Jutta Hermann-Burkart und Kirstin Niemann im Gespräch
Landesgartenschau Offenburg - Planungen laufen

Jutta Hermann-Burkart
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Offenburg (st).  Die Stadt Offenburg bewirbt sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2034. Das ist zwar noch ein Weilchen hin, aber das Auswahlverfahren beginnt im kommenden Jahr, sodass die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen. Über den Stand der Dinge
informierte Projektleiterin Jutta Herrmann-Burkart und Stadtentwicklerin Kirstin Niemann statt.

Frau Herrmann-Burkart, warum braucht Offenburg eine Landesgartenschau?
Herrmann-Burkart: Landesgartenschauen sind immer eine treibende Kraft in der Entwicklung einer Stadt auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Sie werden mit bis zu 50 Prozent bzw. maximal fünf Millionen Euro der entstehenden Investitionskosten gefördert. Entscheidend ist aber, dass mit einer LGS immer zusätzlich Fördermittel in den Bereichen Städtebau, Verkehrsplanung und Wasserbau einhergehen. Damit ist eine umfangreiche städtebauliche Entwicklung in einem deutlich überschaubareren Rahmen und kompakter realisierbar.

Welchen Nutzen hat die Bevölkerung?
Herrmann-Burkart: Landesgartenschauen mit ihren flankierenden Maßnahmen wirken sich unmittelbar auf die Lebens- und Aufenthaltsqualität, auf die Infrastruktur, das soziale Umfeld und auf ökologische Themen aus. Sie treiben nicht zuletzt die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune voran. Sie helfen aber in erster Linie dem steigenden Nutzungsdruck auf das öffentliche Grün mit mehr Grün in der Stadt zu begegnen und die wachsende Bevölkerung mit ausreichend Erholungsraum zu versorgen.

Können Sie schon konkrete Flächen benennen?
Herrmann-Burkart: Noch sind wir in der Prüfung der Machbarkeit zu Flächenpotenzialen. Wir wollen aber die Kinzig in der Stadt als eines unseres wichtigsten Potenziale einbinden. Ebenso, wie ja in der jüngsten Pressekonferenz bereits beschrieben, kann das OFV-Gelände ein wichtiger Baustein sein, natürlich in enger Abstimmung mit dem Verein zu einer möglichen Verlagerung.

Frau Niemann, Anfang 2019 startet die Bürgerbeteiligung – was versprechen Sie sich davon?
Niemann: Ich verspreche mir davon, dass wir eine bunten Mischung von Menschen unserer Stadt mit ihren Vorstellungen einbeziehen – Menschen aus unterschiedlichen Generationen, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Bildung. Die Bürger sind Experten für ihre Quartiere und ihre Stadt und bereichern unsere Planungen mit ihren Ideen.

Werden auch jüngere Menschen einbezogen?
Niemann: Ja, das ist uns ganz wichtig. Wir stricken hier gerade an unserem Konzept mit einem Jugendworkshop wie auch Besuchen von Kitas und Grundschulen. Die Kinder und Jugendlichen, die wir heute einbeziehen, werden zwar 2034 selbst nicht mehr der jüngeren Generation angehören, sie werden aber dafür gesorgt haben, dass ihre eigenen Kinder von einer kinder- und jugendgerechten Gestaltung profitieren können.

Jutta Hermann-Burkart
Kirstin Niemann

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