45 Jugendliche üben regelmäßig für spätere Einsätze bei den "Großen"
Jugendfeuerwehr hat einen "Joker für seine Aktivitäten"

Mit Spaß, Einfallsreichtum und jugendlicher Unbekümmertheit nah an der Erwachsenenwelt – das ist die Jugendfeuerwehr.
  • Mit Spaß, Einfallsreichtum und jugendlicher Unbekümmertheit nah an der Erwachsenenwelt – das ist die Jugendfeuerwehr.
  • Foto: Feuerwehr
  • hochgeladen von Stefan Schartel

Offenburg (rek). Jeder weiß: Wenn es irgendwo brenzlig wird, rückt die Feuerwehr an. Aber wie steht es um den Nachwuchs der Wehren? Wie alt sind die Anwärter und wie werden die künftigen Lebensretter geschult und für den Ernstfall gerüstet? Wir haben nachgefragt.

"Die Jugendfeuerwehr ist und bleibt die unbestrittene Nachwuchsschmiede einer freiwilligen Feuerwehr", betont Wolfgang Schreiber, kommissarischer Leiter der Offenburger Jugendwehr. Er weiß, dass auch diese Nachwuchsorganisation in einem harten Verdrängungswettbewerb mit anderen Vereinen und Hilfseinrichtungen wie dem Technischen Hilfswerk oder Rotem Kreuz und Maltesern steht. Dazu kämen die inzwischen bekannten Themen wie Ganztagesschulen und verändertes Freizeitverhalten.

"Die Jugendfeuerwehr hat jedoch, wie andere Hilfsorganisationen auch, einen besonderen Joker in ihrem Aktivitätenkonzept: den gewissen Kick durch technische Attraktivtiäten auf einem außergewöhnlichen Niveau und die Möglichkeit, zu lernen, dass man durch Teamwork, innovatives Arbeiten und den oftmals notwendigen technischen Hilfsmittel, außergewöhnliche und gefährliche Situationen wieder beherrschen kann", zieht Schreiber diesen Trumpf bei der Nachwuchswerbung. Es gebe wohl keine Jugendorganisation, die mit soviel Spaß, Einfallsreichtum und jugendlicher Unbekümmertheit so nah an der Erwachsenenwelt dran sei, unterstellt Schreiber im Vereinsvergleich.

Die Jugendfeuerwehr Offenburg besteht derzeit aus rund 45 Jugendlichen, davon einem knappen Drittel Mädchen. Das Mindesalter zum Mitmachen beträgt zehn Jahre. Mit Erreichen des 17. Lebensjahres können die Jugendlichen in die Einsatzabteilungen übertreten und dort mit der Grundausbildung in den aktiven Dienst eintreten.

Die Jugend übt an jedem zweiten Mittwoch an den unterschiedlichen Standorten der Feuerwehr in Offenburg. Daneben gibt es Zeltlager auf Kreis-, Landes- oder sogar Bundesebene, wie zuletzt im Jahr 2015 in der Nähe von München mit rund 4.500 Teilnehmern. "Aber auch in Offenburg selbst ist einiges geboten, um den Jugendlichen immer wieder die Besonderheit der Jugendfeuerwehr zu vermitteln", macht Schreiber klar. Höhepunkt im vergangenen Jahr war zweifellos das vierwöchige Handwerkerprojekt unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner. Zusammen mit der Handwerkskammer wurden an vier Samstagen verschiedene vier Handwerksberufe vorgestellt. Die 24 teilnehmenden Jugendlichen der Jugendfeuerwehren aus Offenburg und Schutterwald bekamen von erfahrenen Berufsausbildern alles erklärt von Elektrik bis Mechatronik. Die Seminartage, die freiwillig belegt werden konnten, fanden sowohl bei den Teilnehmern wie auch bei deren Eltern sehr großen Anklang.

"Für dieses Jahr sehen wir einen Teil zwei des Handwerkerprojekts vor", kündigt Schreiber an. Aber auch ein Zeltlager mit den Jugendfeuerwehren des gesamten Ortenaukreises in Ohlsbach steht auf dem Plan. Zudem steht wieder das gesamte Portfolio des Jugendfeuerwehrdienstes, wie beispielsweise Ausbildung an Einsatzfahrzeugen, Sport, theoretischer Unterricht, Spielen und Basteln oder Exkursionen auf dem "Dienstplan".

Bei Interesse an der Jugendfeuerwehr stehen neben Schreiber alle Gemeindefeuerwehren für Fragen zur Verfügung. Denn nur durch eine ausreichende Zahl an Nachwuchs ist die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in Zukunft gewährleistet.

Autor:

Stefan Schartel aus Offenburg

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