Kommunalstatistik 2025
Offenburg wächst dank steigender Zuzüge

Zwischen Wald und Reben lebt es sich offensichtlich gut – ein Grund für die steigende Einwohnerzahl. | Foto: Stadt Offenburg
  • Zwischen Wald und Reben lebt es sich offensichtlich gut – ein Grund für die steigende Einwohnerzahl.
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Offenburg (st) 63.523 Menschen waren zum 31. Dezember 2025 mit ihrem Hauptwohnsitz in Offenburg gemeldet. Ein Zuwachs um 449 Personen im Vergleich zum Vorjahr und damit ein neuer Höchststand, so die Stadt Offenburg in einer Pressemitteilung. Nachdem die Einwohnerzahl 2024 im Vergleich zum Vorjahr noch leicht um 273 Personen zurückgegangen war, setzt sich der langfristige Wachstumstrend damit fort. Verantwortlich dafür ist vor allem der Zuzug von außerhalb, der das Geburtendefizit überwiegt. Das zeigt die aktuelle Kommunalstatistik der städtischen Statistikstelle.
So gab es im vergangenen Jahr 4.919 Neubürger, während im gleichen Zeitraum 4.297 Menschen weggezogen sind. Daraus ergibt sich ein Wanderungsplus von 622. Dem gegenüber steht ein Geburtendefizit: Bei 576 Geburten und 724 Sterbefällen ergibt sich ein Minus von 148. Die Offenburger Bevölkerung wächst also, weil die Zuzüge das Geburtendefizit übertreffen.

Stadt- und Ortsteile

In der Kernstadt leben zum Jahresende 39.775 Einwohner (plus 370 gegenüber 2024), in den zwölf Ortschaften 23.748 (plus 79). Innerhalb des Stadtgebiets wurden zudem 3.204 Umzüge zwischen Stadtteilen registriert. Deutlich zugelegt haben die Stadtmitte (plus 156 auf 5.310), die Südoststadt (plus 117 auf 9.024) und die Nordstadt (plus 98 auf 5.664). Einen deutlichen Rückgang verzeichnet dagegen die Südstadt, deren Einwohnerzahl vor allem durch Wegzüge von 2.109 auf 2.023 sank. Bei den Ortschaften tut sich Weier mit einem Zuwachs hervor (plus 35), während die Bevölkerung in Zell-Weierbach binnen Jahresfrist um 28 Personen gesunken ist.

Schrumpfende Haushalte

Die Zahl der Haushalte stieg gegenüber dem Vorjahr um 375 auf 31.366. Im Durchschnitt leben 1,97 Personen in einem Haushalt. Zum Vergleich: 2023 waren es 1,99. Mittlerweile sind 44,8 Prozent aller Haushalte Einpersonenhaushalte mit steigender Tendenz. In der Kernstadt liegt die durchschnittliche Haushaltsgröße mit 1,90 spürbar unter dem Wert der Ortschaften. Besonders deutlich wird das beim Vergleich der Stadtmitte (1,77 Personen) mit Weier, wo im Schnitt 2,27 Personen zusammenleben. 6.247 Offenburger Haushalte (rund 20 Prozent) sind Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren. Zum Vergleich: Fast 30 Prozent sind Paarhaushalte ohne Kinder.

Alternde Stadtgesellschaft

Der demografische Wandel schreitet auch in Offenburg voran. So ist die Zahl der über 85-Jährigen von 2023 bis 2025 auf 2.478 angestiegen. 2023 waren es noch 2.179. Die Gruppe der 65- bis 85-Jährigen wuchs auf 11.924. Gleichzeitig ging die Zahl der unter Dreijährigen von 1.782 auf 1.678 zurück, und die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen schrumpfte von 4.762 auf 4.587. Zugelegt hat die Gruppe der 35- bis 45-Jährigen, die von 8.252 auf 8.582 anwuchs. Beim Durchschnittsalter zeigen sich Unterschiede im Stadtgebiet. Am jüngsten ist die Bevölkerung in der Nordstadt (40,3 Jahre), gefolgt von der Stadtmitte, in der die Menschen im Schnitt ein Jahr älter sind. Den höchsten Altersschnitt weist hingegen Fessenbach (48,4 Jahre) auf, gefolgt von Waltersweier mit 47,4 Jahren.

Bevölkerung nach Herkunft

40,3 Prozent der Offenburger Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Dazu zählen Ausländer, Eingebürgerte, im Ausland geborene Deutsche, Aussiedler sowie Kinder unter 18 Jahren, bei denen mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund hat. Während in der Kernstadt jede zweite Bürgerin und jeder zweite Bürger einen Migrationshintergrund hat, sind es in den Ortschaften lediglich 24,2 Prozent. Insgesamt leben 14.196 Deutsche mit Migrationshintergrund in Offenburg. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 22,3 Prozent. Davon abzugrenzen ist der Ausländeranteil von 18 Prozent, also Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft.

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