Einblicke in Arbeit der Hochschule
Grüne Offenburg informieren sich

Besuch der Gemeinderats-Fraktion Offenburg der Grünen in der Hochschule Offenburg | Foto: Bündnis 90/Die Grünen
  • Besuch der Gemeinderats-Fraktion Offenburg der Grünen in der Hochschule Offenburg
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st) Auf Einladung des Rektors der Hochschule Offenburg, Prof. Dr. Stephan Trahasch, hat die Grüne-Gemeinderatsfraktion die Hochschule Offenburg besucht. Bei einem informellen Austausch standen laut Pressemitteilung die aktuellen Herausforderungen für die Hochschullandschaft in Baden-Württemberg und speziell für den hiesigen Hochschulstandort im Fokus.

Die Hochschule Offenburg verstehe sich als treibende Kraft der Zukunftsgestaltung in der Region. Daher suche sie den Austausch mit Unternehmen, gesellschaftlichen Gruppen und den politischen Akteuren. Im Vergleich sind diese Transferbeziehungen in der Region bereits gut entwickelt. Eine Studie habe ergeben, dass pro in die Hochschule investiertem Euro eine regionale Wertschöpfung von 2,68 Euro entstehe.

Ein Problem für die derzeit 3.700 Studierenden sei der knappe Wohnraum - sowohl für die deutschen als auch die rund zehn Prozent  internationalen Studierenden. Auch die Studiengebühren für die "Internationals" schreckten manche Studierenden ab, die dann lieber ein Studium in den Nachbarländern Bayern oder Hessen ohne Studiengebühren aufnehmen würden. Ziel der Hochschule sei es, die Zahl der Studierenden auf 4.000 zu erhöhen, wobei auch neue Studiengänge wie Gesundheitsmanagement und Digital Health, Virtuelle Welten und Game Technologies oder Wirtschaftspsychologie eine wichtige Rolle spielen würden.

Ebenfalls seien die notwendigen Investitionen in die Hochschulgebäude in Offenburg vor dem Hintergrund mangelnder Energieeffizienz von älteren Gebäuden diskutiert wurden . Die CO2- Emissionen der Hochschule am Campus Offenburg würden derzeit 530 Tonnen im Jahr betragen. Professor Trahasch sagt dazu: "Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen. Wir forschen zur Energiewende und arbeiten an der Reduzierung der Emissionen am Campus. Wir hoffen, dass bis zur Landesgartenschau auch der Einstieg in die energetische Sanierung älterer Hochschulgebäude gelingt. Die Landesgartenschau wird eine größere räumliche Verbindung der Hochschule zur Stadt und ein hohe Aufenthaltsqualität für Studierende schaffen."
Trahasch wies auch auf die notwendige Stärkung der angewandten Forschung und des Transfers hin: "Vielversprechende Grundlagenforschung kann leider manchmal nicht in tragfähige Geschäftsmodelle umgesetzt werden, die der regionalen und nationalen Wirtschaft zugutekommen würden."

Im Anschluss sei die Grüne Fraktion von Sascha Rißmann, Mitarbeiter des Instituts für nachhaltige Energiesysteme (INES), durch das Regionale Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ) geführt worden. Dabei habe er über hochspannende aktuelle Forschungsprojekte informiert: So erarbeite das Zentrum technische Möglichkeiten zum bidirektionalen Laden von E-Autos für mehr Netzstabilität. Und es entwickele nachhaltige PV-Module mit weniger Kunststoff und einfacheren Recycling-Möglichkeiten. Auch die Pflanzenkohle, die als Düngemittel eingesetzt werden soll und durch aktiven CO2-Entzug Emissionen reduzieren will, werde weiter getestet.

Fraktionsvorsitzende Maren Seifert habe sich begeistert über den mittelfristigen Nutzen der angewandten Forschung für die Verbraucher gezeigt und auch die enge Kooperation mit regionalen Unternehmen gewürdigt. Siehabe dabei ausdrücklich die Bedeutung der Hochschule für die Stadt betont. "Sehr gerne unterstützt meine Fraktion daher die Hochschule auch bei ihrem Zeil, die Hochschule und ihre Studierenden besser in die Stadt ein- und anzubinden. Wir stehen im Rahmen unserer Möglichkeiten als Ansprechpartnerin der lokalen Politik immer gerne zur Verfügung!" so Maren Seifert.

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