Handwerk steht für Qualität
Einen sicheren Weg in Zukunft einschlagen

Johannes Ullrich
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Freiburg. Warum das Handwerk immer noch goldenen Boden hat und welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt, verrät Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, im Gespräch mit Matthias Kerber.

Warum hat das Handwerk immer noch goldenen Boden?
Selbst in schweren wirtschaftlichen Zeiten sichert das Handwerk Arbeitsplätze und steht für Qualität. Mit einer handwerklichen Ausbildung hat man auch mit Blick auf die Karrierechancen einen sicheren Weg in die Zukunft eingeschlagen. Die Wertschätzung des Handwerks und die Qualität unseres Ausbildungssystems wird auch durch die sogenannte Rückvermeisterung deutlich. Für einzelne Gewerke, die 2004 von der Meisterpflicht entbunden wurden, ist nun wieder der Erwerb des Meistertitels Garant für Qualität. Unser Handwerk erfreut sich mehr und mehr der hohen Wertschätzung in der Gesellschaft, die es verdient. Also ja, das Handwerk hat auch heute goldenen Boden.

Was können Betriebe tun, um sich Nachwuchs zu sichern?
Nachwuchssicherung durch Ausbildung ist und bleibt im Handwerk oberste Priorität. Die Unternehmen sollten sich gerade in der jetzigen schwierigen Zeit auf neu geschaffene digitalen Angebote einlassen – beispielsweise digitale Berufsmessen – und so auf potenzielle Bewerber zugehen. Jugendliche können sich aber natürlich auch direkt bei Betrieben in ihrer Umgebung über deren Ausbildungschancen und -inhalte informieren, etwa per Telefon oder Videotelefonie.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es im Handwerk?
Eine abgeschlossene Handwerksausbildung ist für sehr viele Gesellen erst der Beginn eine erfolgreichen Karriere im Handwerk. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Wichtigster Baustein ist und bleibt hierbei der Meistertitel – das wichtigste Qualitätssiegel im Handwerk. Neben dem Meister gibt es aber dennoch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten: Ob Betriebswirt im Handwerk, Techniker, Bachelor- und Master-Studium oder Fortbildungskurse – den eigenen Weg zum Erfolg kann jeder selbst gestalten. Dafür bietet etwa die Gewerbe Akademie der Handwerkskammer Freiburg unter www.gewerbeakademie.de viele praxisnahe Weiterbildungsmaßnahmen an.

Gibt es im Handwerk auch die Möglichkeit, Ausbildung und Studium zu verknüpfen?
Generell bieten bundesweit immer mehr Hochschulen für unterschiedlichste Branchen duale oder gar triale Studiengänge an. Eine generelle Übersicht dazu finden Interessierte auf www.ausbildungplus.de. In Baden-Württemberg gibt es mit der dualen Hochschule eine lange Tradition für duale Ausbildung. Grundsätzlich erwirbt jeder Handwerker mit dem Meistertitel die allgemeine Hochschulreife.

Gibt es neue Berufsbilder im Handwerk?
Viele der über 130 Handwerksberufe sind ohnehin einem ständigen Wandel unterzogen. Ein Beispiel hierfür ist die digitale Transformation. Das Handwerk lebt von seiner einzigartigen Mischung aus Tradition, Kreativität und Innovation. Das macht unseren Wirtschaftszweig auch in der Zukunft zur wichtigsten Säule der Wirtschaft.

Welche Berufe sind besonders populär?
Im Jahr 2020 wurden im Kammerbezirk Freiburg im Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker mit 260 die meisten neuen Ausbildungsverträge geschlossen. Darauf folgen die Elektroniker mit insgesamt 248 neuen Verträgen und die Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik mit 220 neuen Ausbildungsverhältnissen. Diese Berufe sind seit vielen Jahren auf den vorderen Plätzen zu finden.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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