OB Steffens macht sich für Regelbetrieb stark
Es geht um Verlässlichkeit

Offenburg (st). Im Streit um die Kita und Schulöffnungen bezieht der Offenburger Oberbürgermeister Marco Steffens eindeutig Stellung: „Mir geht es um ein klares Signal der Verlässlichkeit für unsere Eltern.“ Steffens bezieht sich auf die Einschätzung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der einen Regelbetrieb nach den Sommerferien als „nicht realistisch“ bezeichnete. „Wir setzen in Offenburg alles daran, wieder in den Regelbetrieb einzusteigen“, so der OB.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Familie, Jugend und Senioren arbeiten unter Hochdruck an der Öffnung der städtischen Kitas. Auch in der Schulabteilung läuft die Hortbetreuung wie geplant, darüber hinaus werden im Bereich Schulkinderbetreuung Anpassungen vorgenommen, um die Schulen bestmöglich zu unterstützen. Am 29. Juni sind die Einrichtungen unter ganz neuen Bedingungen gestartet. „Ich freue mich, dass wir allen Kindern den Kitabesuch wieder ermöglichen können“, sagt Steffens.

Rückkehr in die Normalität

Die Rückkehr der Kinder in die Einrichtungen bedeute für die Familien eine Rückkehr in die Normalität wohlwissend, dass es eine angepasste Normalität an die Pandemiebedingungen sein wird. Die neuen Bedingungen werden im Bildungs- und Erziehungsauftrag berücksichtigt. „Unsere Erzieherinnen und Erzieher werden sich die notwendige Zeit nehmen zu erfahren, was die Kinder bewegt und welche Erfahrungen sie in den zurückliegenden Monaten gemacht haben“, davon ist Steffens überzeugt. Und er fährt fort:„Für die Kinder ist es wichtig, wieder regelmäßige Kontakte mit anderen Kindern zu haben. Ein Teil der Kinder muss erst wieder an den regelmäßigen Besuch der Kitas herangeführt werden; Verunsicherungen müssen abgebaut werden.“

Wie schon einige Male in den vergangenen Monaten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kitas und der Schulkinderbetreuung vor neue Herausforderungen gestellt, die viel Flexibilität verlangen. Die Fachkräfte legen dabei hohes Engagement und viel Kreativität an den Tag: „Mein ausdrücklicher Dank und mein Respekt gilt allen Beteiligten“, erklärt der Oberbürgermeister.

Durch die neue Verordnung ist vieles zu klären und anzupassen. Die Zusammensetzung der Gruppen muss neu überlegt werden, da die Betreuung in festen Gruppen zu erfolgen hat. Das hat zur Folge, dass das offene Konzept überarbeitet werden muss. Außerdem können Räume nicht mehr so flexibel genutzt werden. Auch die Umsetzung der Hygienevorschriften muss nun an den „Kitabetrieb unter Pandemiebedingungen“ angepasst werden. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir alle diese Hürden gut nehmen werden –– da kann ich mich auf unsere Leitungen und die gesamten Teams verlassen.“

Wiedersehen mit den Kindern

Das Kitapersonal und das Personal der Schulkinderbetreuung stehen bereit und freuen sich auf das Wiedersehen mit allen Kindern. In intensiven Gesprächen konnte der Umgang mit dem Infektionsrisiko individuell geklärt werden. Aktuell gehören zwei Prozent der Mitarbeiterinnen in den Kitas der sogenannten „Risikogruppe“ an. OB Marco Steffens: „ Die Aussage des Ministerpräsidenten, dass bis zu 40 Prozent der Erzieherinnen zu den Risikogruppen gehören und damit ein Regelbetrieb nicht zu organisieren sei, ist für mich nicht nachvollziehbar und gilt für die Stadt Offenburg nicht.“ Der Offenburger Rathauschef blickt auch für die Schulen zuversichtlich nach vorne: „Wir werden alles uns Mögliche dafür tun, den Regelbetrieb wiederaufzunehmen.“

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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