DRK Rettungshundestaffel Offenburg
Mensch und Tier bilden tolles Team

Flächensuchhund Onagh wartet auf das Startzeichen.
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  • Flächensuchhund Onagh wartet auf das Startzeichen.
  • Foto: Rolf Fey
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Offenburg Konzentriert sitzt Hundedame Onagh neben Hundeführerin Patricia Vollmer und wartet auf das Zeichen zum Suchen. Zum Training haben sich im Wald drei Kinder versteckt, die der angehende Flächensuchhund nun aufstöbern soll. „Flächensuchhunde werden überwiegend in großen Gebieten wie Wäldern eingesetzt“, erklärt die Staffelführerin der DRK Rettungshundestaffel Offenburg Ingrid Bayer. Nach dem Signal prescht Onagh los, läuft schnüffelnd die Umgebung ab und kommt dann wieder zurück, um Vollmer anzuzeigen, dass sie die Kinder gefunden hat. „Das Anzeigen kann durch Bellen, durch Stupsen, durch Anspringen oder einem anderen zwischen Hund und Führer als Zeichen erlerntem Verhalten geschehen“, so Vollmer.


Es eignet sich nicht jeder Hund

„Zum Rettungshund eignet sich jedes Tier, das menschenfreundlich und sozial verträglich ist“, erläutert Monika Müller. Ihr Border Collie Pit war früher als Hütehund im Einsatz und ist nun Flächensuchhund. „Die Hunde machen einen Eignungstest, bevor sie in die eigentliche Ausbildung dürfen und müssen selbstverständlich eine Begleithundeprüfung ablegen“, erklärt sie. Bis zur eigentlichen Rettungshundeprüfung kann dann durchaus noch ein Jahr oder mehr vergehen, denn auch der Hundeführer hat viel zu lernen. Neben Erster Hilfe und Erster Hilfe am Hund stehen auch Kartenkunde und Kynologie auf dem Lehrplan. Hund und Hundeführer sind ein eingespieltes Team – was im Notfall entscheidend ist. „Der Hund muss sich ebenso auf seinen Führer verlassen können wie umgekehrt“, sagt Ingrid Bayer.

Man-Trailing

Beim nächsten simulierten Einsatz kommt Spürnase Gollo, der fünfjährige Griffon von Hundeführerin Christina Wunsch, zum Einsatz. Ein Kind ist auf einem belebten Fest verschwunden. „Um auf belebten Plätzen oder in urbanen Gebieten zu suchen, nutzen wir das so genannte Man-Trailing“, erklärt Wunsch. Dabei bleibt der Hund an der Leine und schnuppert im Idealfall an einem Kleidungsstück oder etwas Ähnlichem der gesuchten Person. Dann geht es los. Mit der Nase auf dem Boden läuft Gollo suchend, aber zielstrebig voran und hat auch nach einigen Minuten das Kind gefunden.

Die DRK Rettungshundestaffel Offenburg besteht zurzeit aus 20 aktiven Rettungshundeführern, 26 Rettungshunden und vier Helfern, die zu Einsätzen im ganzen Ortenaukreis und oft auch darüber hinaus gerufen werden. Sie suchen vermisste Personen wie weggelaufene Kinder, suizidgefährdete Jugendliche, verwirrte ältere Menschen. Dabei arbeiten sie eng mit anderen Hundestaffeln und natürlich der Polizei zusammen. Wenn im Notfall der Piepser geht, wird nicht lange gefackelt. “Ich melde, dass wir kommen und dann springe ich auch im Nachthemd in den Wagen“, sagt Müller lachend. „Bei uns zählt jede Sekunde.“ Denn leider enden nicht alle Suchen glücklich. „Man muss das professionell verarbeiten, sonst kann man einpacken“, sagt Bayer, die bereits seit 17 Jahren bei der Hundestaffel ist. Die Helfer der Rettungshundestaffel Offenburg arbeiten komplett ehrenamtlich und finanzieren ihr Equipment aus eigener Tasche. „Wir wünschen uns Sponsoren, die unsere wichtige Aufgabe langfristig unterstützen möchten“, so Bayer. „Jeder, der die Rettungshundestaffel kennenlernen möchte, ist herzlich zu einem Besuch eingeladen.“ Thekla Fey

Flächensuchhund Onagh wartet auf das Startzeichen.
Gollo sucht intensiv an der Leine von Hundeführerin Christina Wunsch beim Man-Trailing. 
Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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