Vierter Kandidat für OB-Wahl Offenburg
Fritz Düker hat sich beworben
- Der Offenburger Stadtrat Fritz Düker tritt bei der OB-Wahl an.
- Foto: privat
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (gro) Am Samstag, 25. Juli, hat die Bewerbungsfrist für die Oberbürgermeisterwahl in Offenburg begonnen. Drei Kandidaten - Ulrich Albicker, Julian Christ und Tobias Benz - hatten schon vorher ihre Kandidatur angekündigt. Sie alle haben am frühen Samstagmorgen ihre Unterlagen in den Briefkasten des Offenburger Rathauses eingeworfen.
Seit Montag, 27. Juli, steht ein vierter Kandidat für die Wahl am 11. Oktober fest. Auf Anfrage des Guller bestätigte Fritz Düker, Oralchirurg mit eigener Praxis in Offenburg und seit 2024 Stadtrat der Freien Bürger Offenburg, dass er seine Bewerbung eingereicht hat. Er lebt in einer festen Beziehung und hat fünf Kinder.
"Ich habe jetzt zwei Jahre Gemeinderatsarbeit erlebt. Da muss sich etwas ändern, wenn wir eine Politik für und nicht gegen die Bürger wollen", erklärt der 56-Jährige seinen Entschluss. Auf seiner Agenda stehen zahlreiche Punkte: eine autofreundliche und sichere Innenstadt mit guten Parkmöglichkeiten gehört dazu. Dabei soll die Fußgängerzone auto-, bus- und e-scooterfrei bleiben. Sie soll zudem genügend großvolumige, schattenspendende Bäume erhalten. Er will sich für eine Belebung der Innenstadt stark machen, damit die einheimische Bevölkerung nicht nur an Markttagen gerne in die Stadt kommt. Zudem soll es durchgreifende Sicherheitskonzepte mit Rückendeckung für die Polizei geben.
Absage an Großprojekte
Als Oberbürgermeister werde er den Großprojekten Landesgartenschau und Großklinikum eine Absage erteilen oder diese zurückbauen oder -stufen, so Düker. Für ihn bedeute dies, das Ende der "katastrophalen Offenburger Finanzpolitik".
Bezogen auf die Arbeit im Gemeinderat kann sich Fritz Düker eine bunte, wechselnde Sitzordnung vorstellen. Probleme sollen nach seinem Willen nicht mehr schöngeredet, sondern angesprochen und gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungskonzepten gesucht werden. Das Fernwärmekonzept der Stadt ist aus seiner Sicht nicht zu Ende gedacht, deshalb kündigt er eine Reevaluation an. Als Oberbürgermeister werde er eine Politik für die Menschen in immer schwieriger werdenden Zeiten machen, betont Düker. Weitere Punkte sind die Stärkung der Selbstversorgung mit regionalen landwirtschaftlichen Produkten sowie die Durchführung von internationalen Festen, um die Verständigung zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu stärken.
Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 14. September, um 18 Uhr. Die Wahl ist am Sonntag, 11. Oktober. Sollte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, gehen die beiden mit den meisten Stimmen in die Stichwahl am 25. Oktober.






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