Eine neue Broschüre in drei Sprachen
Geschichte der Mikwe zum Nachlesen

Zur Offenburger Mikwe gibt es nun eine mehrsprachige Broschüre: Gabriele Lauther (v. l.), Melanie Frühe, Steffen Krauth, Valerie Schoenenberg, Anne Junk, Wolfgang Gall, Robert Wacker und Nadine Rau vor dem Eingang.
  • Zur Offenburger Mikwe gibt es nun eine mehrsprachige Broschüre: Gabriele Lauther (v. l.), Melanie Frühe, Steffen Krauth, Valerie Schoenenberg, Anne Junk, Wolfgang Gall, Robert Wacker und Nadine Rau vor dem Eingang.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (gro). Das jüdische Ritualband Mikwe, das sich in der Offenburger Bäckergasse befindet, zieht Jahr für Jahr mehr Besucher an. Vor allen Dingen seitdem das Bad um eine Ausstellung mit großen Informationstafeln im darüberliegenden Gewölbekeller ergänzt wurde. Es blieb nur ein Manko: Um die Geschichte der Mikwe kennenzulernen, müssen die Besucher der deutschen Sprache mächtig sein. Denn das detailreiche Wissen wird ausschließlich in deutschen Texten vermittelt. Dem wurde nun Abhilfe geschaffen: Der Förderverein der Mikwe ermöglichte es, eine neue dreisprachige Broschüre herauszugeben. 3.000 Exemplare in Deutsch sowie jeweils 1.000 Exemplare in Englisch und Französisch bieten nun die Gelegenheit, sich außerhalb der Ausstellung mit dieser einmaligen Einrichtung zu befassen.

Die Broschüre ist sowohl im Café des Jugendbüros, unter dessen Gebäude sich die Mikwe befindet, als auch im Museum im Ritterhaus für eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Flyer schnell vergriffen, aber leider auch genauso schnell weggeworfen werden", erklärt Anne Junk vom Museum, warum die Schutzgebühr erhoben wird.
Die Kooperation in Sachen Mikwe mit dem Jugendbüro läuft seit einigen Jahren und sehr gut. "Es kommen immer mehr Besucher", gab Nadine Rau vom Museum bekannt. So hätten 2017 1.600 Teilnehmer das Ritualbad und die Ausstellung besucht, 2018 seien es bereits 2.100 Besucher gewesen.

Öffnungstage der Mikwe

Auch 2019 gibt es einige Möglichkeiten, das Stück Offenburger Geschichte zu besuchen: In Kooperation mit dem Jugendbüro und Mehrgenerationenhaus werden zehn Sonderöffnungstage – 7., 11. und 12. April, 3. und 19. Mai, 7. Juni, 12. Juli, 8. und 20. September sowie am 13. Oktober – angeboten. "Gerade an den verkaufsoffenen Tagen ist hier viel los", stellt Melanie Frühe, Jugendbüro, fest. Und auch Gabriele Lauther, eine der ehrenamtlichen Helfer, die diese Sonderöffnungstage möglich machen, meint, dass es manchmal fast zu viele auf einmal seien, die die Mikwe in Augenschein nehmen wollten.

Öffentliche Mikwe-Führungen werden am 23. März, 15. Juni, 24. Juli sowie 24. August angeboten. Außerdem bildet ein Besuch der Einrichtung in der Bäckergasse den Abschluss der neun öffentlichen Innenstadtführungen, die bereits begonnen haben.

Die beiden Broschüren sind vor allem eine Sammlung der Texte auf den Informationstafeln. Gestaltet wurde die Broschüre von Valerie Schoenenberg und Steffen Krauth. Außerdem soll künftig ein Schild im Innenhof auf den Eingang der Mikwe hinweisen – auch dieses gesponsert vom Förderverein.

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