied des damaligen Elferrats der Althistorischen Narrenzunft Offenburg und verkörperte zur Fastnacht regelmäßig in die Fasentsfigur des „Alt-Offeburgers Andres“ eine humoristische Paraderolle für ihn. Die Statue mit seinem Konterfei als „Andres“, die bisher in der Offenburger Steinstraße von seinen damaligen Auftritten zeugte, macht derzeit Urlaub bei Burda: Momentan steht die Statue am Burda Medienpark, direkt vor dem Haupteingang.

Stippvisite

Doch der Medienpark ist für den „Andres“ nur eine mehrmonatige Stippvisite: Sobald der Erweiterungsbau am Druckzentrum am Güterbahnhof fertiggestellt ist, wird die Statue vor den Toren der neuen Druckerei interimsweise ihren Standort haben. Der Spatenstich für das Gebäude erfolgte im Juli 2020. Sobald die Bauarbeiten dort beendet sind, wird der „Andres“ also vom Medienpark dorthin umziehen, um eine Zeit lang die Burda-Druck-Mitarbeiter am Eingang willkommen zu heißen. Von einem Drucker zu anderen, denn der abgebildete Franz Burda I. war es, der Anfang des 20. Jahrhunderts den Grundstein des heutigen Medienunternehmens Hubert Burda Media legte – mit der Gründung der ersten Burda-Druckerei in Offenburg.

Traditionsreiche Narrenzunft

„Senator“ Franz Burda führte die Fasnachtstradition seines Vaters fort und gründete 1967 mit den Blaujacken die eigene Narrenzunft. Sein Sohn Hubert Burda trug dieses Erbe in dritter Generation im Unternehmen weiter bis heute. Traditionell gruppieren sich in der Fasnachtszeit zum Schmutzigen Donnerstag auch die Burda Blaujacken mit der Betriebskapelle an der Andres-Statue, bevor sie in den Narrenkeller der Althistorischen Narrenzunft einmarschieren.

Die Andres-Statue stand seit 2006 in der Steinstraße. Sie wurde im Auftrag von Hubert Burda und der Althistorischen Narrenzunft von dem Münchner Bildhauer Nikolai Tregor angefertigt und der Stadt geschenkt. Die lebensgroße Bronzefigur ist mit Zylinder zirka 1,70 Meter groß und eines der beliebtesten Foto-Motive in Offenburg. 2019 jedoch hatten Unbekannte dieses populäre Kunstwerk in der Stadt mehrfach beschädigt und den Spazierstock der Statue gewaltsam abgebrochen. Bis zur Sanierung hatte sie die Stadt Offenburg im Depot verwahrt.

Repariert und in neuem Glanz ist der „Andres“ nun zunächst auf Burda-Urlaub und grüßt jetzt wohl behütet die Mitarbeiter des Medienparks und zukünftig die Mitarbeiter des Druckzentrums am Güterbahnhof. „Wir freuen uns darüber. Das ist eine tolle Idee, dass die Andres-Statue jetzt vorerst bei Burda einen guten Platz hat, bevor sich wieder ein schöner und sicherer Standort für sie in der Innenstadt findet“, so Thomas Decker, Zunftmeister der Althistorischen Narrenzunft.

Zurück in die Innenstadt

Perspektivisch soll der „Andres“ wieder in die Offenburger Innenstadt zurückkehren. Ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest. Voraussichtlich wird das nach der geplanten Sanierung der Steinstraße der Fall sein.

Kulturchefin Carmen Lötsch: „Es ist eine liebevolle Idee, dass der „Andres“ quasi durch Offenburg reist. Der Andres ist ein Teil der Steinstraße. Er gehört einfach dazu. Wir werden dort nach seinem Ausflug gemeinsam ein sicheres Plätzchen für ihn finden, so dass er wieder mitten unter den Leuten ist.“

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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