Vorbildliche Bienenprojekte ausgezeichnet
#beebetter Award verliehen

Petra Hornberg und Kay Labinsky, #beebetter-Gastegber "BurdaVerlag", Sängerin Cassandra Steen, Bundesministerin Julia Klöckner, Moderator Steven Gätjen und Margret Mergen, Oberbürgermeiserin von Baden-Baden bei der Preisübergabe
  • Petra Hornberg und Kay Labinsky, #beebetter-Gastegber "BurdaVerlag", Sängerin Cassandra Steen, Bundesministerin Julia Klöckner, Moderator Steven Gätjen und Margret Mergen, Oberbürgermeiserin von Baden-Baden bei der Preisübergabe
  • Foto: René Reichle/Hubert Burda Medien
  • hochgeladen von Christina Großheim

Baden-Baden (st). Am Montag, 8. November, sind die Gewinner der #beebetter-Awards 2021 der bundesweiten (Wild-)bienenschutz-Initiative des "BurdaVerlags" ausgezeichnet worden. Unter entsprechenden Corona-Sicherheitsvorkehrungen konnten die Awards in diesem Jahr wieder im Rahmen eines feierlichen Live-Events im Beisein von rund 100 geladenen Gästen im Museum Frieder Burda in Baden-Baden an die Preisträger übergeben werden. Kay Labinsky, Chief Publishing Officer, und Petra Hornberger, Brand Director Living & Garden begrüßten Publikum und Preisträger. Durch den Abend führte TV-Moderator und #beebetter-Testimonial Steven Gätjen. Auch die Schirmherrin der Initiative Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, ließ es sich nicht nehmen, für ein Grußwort zu diesem wichtigen Anlass persönlich anzureisen und den Preisträgern für ihr besonderes Engagement zu danken. Musikalisch umrahmt wurde die festliche Veranstaltung von Sängerin und #beebetter-Testimonial Cassandra Steen. 

Die fünf Gewinnerprojekte des #beebetter-Awards sowie die fünf Bestplatzierten in den Kategorien „Jugend & Bildung“ und „Private Initiativen“ werden mit insgesamt über 30.000 Euro Preisgeld unterstützt.

Das sind die #beebetter Award-Gewinner 2021

  1. In der Kategorie „Jugend & Bildung“ hat die Kita Villa Kunterbunt (Leiter: Tobias Hase) in Kirchheimbolanden im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz den #beebetter-Award 2021 gewonnen. Erzieher, Eltern und ihre Kinder haben erst im Frühjahr 2021 ihr Projekt „Sag Ja! Zur Biene!“ gestartet. Seitdem ist unter anderem ein großer Bienenlehrgarten entstanden mit unzähligen Nist- und Nahrungsmöglichkeiten für viele verschiedene Bienenarten, aber auch andere Insekten und Vögel. Außerdem wurden ganz viele verschiedene Bienenschutz-Aktionen gemeinsam mit den Kindern organisiert – vom Säen und Pflanzen von bienenfreundlichen Blumen, über das Verteilen von Samentütchen und Info-Flyern an die Einwohner:von Kirchheimbolanden, dem Bauen von Bienenhotels und Bienentränken, bis hin zur Pflege eines eigenen Bienenvolks gemeinsam mit einem Imker.
  2. In der Kategorie „Landwirtschaft“ hat es Landwirt Franz Lehner aus Rain im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern auf den ersten Platz geschafft und den #beebetter-Award 2021 gewonnen. Sein Bienenschutzprojekt „Blühpatenschaft – Ihr Bauer von nebenan“ umfasst aktuell rund 55.000 Quadratmeter Fläche an Blühwiesen und Blühstreifen, davon bietet er für 33.000 Quadratmeter Blühpatenschaften an. Mittlerweile hat er schon fast 200 Blühpaten aus ganz Deutschland von München bis Oldenburg. Mit Totholz- und Lesesteinhaufen bietet der Landwirt auf den Flächen zusätzlich Nistmöglichkeiten für Insekten, kleine Reptilien und Vögel. Mittlerweile hat er auch einen Lehr- und Erlebnispfad mit vielen Informationstafeln auf seinem Gelände angelegt.
  3. In der Kategorie „Institutionen“ geht der #beebetter-Award 2021 an den Hechinger Stadtteil Weilheim im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Das prämierte Projekt trägt den Titel „Weilheimer Artenvielfalt – es summt und brummt – ein Dorf denkt um“. Stein des Anstoßes war im Herbst 2019 die Entscheidung des Ortschaftsrates, kommunale Flächen zum Lebensraum für biologische Vielfalt umzugestalten, wie etwa eine Verkehrsinsel oder bisherige Rasenflächen, die entsprechend bienenfreundlich angelegt und bepflanzt wurden. Hinzu kommen Aufklärungsaktionen und Infoflyer für die Weilheimer Bevölkerung und insbesondere auch für die Kinder im Ort. Gemeinsame Pflanzaktionen unter dem Motto „Weilheimer für Weilheim“ wurden organisiert. In Planung sind derzeit ein Streuobst- und Biodiversitätslehrpfad sowie weitere Blühwiesen, ein Insektenhaus, andere Nisthilfen zur Förderung der Artenvielfalt und vieles mehr.
  4. In der Kategorie „Private Initiativen“ erhält Ulrike Will aus Viersen am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen den #beebetter-Award 2021 für das Projekt „Unser Kleingarten der Zukunft“. Hier wurde eine rund 130 Quadratmeter große Fläche innerhalb einer Kleingartenparzelle wildbienengerecht, sehr vielseitig und mit viel Liebe zum Detail umgestaltet. Hinzu kommen noch weitere 50 Quadratmeter externe Wildblumenstreifen, die auf dem Gelände der öffentlichen Kleingartenanlage angepflanzt wurden, samt Nisthilfen und Hummelkeller. Die Initiatorin engagiert sich darüber hinaus in vielen Aktionen für den Bienen- und Artenschutz, u.a. mit kostenlosen Samenbörsen und Pflanztauschaktionen und verstärkter Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit. Auch kindgerechte Aktionen und Infomaterialien in Zusammenarbeit mit dem BUND sind in Planung sowie das Angebot von Vorträgen und Seminaren u.a. zu Biodiversität Wildbienenförderung.
  5. Als Sonderpreis geht ein #beebetter-Award 2021 außerdem an das Projekt „flowbee“ von Florian Wester aus Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Der 24-Jährige baut leidenschaftlich gern ökologisch wirksame Nisthilfen, die von Wildbienen optimal für die Brutfürsorge genutzt werden können, und hat dazu 2020 das Start-Up „flowbee“ gegründet. Den Bau der sogenannten WiBiNis (Wildbienen-Nisthilfen), von denen er seit Oktober 2020 schon rund 200 Stück verkauft hat, sieht Florian Wester als erste Stufe seines Engagements, um Faszination und mehr Bewusstsein für die so wichtige Welt der Insekten zu schaffen. An seinem Wohnhaus hat er einen 24/7-Verkaufs- und Infostand aufgebaut, zu dem Interessierte eigens hinkommen, um sich ihre flowbee-Nisthilfen abzuholen. Im Rahmen von „flowbee“ investiert er gemeinsam mit einer guten Freundin zudem viel Zeit in eine Instagram-Seite, auf der Umweltinformationen ansprechend aufbereitet werden, um auch die junge Generation für das Thema zu begeistern.

Eine Auszeichnung geht in die Ortenau

Platz drei in der Kartegorie "Private Initiativen" mit einem Preisgeld von 1.000 Euro geht an ein Bienenschutzprojekt in Hohberg. Die Bewerbung wurde eingereicht von Nora Dyck-Troltsch und ihrer Familie. Sie engagiert sich schon seit einigen Jahren aktiv für den Tierschutz. Als die Familie vor ein paar Jahren ein Haus im Niederschopfheimer Ortsteil Hohberg gekauft hat, glich das Grundstück drum herum einem tristen Ödland. Mittlerweile ist es nicht nur ein Wildbienen- und Insektenparadies, auch Vögel und Igel beispielsweise können sich hier wohlfühlen. In unzähligen Arbeitsschritten, mit viel Zeitaufwand und Liebe zum Detail hat die Familie ihren Garten bienen- und insektenfreundlich gestaltet. Viele Bäume wurden gepflanzt, u.a. Dachplantanen, in deren Bambusgestänge Holzbienen ihren Nistplatz gefunden haben. Eine kleine Streuobstwiese wurde angelegt, Staudenrabatten und Blühwiesenstreifen wurden gepflanzt und angesät mit speziell bienenfreundlichen Samenmischungen. Zahlreiche Nisthilfen für Wildbienen wurden geschaffen sowie passende Wasserstellen als Tränken. Insgesamt umfasst die bienenfreundlich gestaltete Gartenfläche über 250 Quadratmeter. Bestellt ist aktuell auch ein knallgelber Bienenfutterautomat bei der Bienenretter-Manufaktur von Sebastian Everding in Dortmund. Den wird die Familie am Eingang zu ihrem Garten montieren. Der umgebaute Kaugummiautomat für Mehrwegkapseln mit bienenfreundlichen Blumensamenmischungen soll auch in der Nachbarschaft im Ort mehr Menschen motivieren, ihre Gärten und Balkone bienen- und insektenfreundlicher zu gestalten. Am Automaten kann man die Blumensamenmischungen für 50 Cent kaufen und in einer Box daneben auch die leeren Mehrwegkapseln wieder zurückgeben. Ein Infoschild klärt zusätzlich auf, wie’s funktioniert. Der bienenfreundliche Garten in Hofweier ist zudem liebevoll dekoriert und weist mit kleinen Schildern und Skulpturen auf seine Bienenfreundlichkeit hin.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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