WFCS-Konferenz in Offenburg
Wirtschaftlicher Erfolg von morgen
- Erstmals fand die internationale IEEE-Konferenz an der Hochschule Offenburg statt.
- Foto: Hochschule Offenburg
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Vom 21. bis 24. April war das Institut für verlässliche Embedded Systems und Kommunikationselektronik (ivESK) der Hochschule Offenburg Gastgeber der 22. Ausgabe der International IEEE Conference on Factory Communication Systems (WFCS26), teilt die Hochschule Offenburg mit. Die WFCS behandele keine abstrakten Fragen, sondern entscheidende Themen für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen, hatte Prof. Dr. Thomas Eisele, Prorektor für Forschung und Transfer an der Hochschule Offenburg, schon bei der Begrüßung der rund 80 Teilnehmenden aus zwölf Ländern festgestellt. Und die Gäste aus Brasilien, Belgien, China, Irland, Italien, Polen, Portugal, Österreich, Schweden, Spanien, Taiwan und den USA bestätigten ihn: In diversen Sessions diskutierten sie Aspekte wie Echtzeitkommunikation, Sicherheit, drahtlose Kommunikation und Sensorik, 5G-/6G-Integration und vieles mehr.
Ausfallsichere Datennetzwerke
Die ganze Komplexität des WFCS-Themas wurde auch in den beiden Keynotes deutlich. Dr. Lena Yoshihara-Lisch zeigte auf, wie wichtig ausfallsichere drahtlose Datennetzwerke für intelligente Anwendungen in smarten Gebäuden, Firmen, Städten aber auch Notrufsysteme sind. Als Beispiel hatte sie die Reduzierung des Wasserverlustes in öffentlichen Kanalnetzen gewählt. Ein festinstalliertes kabelloses Kommunikationsnetzwerk könne die zur Entdeckung kleiner Lecks und Tropfstellen notwendigen, qualitativ hochwertigen Daten in unter fünf Minuten liefern, so die Chief-Expert Innovation Management an Transformation Program Lead der Diehl Metering GmbH. Dr. Friedrich Wiemer sprach in seiner Keynote über die heute bereits erprobte Absicherung der Datennetze im Auto und wie sich diese auch auf die Industrie und anderen Umgebungen übertragen ließe. Es gehe heute nicht mehr darum, das Signal zu schützen, sondern die Verbindungsebene, erläuterte der Senior Security Expert for In-Vehicle Communication der Robert Bosch GmbH.
Komplexe Anforderungen
„In dieser Welt komplexer Anforderungen gibt es keine einfachen Lösungen und isolierten Ideen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele verschiedene Elemente vorhanden sein und in ein komplettes System integriert werden müssen“, fasste Prof. Dr. Axel Sikora, ivESK-Leiter und General Co-Chair der Konferenz, seine Eindrücke von der WFCS zusammen. Gemeinsam mit General Co-Chair Prof. Dr. Stefano Scanzio vom mitorganisierenden Institut für Elektronik, Informatik und Telekommunikation CNR-IEIIT aus Italien und Program Co-Chair Prof. Dr. Henning Trsek vom Institute Industrial IT (inIT) der TH Ostwestfalen-Lippe zeichnete er die besten Papers der Konferenz aus. Den Award für das beste Scientific Paper erhielt ein Team des Instituts für Nachrichtentechnik und Hochfrequenzsysteme der Johann Kepler Universität im österreichischen Linz für ihre „Binary Radio Environment Map Derived from Situational Awareness and RSRP Measurements“. Der Award für das beste Work in Progress Paper ging an Onoriode Akporherhe und Luis Almeida (in Abwesenheit) von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Porto für ihren Beitrag „Toward Server-Side Scheduling on LoRaWAN“.
Abgerundet wurde die akademische Veranstaltung durch verschiedene Tutorien und Demonstrationen, ein Industrieforum sowie eine Stadtführung durch die Offenburger Gewölbekeller und ein Gala Dinner im Hexenkeller.











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