Krisenhandbuch für Offenburg übergeben
Was tun bei Katastrophen?

Krisenhandbuch für Offenburg: Oberbürgermeister Marco Steffens (r.) und Erwin Drixler, Leiter des Stabes für besondere Ereignisse. | Foto: Stadt Offemburg/Robin Sester
  • Krisenhandbuch für Offenburg: Oberbürgermeister Marco Steffens (r.) und Erwin Drixler, Leiter des Stabes für besondere Ereignisse.
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Offenburg (st) Was tun im Krisenfall? Um dieser Frage nachzugehen und für den Ernstfall gerüstet zu sein, hat die Stadt Offenburg enger Kooperation mit den Experten der EnBW verschiedene Bedrohungslagen und Szenarien diskutiert und ein Krisenhandbuch mit Lösungsstrategien entwickelt.

Erwin Drixler, Leiter der Stabsstelle Stab für außergewöhnliche Ereignisse, übergab laut Pressemitteilung am Mittwoch, 26. Februar, ein Exemplar an Oberbürgermeister Marco Steffens. Mit einem klaren Fokus auf die Bewältigung der Bedrohungsszenarien Hochwasser, Starkregen und langanhaltende Stromausfälle ist Offenburg nun bestens vorbereitet, um auf Krisensituationen effektiv und professionell reagieren zu können.

Gemeinsame Workshops

Über mehrere Monate haben Fachleute der Stadt Offenburg und der EnBW in gemeinsamen Workshops gezielt Strategien für verschiedene Bedrohungslagen entwickelt. Jedes einzelne Schutzziel wurde individuell geprüft und mit einem eigenen Plan für die Krise versehen. Alle Informationen wurden in dem speziell auf Offenburg zugeschnittenen Handbuch festgehalten.

Es enthält alle wichtigen Pläne und Arbeitsmittel, die im Ernstfall benötigt werden. Dazu gehören die Zusammensetzung des Krisenstabes, die Analyse der kritischen Infrastruktur, Ressourcen, Evakuierung, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie Alarmierungs- und Kriseneinsatzpläne. „Eine Art Führerschein für den Notfall. Es wird ständig weiterentwickelt und an neue Gegebenheiten angepasst“, sagte Erwin Drixler. „So kann im Ernstfall schnell, professionell und effektiv reagiert und gehandelt werden.“

Erfolgreiche Partnerschaft

Oberbürgermeister Marco Steffens unterstrich die Bedeutung einer umfassenden Vorbereitung auf Krisensituationen: „In Krisenzeiten müssen wir schnell und professionell handeln. Dies ist nicht nur unsere Pflicht, sondern auch der Anspruch der Bürgerinnen und Bürger in Offenburg. Die EnBW hat uns dabei hervorragend unterstützt. Das gemeinsam erarbeitete Krisenhandbuch ist ein wichtiges Werkzeug, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.“

Margot Fritz, Krisenexpertin der EnBW AG, hob die erfolgreiche Partnerschaft hervor: „Diese Zusammenarbeit zeigt, wie entscheidend es ist, lokale Bedingungen und Anforderungen zu berücksichtigen, um effektiv auf Krisensituationen reagieren zu können. Wir sind stolz darauf, dazu beigetragen zu haben.“

„In Zeiten, in denen Naturkatastrophen und kritische Ereignisse zunehmen, ist es unerlässlich, gut vorbereitet zu sein“, so Stabs-Chef Erwin Drixler. „Die Ereignisse aus den vergangenen Monaten aber auch das Hochwasserereignis 2021 im Ahrtal führen vor Augen, wie schnell Wetterextreme auch in Deutschland verheerende Schäden verursachen können. Wir werden gemeinsam mit der EnBW an weiteren Themen arbeiten, um das Handbuch noch zu erweitern“. Oberbürgermeister Steffens: „Wir hoffen natürlich, dass wir von Krisenereignissen hier in Offenburg verschont bleiben. Wenn es aber doch einmal dazu kommen sollte, wird uns das Handbuch eine wertvolle Hilfe sein.“ Um die Abläufe auch praktisch zu verinnerlichen, ist in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Einsatzkräften vor Ort sowie mit Unterstützung der EnBW eine große Übung mit dem Szenario eines Ernstfalls in Planung.

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